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Nach Titel bei Frauen-WM: Megan Rapinoe verstärkt Kritik an Donald Trump


Kein Besuch im Weißen Haus  

Nach WM-Titel: US-Kapitänin verstärkt Trump-Kritik

10.07.2019, 16:36 Uhr | sid

Nach Titel bei Frauen-WM: Megan Rapinoe verstärkt Kritik an Donald Trump. Bleibt bei ihrer Meinung: Megan Rapinoe will nicht ins Weiße Haus. (Quelle: imago images/Sportimage)

Bleibt bei ihrer Meinung: Megan Rapinoe will nicht ins Weiße Haus. (Quelle: Sportimage/imago images)

"Ihr schließt Menschen aus, die wie ich aussehen": Megan Rapinoe, Kapitänin der US-Fußballerinnen, bekräftigt in einem Fernsehinterview ihre Kritik an US-Präsident Donald Trump. 

US-Fußballstar Megan Rapinoe schließt einen Besuch der amerikanischen Weltmeisterinnen bei Präsident Donald Trump weiterhin aus. "Ich werde nicht gehen, und jede Mitspielerin, mit der ich darüber gesprochen habe, wird es auch nicht tun", sagte die 34-Jährige bei CCN. Bereits vor dem Gewinn der WM in Frankreich am vergangenen Sonntag hatte Rapinoe bekräftigt, eine Einladung ins Weiße Haus nicht annehmen zu wollen.

Die beste WM-Spielerin und Torschützenkönigin bezweifelte zudem, dass "irgendjemand im Team ein Interesse daran hat, die Bühne, für die wir so hart gearbeitet haben, zu teilen." Jene Plattform solle nicht von der Trump-Regierung "vereinnahmt oder korrumpiert" werden, so Rapinoe weiter. Der 2:0-Sieg am vergangenen Wochenende gegen die Niederlande im WM-Finale bedeutete den insgesamt vierten Titel für die USA.

"Ihr schließt auch farbige Leute aus"

Rapinoe, die sich für die Rechte der LGBTQ-Bewegung und gleiche Bezahlung von Männern und Frauen einsetzt, kritisierte zudem den Slogan "Make America Great Again" (deutsch: "Macht Amerika wieder groß"), mit dem Trump 2016 seine Wahl beworben hatte. "Ich würde sagen, dass eure Botschaft mich ausschließt. Ihr schließt mich aus, ihr schließt Menschen aus, die wie ich aussehen. Ihr schließt auch farbige Leute aus", sagte Rapinoe.

Solche oder ähnliche Statements der Republikaner seien laut Rapinoe ein Zeichen für eine Abkehr von liberalen Werten. "Man besinnt sich da auf eine Ära zurück, die nicht für jeden großartig war", sagte Rapinoe: "Vielleicht war sie das für ein paar Leute, und vielleicht ist es heute großartig für einige wenige, aber nicht für genug Amerikaner."


Der Protest von Rapinoe gegen die Trump-Regierung ist nicht neu. Sie singt aus Ablehnung vor Länderspielen die Nationalhymne nicht mit und zog durch ihre Aussage, nicht "ins f***ing Weiße Haus" zu kommen, den Zorn Trumps auf sich. Der hatte bei Twitter geantwortet, sie solle "erst mal GEWINNEN, dann REDEN". Wenig später holten die US-Frauen den Titel.

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