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FC Liverpool: Wie Klopp aus Salah einen Superstar machte

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Liverpools neuer Hoffnungsträger  

Wie Klopp aus Salah einen Superstar machte

13.01.2018, 11:59 Uhr | von Valeria Meta, t-online.de

FC Liverpool: Wie Klopp aus Salah einen Superstar machte. Ein starkes Duo: Unter Jürgen Klopp (l.) wurde Mohamed Salah zu einem der Stars der Premier League. (Quelle: imago/ActionPlus)

Ein starkes Duo: Unter Jürgen Klopp (l.) wurde Mohamed Salah zu einem der Stars der Premier League. (Quelle: ActionPlus/imago)

Der FC Liverpool ist in der Offensive so gut besetzt wie kaum ein anderes Team in Europa. Doch im Star-Ensemble der "Reds" sticht besonders ein Name hervor: Mohamed Salah.

Was plant Jürgen Klopp mit ihm? Die englischen Medien waren skeptisch, als Mohamed Salah vom FC Liverpool verpflichtet wurde. Sechs Monate später ist die Antwort klar: Alles. Bisher hat ihn Klopp auf fünf verschiedenen Positionen eingesetzt und er hat immer gute Leistungen gebracht: 17 Tore und fünf Vorlagen in 19 Premier-League-Spielen, sechs Tore und ein Assist in den sechs Spielen der CL-Gruppenphase. Kein Liverpool-Spieler hat seit der Saison 2013/14 bessere Statistiken vorweisen können.

Kaum zu stoppen

"Er übertrifft alle unsere Erwartungen", gestand Klopp dem "Guardian" nach dem Sieg gegen Leicester City vor zwei Wochen. In der Historie vom FC Liverpool hatte kein Spieler vor dem Jahreswechsel mehr Tore auf dem Konto als Salah. Dank des Doppelpacks gegen Leicester hat er den Rekord von Klub-Legende Roger Hunt (23) eingestellt. Für das Topspiel gegen Manchester City am Sonntag ist der Ägypter nach einer leichten Verletzung wieder fit geworden und ist damit auch direkt der Hoffnungsträger der "Reds". "Ich bin zu 100 Prozent überrascht", sagte Klopp. "Salah hilft uns sehr: Er macht unser Spiel trotz der verschiedenen Systeme immer unberechenbar."

Erstaunlich ist an Salah vor allem, wie schnell er sich der englischen Liga angepasst hat. Aus technischer Sicht besitzt er keine der klassischen britischen Eigenschaften: Er ist weder groß noch physisch stark, er geht nicht gern in Zweikämpfe und hilft der Mannschaft kaum in der Defensive. Schon sein Trainer bei der AS Roma, Luciano Spalletti, erfuhr: Wenn Salah "on fire" war, konnte ihn kein Gegner beim Sprinten erreichen, aber wenn die Mannschaft in Schwierigkeiten geriet, nahm man ihn auf dem Platz kaum wahr.

Mohamed Salah (l.) und Edin Dzeko harmonierten bei der Roma. (Quelle: imago/Insidefoto)Mohamed Salah (l.) und Edin Dzeko harmonierten bei der Roma. (Quelle: Insidefoto/imago)

Besser als erhofft

Salahs sportlichen Wandel seit seinem Wechsel nach Liverpool hat auch Klopp zur Kenntnis genommen: "Ich möchte euch das ganze Scouting-Material von seinen vorherigen Spielen zeigen", sagte der Trainer. "Etwas wie das zweite Tor gegen Leicester findet man darin nicht." Und zwar: Statt den Gegner einfach zu überspielen, stoppte Salah den Ball mit dem Rücken zum Tor, gewann den Zweikampf, befreite sich zum Schuss und hämmerte den Ball schlussendlich von der Strafraumgrenze ins Tor. Gewalt statt Geschwindigkeit – ganz neu bei ihm.

Eine große Qualität ist auch die Fähigkeit, sich in ungewöhnliche Rollen hineinzufinden. Sowohl beim AC Florenz als auch in Rom hatte sich Linksfuß Salah als klassischer rechter Flügelspieler durchgesetzt. Seinen damaligen Trainern, Paulo Sousa und dann Spalletti, gefiel es nicht, wenn er in die Mitte rückte. Jürgen Klopp hingegen hat ihn nicht nur auf der Außenbahn eingesetzt, sondern auch als zweite Spitze, als falsche Neun und sogar als Achter. Einzigartig: Salah hat auf jeder Position mindestens ein Tor erzielt. Die besten Leistungen brachte er jedoch als Mittelstürmer: Drei Tore in drei Spielen.

Ein langer Weg

Im Dezember wurde Salah als Afrikas Fußballer des Jahres ausgezeichnet. Im kommenden Sommer wird er Ägypten bei der Weltmeisterschaft in Russland anführen. In seinem Heimatland ist er schon ein Held, nachdem sein Doppelpack gegen Kongo die Mannschaft von Héctor Cúper zur WM brachte. Der Weg nach oben war aber lang und schwer.

Sadio Mané (l.) und Pierre-Emerick Aubameyang (r.) hatten bei der Wahl zu Afrikas Fußballer des Jahres keine Chance. (Quelle: imago)Sadio Mané (l.) und Pierre-Emerick Aubameyang (r.) hatten bei der Wahl zu Afrikas Fußballer des Jahres keine Chance. (Quelle: imago)

"Mit 14 Jahren spielte ich bei Arab Contractors SC, in Kairo, weit weg von meinem Dorf Basyoun", erzählte er dem TV-Kanal von Liverpool. "Damals blieb ich in der Schule nur von 7 zu 9 Uhr, dann fuhr ich mit vier oder auch fünf verschiedenen Bussen zum Training. Ich kam gegen 14 Uhr an, trainierte und fuhr dann wieder zurück nach Hause. Wenn ich endlich gegen 22 Uhr ankam, wollte ich nur noch ins Bett." Rund vier Jahre war das der Alltag von Salah, dann wurde der 20-Jährige von den Scouts vom FC Basel bemerkt, die ihn 2012 für 2,5 Millionen Euro in die Schweiz brachten.

Klopps neuer Coutinho

In Basel blieb er bis Januar 2014, bevor er für 15 Mio. zu Chelsea wechselte. In London kam er aber unter Trainer José Mourinho kaum zum Einsatz und wurde im Januar 2015 nach Florenz ausgeliehen. Bei der "Viola" tat er sich mit seiner unglaublichen Geschwindigkeit hervor – und wechselte am Ende der Saison zur AS Rom.

Bei der Roma erzielte er 34 Tore in zwei Jahren und bildete zusammen mit Edin Džeko und Stephan El Shaarawy eine der besten Dreierreihen der Serie A. Das 42 Mio.-Angebot aus Liverpool konnte der Klub im Sommer jedoch nicht ablehnen. Salah verließ Rom – die Fans bedauern sein Fehlen bis heute. Für den Ägypter war es jedoch der richtige Schritt. Unter Jürgen Klopp hat er sich entscheidend weiterentwickelt und vielleicht ausgerechnet deswegen konnte der Trainer den Abschied von Coutinho verkraften. Mit Salah ist für ihn alles möglich.

Quellen und weiterführende Informationen:
- Bericht im "Guardian"
- Spielerprofil von Mohamed Salah bei "transfermarkt.de"

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