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Haifischbecken Bundesliga - Klare Worte: Trainer beklagen raue Sitten im Umgang

Haifischbecken Bundesliga  

Klare Worte: Trainer beklagen raue Sitten im Umgang

19.05.2019, 12:26 Uhr | dpa

Haifischbecken Bundesliga - Klare Worte: Trainer beklagen raue Sitten im Umgang. Gladbachs Coach Dieter Hecking beschwert sich über den Umgang mit Trainern in der Bundesliga.

Gladbachs Coach Dieter Hecking beschwert sich über den Umgang mit Trainern in der Bundesliga. Foto: Marius Becker. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Die Sitten im Haifischbecken Bundesliga werden rauer - die Branche frisst neuerdings auch ihre erfolgreichen Vertreter. Selbst Meistertrainer Niko Kovac kann sich seiner Zukunft beim FC Bayern München nicht sicher sein.

In Mönchengladbach muss Dieter Hecking seinen Stuhl räumen, die Europa-Auftritte der Borussia in der kommenden Saison auf der heimischen Fernseh-Couch verfolgen. Bruno Labbadia ergeht es beim Comeback des VfL Wolfsburg auf der internationalen Bühne nicht besser.

"Bei Misserfolg wissen wir, was uns blüht. Aber wir dachten, im Erfolgsfall geht es uns gut. Das scheint sich zu drehen und das tut den Trainern überhaupt nicht gut. So darf es nicht weitergehen", appellierte Hecking daher bei seinem tränenreichen Abschied aus Mönchengladbach. Platz fünf und der Einzug in die Europa League waren nicht genug - der 54-Jährige wird im Sommer durch Marco Rose ersetzt.

Keine Zukunft hat auch Labbadia in Wolfsburg, obwohl er die Niedersachsen als Tabellensechster nach fünf Jahren wieder ins internationale Geschäft führte. Das belastete Verhältnis zu Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke ließ den 53-Jährigen, dessen Job Oliver Glasner übernimmt, aus der VW-Stadt flüchten.

Der Branche stellte Labbadia kein gutes Zeugnis aus: "Insgesamt werden die Trainer zu schnell ausgetauscht. Das Umfeld wird immer schwieriger, weil zu viel Geld im Umlauf ist. Es wird viel Politik betrieben", monierte er jüngst in einem NDR-Interview und klagte an: "Heutzutage reicht es, wenn man drei oder vier Wochen keine guten Ergebnisse erzielt, dann wird man schon in Frage gestellt. Da sind wir auf einem falschen Weg."

Dass die Vereine ihre Trainer austauschen, wenn die sportliche Existenz im Oberhaus in Gefahr ist, gehört seit vielen Jahren zum Business dazu. Dem Tabellenletzten 1. FC Nürnberg, bei dem Michael Köllner gehen musste, nutzte dies in der abgelaufenen Saison ebenso wenig etwas wie Mitabsteiger Hannover 96 der Wechsel von André Breitenreiter zu Thomas Doll.

Der VfB Stuttgart verschliss sogar drei Trainer: Nach den gescheiterten Tayfun Korkut und Markus Weinzierl reichte es unter Nico Willig wenigstens zum Erreichen der Relegation. Unabhängig vom Ausgang rückt der Interimscoach danach wieder in die zweite Reihe. Den erhofften kurzfristigen Erfolg hatten der FC Augsburg, wo Manuel Baum für Martin Schmidt weichen musste, und Schalke 04. Huub Stevens folgte auf Domenico Tedesco und bewahrte den Vizemeister des Vorjahres vor dem drohenden Absturz. Nun übernimmt David Wagner.

Andere Fußball-Lehrer mussten gehen, weil sie die hohen Erwartungen nicht erfüllen konnten, wie Heiko Herrlich bei Bayer Leverkusen. Unter Peter Bosz schaffte der Werksclub doch noch den Sprung in die lukrative Champions League.

Doch es gab auch Entscheidungen, die zu großer Sorge in der Trainergilde geführt haben. "Viktoria Köln entlässt den Trainer als Tabellenerster am vorletzten Spieltag, Markus Anfang muss in Köln als Meister gehen und Niko Kovac steht beim FC Bayern in Frage, obwohl er vielleicht das Double holt. Unabhängig von meiner Person zeigen die drei Beispiele, dass man uns Trainer nicht braucht. Wir können zuhause bleiben", klagte Hecking.

Ähnlich besorgniserregend bewertet Routinier Friedhelm Funkel die Lage. "Ich will nicht unbedingt sagen, dass wir die Mülleimer sind. Aber die Trainer haben es schon schwer. Und es wird immer schwerer für uns, weil das eine aufgeblasene Welt ist", erklärte der 65-Jährige im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF. Funkel wäre bei Fortuna Düsseldorf beinahe selbst zum Opfer dieser Entwicklung geworden, obwohl er den Aufsteiger souverän zum Klassenerhalt führte. "Wir Trainer wissen, worauf wir uns einlassen", sagte er. "Aber wir müssen aufpassen, dass wir miteinander viel besser umgehen."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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