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Leroy Sané und die Gefahr der "Özil-Falle"

  • Noah Platschko
Aus Stuttgart berichtet Noah Platschko

05.09.2021Lesedauer: 4 Min.
Leroy Sané: Der Nationalspieler wurde beim Länderspiel gegen Liechtenstein zum "Spieler des Spiels" gewählt.
Leroy Sané: Der Nationalspieler wurde beim Länderspiel gegen Liechtenstein zum "Spieler des Spiels" gewählt. (Quelle: ActionPictures/imago-images-bilder)
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Über wenige Spieler wird so viel diskutiert wie über Leroy Sané. Der Nationalspieler zeigte zuletzt eines seiner besseren Spiele, wird aber nach wie vor skeptisch beäugt – und erinnert an einen langjährigen DFB-Star.

Dieses Jahr muss er liefern. Den Durchbruch schaffen. Endlich seiner hohen Ablösesumme gerecht werden. Wohl über keinen anderen Spieler wurde vor dem Saisonauftakt der Bundesliga so viel geredet wie über Leroy Sané. Der begnadete Außenspieler, vor etwas mehr als einem Jahr aus Manchester nach München gewechselt, ist ein beliebtes Diskussionsobjekt, wenn Zeitungen wie Onlineportale auf der Suche sind, ihre Seiten mit Inhalten zu füllen.


Viel Mittelmaß – doch ein DFB-Star bekommt die Note 5

Ein Schützenfest mit vielen Toren hatten Fans der DFB-Elf erwartet. Doch es folgte nur ein knapper 2:0-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Liechtenstein, bei dem der ein oder andere Spieler enttäuschte. Die t-online-Einzelkritik.
Bernd Leno: Stand erstmals seit dem 7. Oktober 2020 wieder zwischen den Pfosten. Hatte, erwartungsgemäß, nichts zu tun. Durfte in der 30. Spielminute auch mal den Ball berühren. Direkt nach der Pause aufmerksam beim Herauskommen (46.). Sonst ohne Möglichkeit, sich auszuzeichnen. Note 3
+15

Für 45 Millionen Euro, im Fußballbusiness dieser Tage ein Schnäppchenpreis, kam der heute 25-Jährige im Juli 2020 an die Isar. Seine Bilanz in seinem ersten Jahr bei den Münchnern liest sich dabei durchaus ordentlich: Zehn Tore und zwölf Vorlagen in 44 Spielen stehen für Sané da zu Buche, inklusive einer Kapselverletzung, die ihn zum Saisonstart für gut einen Monat außer Gefecht setzte.

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Doch eine "ordentliche" Bilanz ist beim FC Bayern nicht gut genug, sodass die Verantwortlichen vor Beginn der Spielzeit verbal den Druck auf den dribbelstarken Ausnahmekönner erhöhten.

"Leroy hatte nach seinem Kreuzbandriss ein Jahr Verletzungspause. In der ersten Saison bei uns hat er sich wieder herangetastet, sein großes Talent und einige gute Spiele gezeigt. Aber jetzt erwarten wir, dass er Leistungsträger wird und die Mannschaft auch trägt. Das Jahr der Stabilisierung ist vorüber", hatte beispielsweise Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic im Sommer dem Kicker gesagt.

Doch der Saisonstart 21/22 verlief sehr durchwachsen, am zweiten Spieltag sah sich Sané sogar den Pfiffen des heimischen Münchner Publikums ausgesetzt. Trainer Julian Nagelsmann nahm Sané nach der Partie in Schutz, maßregelte wie auch Salihamidzic die Fans, dass es sich "nicht gehöre", den eigenen Spieler auszupfeifen.

Und auch Bundestrainer Hansi Flick sah nach einem kurzen Telefonat mit Nagelsmann keinen Grund, bei der Kadernominierung für die WM-Qualifikationsspiele gegen Liechtenstein (2:0), Armenien (Sonntag, ab 20.45 Uhr im Liveticker bei t-online) und Island (8.9.) auf den Ausnahmekönner zu verzichten.

"Vieles erkennen, was Leroy auszeichnet"

Erst am Samstag, einen Tag vor dem Duell mit dem aktuellen Tabellenführer der Gruppe J, hielt Flick ein Plädoyer für den in der Kritik stehenden Sané (mehr dazu lesen Sie hier), der gegen Liechtenstein mit einer feinen Einzelaktion das 2:0 erzielte: "Man konnte gegen Liechtenstein vieles erkennen, was Leroy auszeichnet. Seine Dynamik ist für eine Mannschaft enorm wichtig. Wenn er so spielt, dann ist alles gesagt, und wir sind alle super happy. Er hat da gezeigt, dass er bereit ist."

