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Zehn in Folge: Bayern feiern ihren Europarekord-Titel

Von dpa
Aktualisiert am 24.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Freut sich ├╝ber die zehnte Meisterschaft seines Vereins in Folge: Bayern-Spieler Joshua Kimmich.
Freut sich ├╝ber die zehnte Meisterschaft seines Vereins in Folge: Bayern-Spieler Joshua Kimmich. (Quelle: Sven Hoppe/dpa./dpa)
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M├╝nchen (dpa) - Julian Nagelsmann genoss erst die kalte Bierdusche auf dem Stadionrasen und freute sich dann als j├╝ngster Meistertrainer des FC Bayern auf eine lange Partynacht mit seinen Spielern.

Der vorzeitige Titelgewinn mit dem 3:1 im Topspiel der Fu├čball-Bundesliga gegen den Dauerrivalen Borussia Dortmund in der vollbesetzten Allianz Arena war f├╝r die M├╝nchner am Samstagabend ein w├╝rdiger Rahmen f├╝r den nun schon zehnten Titelgewinn nacheinander.

"Es ist f├╝r mich der erste gro├če Titel und ein bedeutender Moment", sagte der 34 Jahre alte Nagelsmann bewegt und nachdenklich zugleich. Er erw├Ąhnte im Moment des Titelgl├╝cks aber auch, dass in seinem Premierenjahr als Bayern-Coach manches nicht wunschgem├Ą├č verlaufen sei. "Einige Nackenschl├Ąge waren nicht ganz so leicht zu verkraften." In Champions League und DFB-Pokal wurden die hohen Ziele verfehlt. "Wir haben Entscheidungen zu treffen, die uns international wieder in ein besseres Fahrwasser bringen", k├╝ndigte Nagelsmann darum an.

Personelle und strategische Weichen stellen

Die F├╝hrung um Vorstandschef Oliver Kahn, Sportvorstand Hasan Salihamidzic und den bekennenden "Ehrgeizling" Nagelsmann wird in den kommenden Wochen und Monaten wichtige personelle und strategische Weichen stellen m├╝ssen. Kurz nach dem Frust-Aus in der K├Ânigsklasse gegen den FC Villarreal ├╝berwog aber zumindest kurzfristig die Freude ├╝ber einen Europarekord: Zehn Meistertitel in Serie bejubelte zuvor noch kein Verein in einer der f├╝nf Top-Ligen Europas, also in England, Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland.

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"Das ist schon eine au├čergew├Âhnliche Zahl", schw├Ąrmte Kapit├Ąn Manuel Neuer. "Das ist Geschichte nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Wir haben eine gro├čartige Geschichte geschrieben", sagte Torj├Ąger Robert Lewandowski, der zusammen mit Serge Gnabry und Jamal Musiala die Tore zur insgesamt 32. Bayern-Meisterschaft erzielte. "Ich bin stolz auf die Truppe", sagte Sportvorstand Salihamidzic.

Die unterlegenen Dortmunder gratulierten dem Dauerrivalen fair zum n├Ąchsten Titelgewinn nach einem Topspiel, in dem sie erst nach der Pause auf Augenh├Âhe agierten. Trainer Marco Rose bekannte allerdings auch, dass es "f├╝r uns nat├╝rlich angenehmere Dinge gibt, als hierhin zu kommen und mit einer Niederlage Bayern zum Meister zu machen".

Der Foulelfmeter von Emre Can zum 1:2 leitete nach der Pause keine Wende mehr ein vor 75.000 Zuschauern, weil die Borussia einige Chancen auslie├č und einen zweiten Elfmeter trotz ├ťberpr├╝fung durch den Video-Assistenten nicht zugesprochen bekam. "Bayern war die konsequentere Mannschaft", res├╝mierte Dortmunds Kapit├Ąn Marco Reus.

Kritik von Ex-Kapit├Ąn Lahm

Die M├╝nchner Dominanz sieht aber selbst der fr├╝here Bayern-Kapit├Ąn Philipp Lahm kritisch. Zehn Meisterjahre seien "nat├╝rlich nicht gut" f├╝r den Wettbewerb, sagte der 38-j├Ąhrige Lahm im ZDF: "Es kann passieren, dass die Bayern nacheinander Meister werden. Aber es muss enger sein, dass die Bundesliga wirklich bis zum Ende spannend ist und nicht immer schon vier Spieltage vor Schluss entschieden ist."

Immerhin k├╝ndigte Rose am Samstagabend noch vor dem R├╝ckflug aus M├╝nchen nach Dortmund einen neuen BVB-Angriff in der Spielzeit 2022/23 an. "Wir werden uns sch├╝tteln, wieder neu aufstellen. Wir alle sollten versuchen, die Meisterschaft wieder spannender zu gestalten und dem deutschen Rekordmeister ein Bein zu stellen. Da wird Borussia Dortmund einer der ersten sein, die das versuchen."

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