Sie sind hier: Home > Sport > Fußball >

EM 2024: Mesut Özil-Debatte könnte Folgen für Ausrichtung haben

Nach Rassimus-Vorwürfen  

Kostet die Özil-Debatte Deutschland die EM?

27.07.2018, 14:36 Uhr | np, t-online.de

EM 2024: Mesut Özil-Debatte könnte Folgen für Ausrichtung haben. EM in Deutschland? Letztmals trug die BRD im Jahre 1988 eine EM aus. (Quelle: imago images)

EM in Deutschland? Letztmals trug die BRD im Jahre 1988 eine EM aus. (Quelle: imago images)

Im September steht die Vergabe über die EM 2024 an. Galt Deutschland vor der Weltmeisterschaft in Russland noch als klarer Favorit, scheint dies nun nicht mehr ganz sicher zu sein. 

Knapp einen Monat ist es her, dass die Nationalmannschaft sich von der WM-Bühne verabschiedet hat. Nach dem 0:2 gegen Südkorea am 27. Juni und dem damit verbundenen letzten Platz in Gruppe F stand die DFB-Elf vor einem Scherbenhaufen. Doch das sportliche Scheitern geriet schnell in Vergessenheit. Nach den öffentlichen Statements Mesut Özils dominierte die Debatte über sein Foto mit dem türkischen Präsidenten Erdogan und Rassismus. Die hitzige Diskussion könnte noch ganz andere Folgen haben.

Anzahl der Türkei-Befürworter für EM 2024 gestiegen

Denn die Vergabe der EM 2024 steht vor der Tür. Am 27. September entscheidet sich, wer die Europameisterschaft in sechs Jahren ausrichten wird. Bewerber für das Turnier gibt es lediglich zwei: Deutschland und die Türkei. 

Galt der DFB vor wenigen Monaten noch als klarer Favorit der Ausschreibung, so scheint dies nun nicht mehr ganz sicher zu sein. Einem Bericht der "Bild" zufolge mehren sich im Uefa-Exekutivkomitee die Stimmen, wonach die Türkei bevorzugt würde. Zudem soll beim DFB ein Dokument existieren, auf dem die Anzahl der Uefa-Delegierten, die gegen Deutschland stimmen, rot markiert sind. Diese roten Markierungen sollen in letzter Zeit gestiegen sein.

Nur 18 Exekutivmitglieder entscheiden über Vergabe

Nach Informationen der "FAZ" versuche außerdem der türkische Verband über eine PR-Agentur unter den Uefa-Funktionären eine Antipathie gegenüber Deutschland zu wecken. Die in London ansässige Lobbyagentur Vero Communications habe nach der in Deutschland entfachten Özil-Debatte eine indirekte Rassismus-Kritik verbreitet, "die dem türkischen Fußballverband zugeschrieben wird und offenbar dem DFB gilt."

Das Uefa-Exekutivkomitee besteht aus insgesamt 20 Mitgliedern, darunter auch DFB-Präsident Reinhard Grindel, der kürzlich seinen Rücktritt ablehnte, und der Türke Servet Yardimci. Sowohl Yardimci als auch Grindel sind von der Wahl ausgeschlossen, sodass noch 18 Mitglieder, darunter Uefa-Präsident Aleksander Ceferin, ihre Stimme abgeben können. Eine eher geringe Anzahl, im Vergleich zu den 206 Fifa-Mitgliedsländern, die über die Vergabe der WM 2026 abstimmten.

Wer letzen Endes das Rennen macht, wird die Abstimmung am 27. September in Nyon entscheiden. Dann wird auch feststehen, ob erstmals ein großes Fußballevent in der Türkei stattfindet, oder ob Deutschland zum zweiten Mal nach 1988 die Europameisterschaft austragen wird.

Verwendete Quellen:

Ihre Meinung zählt!

Wir freuen uns auf angeregte und faire Diskussionen zu diesem Artikel.
Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

Gefällt 0 Gefällt nicht0
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Sie können alles tragen, wenn Sie Sie sind
MY TRUE ME - Mode ab Größe 44
Anzeige
Jetzt bei der Telekom: Surfen mit bis zu 50 MBit/s!
z. B. mit MagentaZuhause M
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal