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"Zum Kotzen" – der Tournee-Fluch holt Geiger wieder ein

  • T-Online
Von Alexander Kohne, Garmisch-Partenkirchen

Aktualisiert am 01.01.2022Lesedauer: 4 Min.
Ein sichtlich enttäuschter Karl Geiger: Der deutsche Skispringer konnte in Garmisch-Partenkirchen seine Erwartungen nicht erfüllen.
Ein sichtlich enttäuschter Karl Geiger: Der deutsche Skispringer konnte in Garmisch-Partenkirchen seine Erwartungen nicht erfüllen. (Quelle: Kai Pfaffenbach/Reuters-bilder)
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Trotz großer Erwartungen schreibt Karl Geiger den Sieg bei der Vierschanzentournee bereits nach zwei von vier Springen ab. In Garmisch scheiterte er an widrigen Bedingungen – und einem Überflieger aus Japan. Danach war der sonst so besonnene Geiger sauer. Sehr sauer.

Schon kurz nachdem er beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen seinen zweiten und entscheidenden Sprung in den Schnee setzte, winkte Karl Geiger demonstrativ mit beiden Händen ab.


Das sind die letzten Sieger der Vierschanzentournee

Sven Hannawald bejubelt seinen Tourneesieg in der Saison 2001/2002. In diesem Jahr hat Karl Geiger als Weltcup-Führender die Chance, der erste Deutsche seit Hannawald zu sein, der die Tournee gewinnt. Hier sehen Sie die letzten 20 Sieger des legendären Winterevents.
2002: Bis heute ist Sven Hannawald der letzte Deutsche, der die Tournee gewonnen hat. Und das auf bärenstarke Art und Weise: Der gebürtige Erzgebirgler war der erste Springer, der allen vier Schanzen trotzte und bei jeder der Stationen ganz oben auf dem Treppchen stand.
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Als etwa 50 Sekunden später die Weite von 127,5 Metern sowie sein Gesamtpunktestand von 265 aufleuchteten, schüttelte die bis dahin größte deutsche Hoffnung bei der Vierschanzentournee entnervt den Kopf und winkte erneut ab. Denn: Mit diesem Sprung haben sich Geigers Chancen auf den Gewinn der Gesamtwertung wohl erledigt. Sein Traum, als erster Deutscher seit Sven Hannawald vor 20 Jahren das prestigeträchtigste Skisprungevent der Welt zu gewinnen, ist bereits nach zwei von vier Springen mehr oder weniger geplatzt.

"Wenn alles normal läuft, ist es für mich nicht mehr schaffbar", sagte ein sichtlich enttäuschter Geiger im Nachgang in einer Presserunde, bei der auch t-online dabei war. Dabei hielt der Allgäuer mit seinen Emotionen nicht hinter dem Berg: "So ganz genau weiß ich auch nicht, was passiert ist. Ich bin einfach angefressen", gab der 28-Jährige, der in Garmisch-Partenkirchen am Ende Siebter wurde, zu Protokoll.

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Bereits kurz nach seinem zweiten Sprung auf der großen Olympiaschanze winkte Karl Geiger sichtlich entnervt mit beiden Händen ab.
Bereits kurz nach seinem zweiten Sprung auf der großen Olympiaschanze winkte Karl Geiger sichtlich entnervt mit beiden Händen ab. (Quelle: ActionPictures/imago-images-bilder)

In der Gesamtwertung ist er damit auf den sechsten Platz zurückgefallen mit satten 32,3 Punkten Rückstand auf den Führenden Ryoyu Kobayashi. Vom vor der Tournee erwarteten Duell zwischen Geiger und Kobayashi ist keine Rede mehr. Denn der Japaner ist mit zwei Siegen längst enteilt.

Innauers Mitleid für Geiger

Bereits im ersten Versuch sprang Kobayashi 13 Meter weiter als Geigers 130 Meter und rückte die Verhältnisse damit jäh zurecht. Wie bei seinem zweiten Versuch hatte der Deutsche dabei allerdings mit widrigen Windbedingungen zu kämpfen, sodass ZDF-Experte Toni Innauer konstatierte: "Das hat mir jetzt richtig leidgetan. Das war ein nicht wirklich schlechter Sprung, aber die Verhältnisse waren wirklich schlecht."

Geiger selbst wollte das aber nicht gelten lassen. "Es waren mit Sicherheit nicht nur die Bedingungen. Die Sprünge waren nicht so schlecht, aber für die Bedingungen, die ich hatte, hätten sie besser sein müssen. Es sind mehrere Sachen zusammengekommen", führte der gebürtige Oberstdorfer aus und fügte überdeutlich hinzu: "Dass das gerade jetzt wieder bei der Tournee passiert, ist halt echt zum Kotzen."