Doch zur starken Leistung im zweiten Durchgang, in dem Sané als einer der wenigen Akteure auf dem Feld Dynamik ins Spiel der DFB-Elf brachte, gehörte auch eine schwächere erste Hälfte, in der der frühere Schalker mit Ungenauigkeiten im Passspiel und einem insgesamt unglücklichen Spiel auffiel. Oder wie es der Kollege Philipp Selldorf treffend in der "Süddeutschen Zeitung" schrieb: "Sané war in einer Person der schlechteste und der beste deutsche Spieler."

Steffen Freund, Co-Kommentator beim übertragenden Sender RTL, erklärte derweil Sané zum "Spieler des Spiels". "Ein Spieler hat die Möglichkeit, auf dem Platz ohne zu reden Zeichen zu setzen. Bisschen mehr Selbstvertrauen, dann ist er bald wieder der Alte", so Freund über jenen Spieler, der sich in den vergangenen Monaten insbesondere einem Vorwurf ausgesetzt sah: dem der mangelnden Körpersprache.

Sanés Außendarstellung

Experten, frühere Mitspieler und Fans attestierten dem Flügelspieler mit Blick auf seine wenig überzeugenden Leistungen das Attribut, im Zweifel einmal mehr als erlaubt den Kopf hängen zu lassen – und suchten den Grund dafür auch in Sanés Außendarstellung.

Mangelnde Körpersprache? Da war doch was. Über Jahre hinweg wurden jene Worte im Zusammenhang mit Spielgestalter Mesut Özil benutzt. Dessen "Schlurfen" über den Platz sowie das Hängen des Kopfes war vielen Beobachtern ein Dorn im Auge – und das, obwohl Özil, statistisch gesehen, zu den besten DFB-Spielern des vergangenen Jahrzehnts gehörte.

Mesut Özil: Der Ex-Nationalspieler musste oft – zu Unrecht – als Sündenbock herhalten.
Mesut Özil: Der Ex-Nationalspieler musste oft – zu Unrecht – als Sündenbock herhalten. (Quelle: Sven Simon/imago-images-bilder)

Auftritte wie zuletzt gegen Liechtenstein geben zumindest Hoffnung, dass Sané vorerst keine Gefahr läuft, in die "Özil-Falle" zu tappen. Der Münchner ging verlorenen Bällen nach, suchte vermehrt selbst den Abschluss – und stach damit stärker heraus als seine Sturmpartner Kai Havertz oder Timo Werner.

"Es heißt immer, Leroy und ich hätten in München Probleme gehabt: Das ist Unsinn", stellte Ex-Bayern-Trainer Flick am Samstag in der Abschlusspressekonferenz klar. "Gegen Liechtenstein hat er gezeigt, dass er absolut bereit ist", lobte Flick. Er habe sogar eine Szene, in der Sané einen verloren gegangenen Ball selbst zurückeroberte, im Teamkreis gezeigt. "Der Wille ist da, nachzusetzen, sich reinzuhauen. Da kann man einiges erkennen. Später hat er dann sein Tor geschossen", so der Bundestrainer.

Schon gegen Armenien wird Sané wohl erneut die Möglichkeit bekommen, sein Können unter Beweis zu stellen. Der Bundestrainer plant kaum Veränderungen, der Großteil der Anfangself aus dem Liechtenstein-Spiel soll auch in Stuttgart beginnen (Mehr zur Personalsituation erfahren Sie hier). Gelingt ihm auch dort ein Treffer, dürften die Kritiker des Dribbelkünstlers vorerst verstummen.

Doch die Erwartungshaltung im Land wie im Verein wird bleiben. Oder wie es Oliver Kahn zuletzt im "Kicker" sagte: "Als Klub ist es unsere Aufgabe zu schauen, was wir jetzt tun können, damit Leroy seine Leistung beim FC Bayern bringen will. Es gehören immer zwei dazu – er muss das wollen." Und das ist dann vielleicht auch das Gute am Fußball. Jede Partie ist wie eine neue Chance, sich zu beweisen. Auch für Sané.

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  • Rahel Zahlmann
  • Nicolas Lindken
Von Rahel Zahlmann, Nicolas Lindken
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