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Darum will Großkreutz so schnell wie möglich weg

Von dpa, sid, t-online
Aktualisiert am 03.12.2015Lesedauer: 2 Min.
Kevin Großkreutz im Training von Galatasaray Istanbul.
Kevin Großkreutz im Training von Galatasaray Istanbul. (Quelle: Screenshot: Instagram, @fischkreutz)
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Weltmeister Kevin Großkreutz will den türkischen Rekordmeister Galatasaray Istanbul wegen Heimwehs, Einsamkeit und Pendelstress nach nur einem halben Jahr wieder verlassen. Und das, ohne je ein Pflichtspiel für Gala absolviert zu haben.

In einem Interview nannte der ehemalige Dortmunder nun Gründe, warum er der Türkei plötzlich den Rücken kehren will.

"Ich habe das alles unterschätzt. Ich habe im Rückblick viele Dinge zu schätzen gelernt, die für mich vorher selbstverständlich waren", sagte der 27-Jährige zur "Bild".

Die Familie bedeutet Großkreutz sehr viel

Vor allem die Entfernung zu seiner Familie spielt für den ehemaligen Profi von Borussia Dortmund eine große Rolle. In Dortmunder Stadtteil Brechten wohnte Großkreutz direkt neben seinen Eltern und seinem elfjährigen Bruder. Der Zusammenhalt war groß - und genau das scheint ihm in Istanbul zu fehlen.

Coach Denizli: "Er will weg"

Gala-Trainer Mustafa Denizli erklärte nach Angaben türkischer Medien, Großkreutz habe ihn darum gebeten, den Verein verlassen und nach Deutschland zurückkehren zu dürfen.

"Als ich heute morgen ankam, saß er vor dem Trainingszentrum. Ich habe ihn gefragt, ob es ein Problem gebe und er antwortete, er könne hier nicht weitermachen", berichtete Denizli. "Er hat nicht mit uns trainiert und hat das Gespräch mit den Klub-Chefs gesucht", so Denizli weiter.

Der Coach erklärte, er wolle dem Spieler "helfen, denn es ist wichtig, dass sie mit Freude Fußball spielen". Der Verein werde nun über das weitere Vorgehen beratschlagen. "Für mich ist er nun ein Gastfußballer", wurde Denizli in türkischen Medien zitiert.

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Spielgenehmigung erst im Januar

Der Spieler war im vergangenen Sommer kurz vor Ende der Transferperiode von Borussia Dortmund zum Renommierklub vom Bosporus gewechselt, wo auch Stürmer Lukas Podolski spielt.

Weil der türkische Klub aber Dokumente erst kurz nach Transferschluss und ohne Unterschrift abschickte, erhielt Großkreutz keine Spielgenehmigung. Er wäre erst zu Beginn des neuen Jahres für Galatasaray spielberechtigt. Bisher konnte der Offensiv-Profi nur trainieren und absolvierte lediglich ein paar Freundschaftsspiele. Sollte der sechsmalige Nationalspieler einen neuen Verein finden, könnte er frühestens im Transferfenster im Januar wechseln.

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