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Traurig

  • Noah Platschko
Von Noah Platschko

12.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Laura Freigang: Die Nationalspielerin gehört zu den Top-Spielerinnen der Bundesliga.
Laura Freigang: Die Nationalspielerin gehört zu den Top-Spielerinnen der Bundesliga. (Quelle: Eibner/imago-images-bilder)
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Nach dem 2:3 gegen Serbien müssen die DFB-Frauen um die WM 2023 bangen. Zuvor findet in diesem Jahr aber noch die EM in England statt. Haben Sie nicht gewusst? Und das ist das Problem.

Mit einem Sieg gegen den direkten Verfolger aus Serbien wäre sie perfekt gewesen: die Qualifikation für die WM 2023 in Australien und Neuseeland. Nach dem 3:0-Erfolg über Portugal am Wochenende wollte das Team von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg alles klar machen für die Reise ans andere Ende der Welt. Doch daraus wurde nichts. Die DFB-Frauen verloren verdient mit 2:3 – und müssen so weiter um die Teilnahme an der WM bangen.

Doch bevor sich die DFB-Frauen kommendes Jahr in den Flieger nach Australien setzen können, steht noch in diesem Jahr, und zwar schon in wenigen Monaten, ein sportliches Großereignis an: die Europameisterschaft der Frauen in England.

Aufgrund der Corona-Pandemie und der Verschiebung der EM der Männer in den Sommer 2021, musste das Turnier der Frauen weichen. Im Juli ist es aber dann soweit und die DFB-Frauen treffen in der Gruppenphase auf Spanien, Dänemark und Finnland.

Hand aufs Herz: Haben Sie das gewusst? Eben.

Die Nationalmannschaft der Frauen ist der öffentlichen Wahrnehmung, mal wieder, in der Versenkung verschwunden. Das ist traurig. Aber das hat mehrere Gründe.

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1) Die sportliche Enttäuschung

Fast drei Jahre ist es her, dass die DFB-Frauen ein sportlich bedeutsames Turnier spielten. Bei der WM 2019 in Frankreich schied man allerdings bereits im Viertelfinale gegen Schweden aus – und verpasste damit die Qualifikation an Olympia 2021. Ein Wettbewerb, der der jungen Mannschaft um Lena Oberdorf, Klara Bühl oder Jule Brand ungemein gutgetan hätte.

Lina Magull: Die Nationalspielerin verpasste mit ihren Mannschaftskameradinnen Olympia 2021 in Tokio.
Lina Magull: Die Nationalspielerin verpasste mit ihren Mannschaftskameradinnen Olympia 2021 in Tokio. (Quelle: pmk/imago-images-bilder)

So aber gab es für das DFB-Team in letzter Zeit kaum Tests gegen Gegner auf Augenhöhe, höchstens punktuelle Highlights wie zuletzt beim Arnold Clark Cup gegen Spanien (Remis), Kanada (Pleite) und England (Pleite). In der Qualifikation für die WM wurden alle sieben Partien gewonnen – mit einem Torverhältnis von +32. Der sportliche Reiz ist neben den überschaubaren Erfolgen gegen starke Teams aber nur ein Teil des Problems.

2) Die schlechte Vermarktung

Kennen Sie Felicitas Rauch, Jana Feldkamp oder Nicole Anyomi? Nein? Diese drei Nationalspielerinnen standen am Samstag gegen Portugal auf dem Feld und gehören zu den Topspielerinnen der Bundesliga. Allein: Das öffentliche Interesse an der höchsten deutschen Spielklasse der Frauen scheint verschwindend gering.

Jubel bei den DFB-Frauen: Torschützin Felicitas Rauch (li.), Svenja Huth und Giulia Gwinn bejubeln den Treffer zum 3:0 gegen Portugal.
Jubel bei den DFB-Frauen: Torschützin Felicitas Rauch (li.), Svenja Huth und Giulia Gwinn bejubeln den Treffer zum 3:0 gegen Portugal. (Quelle: foto2press/imago-images-bilder)

Zwar werden mittlerweile alle Spiele der Bundesliga live übertragen. Doch findet ein Großteil der Partien hinter der Bezahlschranke statt (MagentaSport). Eurosport zeigt das Freitagabendspiel zwar im Free-TV (und das auch nicht immer) und die Dritten Programme übertragen ausgewählte Highlightspiele, wie etwa am vorvergangenen Sonntag der Bayrische Rundfunk das Spitzenspiel Wolfsburg gegen den FC Bayern (6:0).

Dennoch gelingt es den Verantwortlichen nicht, aus dem Schatten des Männerfußballs herauszutreten und den Frauenfußball prominent zu platzieren, womit wir beim dritten Punkt wären.

3) Das mediale Versäumnis

Vorab: Das Engagement von Pay-TV-Sender Sky ist lobend zu erwähnen. Der Anbieter zeigt seit dieser Saison ausgewählte Partien des DFB-Pokals der Frauen sowie ab kommender Saison die Premier League der Frauen in England. Doch wie viele Menschen werden die Spiele am Ende zu Gesicht bekommen?

Sender mit großer Reichweite sind gefragt, womit wir schnell bei den Öffentlich-Rechtlichen wären. In der Sportschau am Samstagabend ist seit dieser Spielzeit immer zumindest die Zusammenfassung des Topspiels zu sehen, doch was den Livesport angeht, haben ARD und ZDF noch Luft nach oben.

Claus Lufen (li.) und Nia Künzer: Der Moderator und die Weltmeisterin bilden seit Jahren das ARD-Duo für den Frauenfußball.
Claus Lufen (li.) und Nia Künzer: Der Moderator und die Weltmeisterin bilden seit Jahren das ARD-Duo für den Frauenfußball. (Quelle: Jan Huebner/imago-images-bilder)

Denn einige Länderspiele waren ausschließlich im Livestream und nicht im linearen TV zu sehen, darunter das Quali-Hinspiel gegen Portugal im vergangenen November oder Partien des Vier-Nationen-Turniers. Ein großes Problem dabei: die teils zuschauerunfreundlichen Anstoßzeiten. Auch das Spiel gegen Serbien findet heute um 16 Uhr statt. An einem Dienstag unter der Woche. Wer schaut sich das an? Wer kann sich das anschauen?

Doch nicht nur TV-Sender, sondern auch etablierte Zeitungen wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" oder die "Welt" berichten in verschwindend geringem Ausmaß über die DFB-Frauen. Und auch bei Nachrichtenportalen wie dem "Spiegel" oder auch t-online ist die Grenze des Machbaren mit Sicherheit noch nicht erreicht.

Dass der Frauenfußball auf Interesse stößt, ist nicht von der Hand zu weisen. Das zeigten zuletzt die Partien in der Champions League, bei denen die Stadien (27.000 in Paris, über 90.000 in Barcelona) gut gefüllt waren.

Der Appell an Sender, Verbände und Medienschaffende kann also nur lauten: Traut euch – und gebt dem Sport endlich eine sichtbare Plattform.

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