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Das RĂ€tsel der verlorenen fĂŒnf Tore gegen die Nummer 189

  • David Digili
Von David Digili

Aktualisiert am 03.09.2021Lesedauer: 4 Min.
Zugepackt: Liechtensteins Torwart BĂŒchel (r.) ĂŒberzeugte gegen die DFB-Elf.
Zugepackt: Liechtensteins Torwart BĂŒchel (r.) ĂŒberzeugte gegen die DFB-Elf. (Quelle: Sven Hoppe/dpa-bilder)
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Die deutsche Nationalmannschaft mĂŒht sich zu einem knappen Sieg gegen Liechtenstein. Das kleine FĂŒrstentum wehrt sich mit zunehmendem Erfolg gegen den viermaligen Weltmeister. Das war mal anders.

GrĂ¶ĂŸer war die Freude ĂŒber eine 0:2-Niederlage vielleicht noch nie im Weltfußball. "So eine Leistung – der Mannschaft gebĂŒhrt ganz großer Respekt", jauchzte Liechtensteins verstĂ€ndlicherweise ĂŒberglĂŒcklicher Nationaltrainer Martin Stocklasa, nachdem sich seine Mannschaft gegen Deutschland mehr als achtbar geschlagen hatte. "Wir haben uns kĂ€mpferisch voll dagegen gestellt, das ist ein sensationelles Resultat, das man nicht hoch genug bewerten kann." Mehr noch: "Ich habe mit den Mitteln, die wir haben, das Optimale rausgeholt."

1,18 Millionen gegen 872 Millionen

Das kann Deutschlands neuer Bundestrainer Hansi Flick dagegen eher nicht behaupten. Immerhin muss man dem 56-JĂ€hrigen zugutehalten, nach dem knappen Erfolg nicht ins "Es gibt keine Kleinen mehr" verfallen zu sein. Nur zu zwei Toren mĂŒhte sich der brĂ€sige viermalige Weltmeister gegen die widerborstige Nummer 189 der Welt. Nur zwei Tore gegen eine Mannschaft mit einem Gesamtmarktwert von 1,18 Millionen Euro. Zum Vergleich: Die deutsche Mannschaft kostet knapp 739-mal so viel (872 Mio.). Selbst DFB-DebĂŒtant und U21-Europameister David Raum bringt es in seinem noch kurzen Profileben bereits auf fĂŒnf Millionen. Die Erwartung eines klaren, auch hohen Erfolgs einer hochdekorierten Mannschaft umsorgter Profifußballer gegen eine mit Studenten besetzte Elf von Amateurkickern ist auch 2021 nicht ĂŒberzogen, nicht despektierlich, sondern angemessen.

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"Ich verstehe, dass die Fans in Deutschland vielleicht ein bisschen enttĂ€uscht sind vom Ergebnis. Aber es war ein Anfang", sagte Flick nach dem 2:0 im Interview der dpa. "Wir alle wissen, dass wir noch einen Weg zu gehen haben. Es waren aber drei Punkte, die fĂŒr uns wichtig waren." Die Mannschaft mĂŒsse "liefern, wenn es zĂ€hlt. Wir haben das Spiel gewonnen gegen einen Gegner, gegen den man normalerweise höher gewinnen muss. Es ist ein Prozess, den wir gemeinsam gehen."

Bisher fast sieben Tore im Schnitt

TatsĂ€chlich haben die sportlichen Beziehungen zum FĂŒrstentum durch das magere 2:0 aus deutscher Sicht einen neuen Tiefpunkt erreicht. 6,75 Tore erzielte die DFB-Elf in den bisherigen vier Aufeinandertreffen im Schnitt, war davon nun aber weit entfernt. Die psychologische Wirkung solcher Spiele sei nicht zu unterschĂ€tzen, bestĂ€tigte Matthias Sammer vor wenigen Wochen im Interview mit t-online. "Du sagst dir vielleicht: Wir wollen noch mal ein paar Tore erzielen, wir wollen noch mal ein Erfolgserlebnis. Das war schon immer so." Und fĂŒgte an: "1996 war unser letztes Vorbereitungsspiel gegen Liechtenstein."

Ein Vierteljahrhundert her ist es, dass die VerhĂ€ltnisse durchaus klarer waren: Deutschland als damaliger Weltranglistenzweiter traf zum ersten Mal auf den 159. – das 9:1 am 4. Juni in Mannheim entwickelte sich zum heiteren, teilweise rauschenden Sommerfußball. Wenige Wochen spĂ€ter wurde die DFB-Elf in England Europameister, offenbar euphorisiert durch den Kantersieg gegen den sechstkleinsten Staat der Welt.

1996: Thomas HĂ€ĂŸler im Spiel gegen Liechtenstein.
1996: Thomas HĂ€ĂŸler im Spiel gegen Liechtenstein. (Quelle: HorstmĂŒller/imago-images-bilder)

Seitdem aber ging die Leistungskurve der deutschen Mannschaft in Spielen gegen Liechtenstein steil nach unten. Ja, beĂ€ngstigend ist die Abnahme an QualitĂ€t und QuantitĂ€t der Tore gegen die lange zum Fußballzwerg verbrĂ€mte Elf. Die Partien im Überblick:

4. Juni 1996: Deutschland – Liechtenstein 9:1 (4:0)

Tore: Möller (4., 64.), Kuntz (18., 90.), Bierhoff (22.), Ziege (38.), Sammer (48.), Kohler (53.), Klinsmann (85.) – PĂ©rez (69.)

7. Juni 2000: Deutschland – Liechtenstein 8:2 (2:1)

Tore: Bierhoff (1.), Scholl (31.), Bode (65.), Hasler (80./Eigentor), Kirsten (81., 86.), Jancker (84., 88.) – Stocklasa (17.), Frick (56.)

6. September 2008: Liechtenstein – Deutschland 0:6 (0:1)

Tore: Podolski (21., 48.), Rolfes (65.), Schweinsteiger (66.), Hitzlsperger (76.), Westermann (86.)

28. MĂ€rz 2009: Deutschland – Liechtenstein 4:0 (2:0)

Tore: Ballack (4.), Jansen (9.), Schweinsteiger (48.), Podolski (50.)

2. September 2021: Liechtenstein – Deutschland 0:2 (0:1)

Tore: Werner (41.), Sané (77.)

Geht es in diesem beĂ€ngstigenden Tempo weiter, mĂŒsste in der logischen Reihenfolge beim RĂŒckspiel am 11. November theoretisch nun ein 0:0 folgen. "Was man merkt, ist, dass die Mannschaft nicht so das Vertrauen hat, dass sie Tore erzielen kann", sagte Flick nach dem Spiel am Donnerstag. Aber: "Es ist enorme QualitĂ€t da, ohne Frage."

Machen wie Musiala

Doch wie schon in den letzten Spielen unter Joachim Löw konnte sich eben diese enorme QualitĂ€t eben nicht in enormer QualitĂ€t in der Chancenverwertung manifestieren. Dass die zuletzt öffentlich arg geschundenen Sorgenkinder Timo Werner und Leroy SanĂ© durch ihre Tore eine Art Selbsttherapie betrieben, tĂ€uscht nicht darĂŒber hinweg, dass trotz Übermaß an Ballbesitz nur wenige Hundertprozentige entstanden.

"Wir haben uns auch erhofft, dass wir die Angriffe besser ausspielen", bestĂ€tigte Flick. "Wir haben nach 20 Minuten teilweise ein sehr schleppendes Tempo gehabt. Wir waren oftmals auch im Strafraum, wo zehn Liechtensteiner und ein hervorragend haltender Torwart da waren." Ein 18-JĂ€hriger wurde zum Lichtblick: "Wir mĂŒssen es so machen, wie Jamal Musiala beim ersten Tor mit einer hervorragenden Einzelleistung: selbstbewusst in ein Dribbling gehen."

Vielleicht ja schon in zweieinhalb Monaten – auch wenn dann die Freude bei den Liechtensteinern nicht mehr ganz so groß wĂ€re.

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