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"Tatort: Alle meine Jungs" war ein spannender Krimi-Mix

Bremer "Tatort: Alle meine Jungs"  

Spannender Krimi-Mix aus dem "Müllieu"

19.05.2014, 14:17 Uhr | Lars Schmidt

"Tatort: Alle meine Jungs" war ein spannender Krimi-Mix. "Tatort: Alle meine Jungs": Regisseur Florian Baxmeyer inszenierte die Müllmänner in dieser Szene als coole Gang zu HipHop-Rhythmen. (Quelle: Radio Bremen/Jörg Landsberg)

"Tatort: Alle meine Jungs": Regisseur Florian Baxmeyer inszenierte die Müllmänner in dieser Szene als coole Gang zu HipHop-Rhythmen. (Quelle: Radio Bremen/Jörg Landsberg)

Ein toter Müllmann, ein zwielichtiger Bewährungshelfer und eine krude Parallelwelt - der Bremer "Tatort: Alle meine Jungs" erzählt eine spannende Geschichte aus dem Gangstermilieu, in der sich alle Facetten der Kriminalität wiederfinden. Es geht um Mord, Erpressung, Korruption, Körperverletzung und vieles mehr. All das personifiziert durch eine Horde Ex-Knackis, die eigentlich in ihrem Job als Müllmänner resozialisiert werden sollen.

Es klingt wie eine Utopie: Als Müllmänner arbeitende Ex-Häftlinge wohnen in einer eigenen Straße, mit eigener Kita und anderen sozialen Vorzügen. Doch das "Bremer Modell", wie es genannt wird, muss finanziert werden. Und das geht nicht ohne dubiose Machenschaften. Die Fäden in den Händen hält Bewährungshelfer Uwe Frank (großartig gespielt von Roeland Wiesnekker) - von allen nur "Papa" genannt. Er ist der Pate, der über Wohl oder Elend entscheidet. Doch als der junge Müllmann Sascha (Jacob Matschenz) nach dem Tod seines Kollegen die Nerven verliert und auspacken will, droht "Papas" ganzes System aufzufliegen.

Kein leichter Job für die Kommissare Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen), die sich bei ihren Ermittlungen in einer für sie verwirrenden Welt wiederfinden. Denn beim Müllmann-Clan geht es wie bei der Mafia zu. Mit der Polizei wird nicht gesprochen. "Angelegenheiten" werden innerhalb der "Familie" geregelt.

Auffällige Filmmusik

Der Film überrascht und verwirrt anfangs vielleicht durch seine teils überzeichneten Bilder und Einstellungen. Die Ex-Häftlinge sind schwer tätowiert, die Frauen sind gestylt wie billige Barbiepuppen und ein Baby heißt Rihanna. Doch bald wird klar, dass das zum Konzept des stilistischen Krimi-Mixes zählt, mit dem der "Tatort" den Zuschauer durchaus zu fesseln weiß. Grelle Farben und düstere Szenen wechseln sich ab. Dazu fällt sofort der dominante Soundtrack auf. Und es wird klar, dass den allesamt bekannten Songs wie "Sympathy For The Devil" (Rolling Stones), "Jetzt schlägts 13" (Rio Reiser) oder "Der Kommissar" (Falco) bei ihrem Einsatz eine kommentierende Funktion zukommt.

Das ist ungewöhnlich, bringt aber frischen Wind in die oftmals drögen Bremer "Tatorte". Zudem gelingt es Regisseur Florian Baxmeyer immer wieder bedrohliche Spannungsmomente aufzubauen. Sein Mix aus Mafia-Thriller, Psychodrama und Straßengang-Krimi weiß auch dank hervorragender Schauspieler zu gefallen.

Nervig ist lediglich - wie bei fast jedem "Tatort" aus Bremen - der Mutter-Tochter-Konflikt zwischen Lürsen und ihrem Sprössling. Außerdem leidet der Krimi gegen Ende, wie so viele andere "Tatorte", unter allzu hektischen Handlungssprüngen. Umso überraschender ist dafür der Schluss. Es geht also was in Bremen.

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