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"The Voice of Germany": Neue Jury, grottige Quoten – das Ende einer Ära?


"The Voice" stellt sich komplett neu auf – und scheitert

Von t-online, sow

Aktualisiert am 22.09.2023Lesedauer: 2 Min.
"The Voice of Germany": Giovanni Zarrella; Ronan Keating; Shirin David; Bill Kaulitz; Tom Kaulitz
Greifen zum Start selbst zum Mikro: Hier sehen Sie die Auftritte der "The Voice"-Coaches. (Quelle: Glomex)
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Ein nächstes untrügliches Zeichen für das Ende der Castingshow-Ära? Auch "The Voice of Germany" kommt nicht mehr in Tritt. Die Zahlen sind alarmierend.

Jahrelang dominierten im deutschen Fernsehen Castingshows das Primetime-Programm. "Deutschland sucht den Superstar" und "Popstars" begründeten den Trend, später zog mit "The Voice" ein Format nach, das schnell Furore machte. Doch auch dieser Eindruck entstammt einer längst vergangenen Zeit. Erst rauschte RTL mit DSDS in den Quotenkeller, jetzt ergeht es auch ProSieben und Sat.1 ähnlich mit ihrem Casting-Flaggschiff.

Jedenfalls zeigen sich mehr und mehr die Abnutzungserscheinungen, wie die Zahlen der Zuschauerresonanz belegen. Schon seit Jahren befinden sich die Quoten im Sinkflug. Da half offenbar auch keine Frischzellenkur. Denn "The Voice of Germany" ging dieses Jahr mit neuer Jury an den Start: Sendungs-Urgestein Mark Forster, Musikstar Peter Maffay, Silbermond-Frontfrau Stefanie Kloß und Popstar Rea Garvey mussten ihre Plätze auf den roten Drehstühlen räumen.

Ein alarmierender Abwärtstrend für ProSieben

Dafür drückten nun Rapperin Shirin David, die Tokio-Hotel-Zwillinge Bill und Tom Kaulitz, Boyzone-Star Ronan Keating und Schlagersänger Giovanni Zarrella die Buzzer. Erste Reaktionen in den sozialen Medien zeigten bereits, dass diese Konstellation nicht nur Begeisterung auslöste – im Gegenteil.

Jetzt zeigt auch die erste Quotenbilanz, dass sich die Neugierde bezüglich der Jury-Premiere in Grenzen hielt: Zum Auftakt sahen noch mal deutlich weniger zu als im vergangenen Jahr. Im Schnitt schalteten 1,59 Millionen Zuschauer ein, das waren fast 600.000 weniger als im vergangenen Jahr. Wie das Branchenmagazin "Dwdl" analysiert, sei das im Vergleich zu den Jahren 2018 bis 2020 sogar "in etwa eine Halbierung der Reichweite".

Nicht nur die absoluten Zahlen sind besorgniserregend, auch der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen mit diesmal 12,6 Prozent fällt niedriger aus. 2019 lag dieser Wert beim Staffelauftakt noch bei 22 Prozent. Von dort aus setzte sich der Abwärtstrend fort: 2020 waren es 18,8 Prozent, 2021 16,1 Prozent, 2022 dann 14 Prozent, jetzt also wieder fast zwei Prozentpunkte weniger. ProSieben musste diesmal in die Röhre schauen: Den Primetime-Sieg beim jungen Publikum schnappte sich RTL mit der Europa-League-Übertragung des SC Freiburg.

Verwendete Quellen
  • dwdl.de: "'The Voice' startet schwächer, 'Voice Rap' hält zu wenige"
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