Nach seinem enttäuschenden 16. Platz im Vorjahr in Innsbruck schlug Karl Geiger die Hände über dem Kopf zusammen. Dieser kostete dem am Ende zweitplatzieren Deutschen den Tourneesieg.
Nach seinem enttäuschenden 16. Platz im Vorjahr in Innsbruck schlug Karl Geiger die Hände über dem Kopf zusammen. Dieser kostete dem am Ende zweitplatzieren Deutschen den Tourneesieg. (Quelle: Credit Oryk/imago-images-bilder)

Geiger und die "Kotzen"-Formulierung

Eine fast ähnliche Formulierung hatte Geiger vor knapp einem Jahr gebraucht. Nachdem er beim dritten Tourneespringen in Innsbruck bei ebenfalls schwierigen Bedingungen völlig überraschend nur 16. geworden war, schimpfte er: "Dass es dieses Jahr wieder so ist, da kriegt man einfach nur das Kotzen. Tut mir leid, die Wortwahl."

Und in ähnlich deftiger Sprache ging es auch am Neujahrstag 2022 weiter. "Ich bin ehrlich gesagt stinksauer", sagte Geiger und fügte unmissverständlich hinzu: "Grundstimmung: sauer." Die ganze Situation nerve ihn gerade sehr, weil "das Ding schon wieder weg ist." Damit meinte der Deutsche natürlich den Tourneesieg.

Diesen hatte er auch im Januar 2020 fest im Blick, als ihm wiederum der gefürchteten Innsbrucker Bergisel einen Strich durch die Rechnung machte. Nach jeweils zweiten Plätzen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen landete er nach einem völlig verkorksten ersten Versuch am Ende nur auf Platz acht und vergab damit alle Chancen auf Platz eins im Gesamtklassement. Auch hier spielten tückische Windverhältnisse eine entscheidende Rolle. 2018/19 lief die Tournee für Geiger ebenfalls alles andere als glatt, als der damalige Shootingstar als Weltcup-Vierter anreiste und es am Ende nur zu Rang elf in der Gesamtwertung reichte.

Auch in diesem Jahr wird Karl Geiger (r.) wohl an der Siegertrophäe der Vierschanzentournee, einem goldenen Adler, vorbeisegeln.
Auch in diesem Jahr wird Karl Geiger (r.) wohl an der Siegertrophäe der Vierschanzentournee, einem goldenen Adler, vorbeisegeln. (Quelle: ActionPictures/imago-images-bilder)

Die Topform ist dahin

Nun holt Geiger sein Tournee-Fluch also erneut ein – und zwar wiederum im Zusammenhang mit schwierigen Winden. Dabei sei eigentlich alles gut vorbereitet gewesen. Zudem sei er in der einer Form zu Tournee gekommen, in der er noch nie gewesen sei. Stellvertretend dafür waren fünf Podestplätze in den neun Springen vor der Tournee – und die Führung im Gesamtweltcup. Doch die ist nach Platz fünf in Oberstdorf und dem sieben Platz in Garmisch-Partenkirchen futsch – denn auch dort ist der derzeitige Überspringer Kobayashi davongezogen.

Den Sieg sicherte sich der Japaner allerdings nur hauchdünn. Am Ende landete er mit 291,2 genau zwei Hundertstelpunkte vor Geigers Zimmerkollege Markus Eisenbichler. Und zumindest das stimmte den Oberstdorfer etwas versöhnlich.

Bild mit Symbolcharakter: Während Markus Eisenbichler (r.) ausgelassen über seinen zweiten Platz in Garmisch-Partenkirchen jubelt, klopft ihm der sichtlich enttäuschte Karl Geiger auf die Schulter.
Bild mit Symbolcharakter: Während Markus Eisenbichler (r.) ausgelassen über seinen zweiten Platz in Garmisch-Partenkirchen jubelt, klopft ihm der sichtlich enttäuschte Karl Geiger auf die Schulter. (Quelle: REUTERS/Kai Pfaffenbach/Reuters-bilder)

Geiger hofft, dass sein Kumpel Kobayashi "noch ein bisschen ärgert"

"Er hat echt einen geilen Wettkampf gemacht und es ist saucool, dass er da vorne mitmischt und gesamtwertungstechnisch ist er auch gar nicht weit weg", sagte Geiger im Hinblick auf Kumpel Eisenbichler, der als Vierter der Gesamtwertung nun 21,1 Punkte Rückstand auf den Japaner hat. Auch wenn das schon eine ganze Menge ist, hofft Geiger, dass Eisenbichler "den Kobayashi noch ein bisschen ärgert und wir uns das Dingen doch noch holen können."

So weit wollte Eisenbichler selbst allerdings nicht gehen. "Auf die Gesamtwertung setze ich überhaupt keinen Blick", gab er freimütig zu. "Das ist mir wirklich extrem wurscht. Wichtig ist, dass ich gut weiterarbeite." Mit seinem Zimmerkollegen Geiger habe er noch nicht richtig reden können.

Aber auch Eisenbichler blieben die schwierigen Bedingungen während dessen Sprüngen nicht verborgen: "Es ist einfach nicht gut gelaufen für ihn. Da kann man nicht viel machen. Ich werde mit ihm reden. Der kommt schon wieder auf den Dampfer." Diesbezüglich scheint auf Eisenbichler eine Menge Arbeit zuzukommen.

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