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Grimme-Preis: "Prince Charming" – erstmals gewinnt ein Datingformat

Rechtsextremismus großes Thema  

Erstmals gewinnt ein Datingformat den Grimme-Preis

03.03.2020, 20:31 Uhr | dpa, joh, spot on news

Grimme-Preis: "Prince Charming" – erstmals gewinnt ein Datingformat. Nicolas Puschmann: er suchte als Prince Charming" bei TV Now die große Liebe. (Quelle: dpa/Geisler-Fotopress)

Nicolas Puschmann: er suchte als Prince Charming" bei TV Now die große Liebe. (Quelle: Geisler-Fotopress/dpa)

Der Grimme-Preis steht immer noch für eine der höchsten Auszeichnungen, wenn es um qualitativ hochwertiges Fernsehen geht. Nun gibt die Jury die Preisträger in diesem Jahr bekannt – inklusive einiger Überraschungen. 

Auf der offiziellen Webseite des Grimme-Preises wurden die TV-Produktionen verkündet, die in diesem Jahr ausgezeichnet werden. Im Wettbewerb "Fiktion" werden die Sky-Serie "Der Pass" mit Nicholas Ofczarek und Julia Jentsch, der NDR/arte-Film "Hanne" mit Iris Berben sowie die Netflix-Serie "Skylines" mit Edin Hasanovic geehrt. Auch die deutsch-französische Serien-Koproduktion "Eden" und der Episodenfilm "The Love Europe Project" wurden bedacht. Bereits 2018 hatte Netflix einen Grimme-Preis für die Serie "Dark" erhalten.

Insgesamt 16 Produktionen werden mit Grimme-Preisen ausgezeichnet. Zum ersten Mal ist eine Dating-Show ausgewählt worden: "Prince Charming" ist eine Sendung bei TV Now, bei der ein homosexueller Junggeselle die große Liebe sucht. Einen Preis in der Sparte "Unterhaltung" erhält außerdem die ProSieben-Produktion "Joko & Klaas Live – 15 Minuten", in der Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf 15 Minuten Sendezeit des Senders frei in Anspruch nehmen durften, sowie die Talkshow von Kurt Krömer "Chez Krömer" (rbb).

WDR-Journalist erhält Preis

Im Bereich "Information und Kultur" wird Georg Restle (Monitor, WDR) für seine besondere journalistische Leistung im Bereich der Berichterstattung über Rechtsextremismus ausgezeichnet. Zudem erhalten die Filme "Die Unerhörten – Über den Landtagswahlkampf in der Prignitz" (rbb), "SeaWatch3" (NDR), "Wie 'Holocaust' ins Fernsehen kam" (WDR/NDR/SWR) und "Dark Eden" (ZDF/3sat) einen Preis. Letzterer erhält den Grimme-Preis Spezial für das Konzept einer europäischen Erzählung.

Die Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbands (DVV) geht in diesem Jahr an den Regisseur und Autor Heinrich Breloer ("Brecht", "Todesspiel"). Die Preise sollen am 27. März im Marler Theater verliehen werden. In der Kategorie "Kinder & Jugend" wurden folgende Gewinner bekannt gegeben: Die ZDF/3sat-Doku "Ab 18! Die Tochter von ...", die Netflix-Serie "How To Sell Drugs Online (Fast)" sowie die Moderatoren Bürger Lars Dietrich und Marti Fischer der Musik-Comedy-Show "Leider laut" (ZDF). Der Publikumspreis der Marler Gruppe geht an den WDR-Film "Der König von Köln".

73 Formate waren zuvor nominiert

Insgesamt waren 73 Produktionen und Einzelleistungen für den 56. Grimme-Preis 2020 nominiert. Bei Twitter schreiben viele Nutzer, dass die Preisträger in diesem Jahr vielfältiger seien und vor allem die Auszeichnung der Sendung "Prince Charming" setze ein wichtiges Zeichen. Ein Nutzer sagte, es sei bemerkenswert, dass nur noch ein einziger Grimme-Preis an den klassischen 90-minütigen Film gegangen sei. "Ein klares Indiz für die Machtverschiebung beim Erzählfernsehen", resümiert ein Ressortleiter des Redaktionsnetzwerks Deutschland, Imre Grimm. 

Der undotierte Grimme-Preis zeichnet Fernsehsendungen und -leistungen aus, die als vorbildlich bewertet wurden. Er gilt als einer der wichtigsten Preise für Qualitätsfernsehen in Deutschland.

Verwendete Quellen:

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