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Sport: Ehepaar Lewandowski als Werbemaschine


Polens bestverkaufter Name  

Ehepaar Lewandowski als Werbemaschine

27.06.2018, 08:31 Uhr | dpa

Sport: Ehepaar Lewandowski als Werbemaschine. Geschäftlich läuft es beim Ehepaar Lewandowski anscheinend richtig gut.

Geschäftlich läuft es beim Ehepaar Lewandowski anscheinend richtig gut. Foto: Alexandra Beier/FC Bayern München. (Quelle: dpa)

Warschau (dpa) - Sportlich gesehen war die Weltmeisterschaft für Polens Fußballstar Robert Lewandowski eine Pleite, in Sachen Business dürfte sich das Turnier für ihn und Ehefrau Anna als Werbemaschinen trotzdem lohnen.

Das Abbild des Nationalspielers ziert ein ganzes Warschauer Hochhaus, eine Hunderte Meter lange Fotostrecke zieht sich außerdem am renommierten Lazienki-Park entlang. Darauf wirbt Lewandowski für den chinesischen Konzern Huawei und das polnische Modelabel Vistula - nur zwei der zahlreichen Werbepartner, mit denen der 29-Jährige Berichten zufolge bis zu zehn Millionen Euro im Jahr dazuverdient.

"Lewandowski ist der bestverkaufte Name in Polen", stellen Experten des Warschauer Press Service Medien Monitoring (PSMM) in einer Analyse fest. Auch im Fernsehen ist das kaum zu übersehen: Darin preist er unter anderem Rasierer von Gilette, Shampoo von Head & Shoulders und Mobilfunkdienste von T-Mobile an. Bis vor Kurzem warb der Nationalspieler noch für den US-Riesen Coca-Cola, nun steht er beim polnischen Sportgetränkehersteller Oshee unter Vertrag. In der polnischen Nationalelf hat der gebürtige Warschauer Spezialisten zufolge den höchsten Marketingwert.

Lewandowski werbe inzwischen für so viele Unternehmen, dass er kaum noch mit einem identifizierbar sei, kritisieren Experten in einem Bericht des Medienportals "Wirtualne Media". Für die beworbenen Marken sei es ein schlechtes Geschäft. Auch Ehefrau Anna füllt die Kassen. Die brünette Ex-Karatesportlerin, in die sich Lewandowski während des Studiums verliebte, ist in Polen selbst ein Star und das Gesicht des US-Sportgiganten Nike und des italienischen Bademodenherstellers Calzedonia.

"Anna und Robert sind ohne Zweifel eines der bedeutendsten Paare im polnischen Showgeschäft", heißt es in der PSMM-Medienanalyse. Auf die heimischen Medien wirkten sie wie ein "Magnet". Klatschblätter und Co. tauften das Promi-Paar die "polnischen Beckhams". Die inzwischen einjährige Lewandowski-Tochter Klara wird von Fans "Polens Royal Baby" genannt. Diesen Rummel macht sich das Sportlerpaar laut PSMM-Experten gekonnt für ihr Geschäft zunutze. "Die Lewandowskis wissen, wie man die Aufmerksamkit der Medien auf sich zieht."

Mit immer neuen Produkten baut Anna Lewandowska ihr Business als Fitnesscoach und Ernährungsberaterin aus: Zum Blog "Healthy Plan by Ann", dem bei Instagram rund zwei Millionen Menschen folgen, kamen eine App sowie ein Warschauer Fitness-Center hinzu. DVDs und Bücher brachte die Geschäftsfrau auch schon in Deutschland auf den Markt. Polen können Lewandowska sogar an Tankstellen und im Supermarkt begegnen: Dort liegen Sportriegel ihrer eigenen Lebensmittel-Linie aus.

Auch Robert Lewandowski baute sich neben Fußball und Werbung weitere Standbeine auf: Er investiert in Start-Ups und Immobilien, das Image des gefeierten "Team Lewandowski" pflegen eine eigene Marketingfirma und PR-Agentur. Als nächstes will der Fußballer sein Glück in der Tourismusbranche versuchen: Er plant laut polnischem Fremdenverkehrsamt mit mehreren Geschäftspartnern den Bau eines exklusiven Urlaubsressorts in der Seenlandschaft Masuren.

Mit den Investitionen will Lewandowski für die Zukunft vorsorgen, wie er gegenüber polnischen Medien sagte. "Das Fußballer-Leben dauert nicht ewig, dessen bin ich mir bewusst. Wir müssen jetzt schon nachdenken, was wir dann machen wollen", sagte er. "Je mehr Optionen desto besser." Nach Schätzungen des Politik-Magazins "Wprost" wird sich der Stürmer Dank finanziellen Puffers mit einer Entscheidung für das nächste Business getrost Zeit lassen können: Demnach gehört Lewandowski mit einem geschätzten Vermögen von etwa 81 Millionen Euro bereits zu den 100 reichsten Polen. So lässt sich vielleicht auch der vorzeitige WM-K.o. etwas besser verkraften.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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