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"Tagesschau"-Sprecher Jens Riewa bricht mit 70-jähriger Tradition

Von t-online, sow

17.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Jens Riewa: Hat der Nachrichtensprecher am Samstagabend eine "Tagesschau"-Revolution angestoßen?
Jens Riewa: Hat der Nachrichtensprecher am Samstagabend eine "Tagesschau"-Revolution angestoßen? (Quelle: NDR/Thorsten Jander)
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Osterüberraschung zur besten Sendezeit. Die "Tagesschau" begann am Samstagabend anders als die Zuschauer sie kennen. Jens Riewa sprach das Publikum ungewöhnlich an.

5,14 Millionen Menschen schalteten gestern um 20 Uhr die "Tagesschau" an und erlebten eine kleine TV-Revolution. Denn seit Start des Nachrichtenprogramms im Jahr 1952 ist die Sendung im Ersten einem strikten Ablaufplan unterworfen. Änderungen sind rar und wenn es ausnahmsweise mal welche gibt, sorgen diese meist für großes Aufsehen. Es sei an die Beine von Jan Hofer erinnert: Als dieser erstmals von Kopf bis Fuß zu sehen war, staunte das Publikum nicht schlecht.


Erinnern Sie sich noch an diese "Tagesschau"-Sprecher?

1959 bis 1987: Karl-Heinz Köpcke
1966 bis 1994: Werner Veigel
+9

Kaum verwunderlich also, dass auch an diesem Samstagabend die Änderung sofort auffiel. Ausgerechnet Hofers Nachfolger als Chefsprecher, Jens Riewa, begrüßte die Zuschauer zur 20-Uhr-Ausgabe der "Tagesschau" nämlich mit den Worten: "Guten Abend und willkommen zur 'Tagesschau'". Die klassische Anrede nutzte er erstmals nicht. Dabei hat die Einstiegsformel "Guten Abend, meine Damen und Herren, ich begrüße Sie zur 'Tagesschau'" eine jahrzehntelange Tradition. Es ist gang und gäbe, dass die Nachrichtensprecher im Ersten mit diesem einen Satz die Sendung beginnen.

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Jens Riewa: Der Revolutionär im Ersten?

Verwundert rieben sich die Menschen also die Augen – und vielleicht auch die Ohren. Auf Twitter wurde sogleich eine Umfrage gestartet, welche Begrüßung das Publikum bevorzuge. Andere stellten einfach nur fest, dass hier eine Änderung stattgefunden hatte. Auch in der Version, die in der ARD-Mediathek hochgeladen wurde, ist Riewas ungewöhnliche Anmoderation noch zu sehen und hören.

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Zunächst blieb aber unklar, ob es sich um ein Versehen oder um eine langfristige Änderung handelt. Ist die klassische Anrede Geschichte oder dürfen die Sprecher nun selbst entscheiden, ob sie eine genderneutrale Sprache verwenden? t-online hat den zuständigen NDR am Sonntag um Stellungnahme gebeten und am frühen Nachmittag eine Antwort erhalten. "Aktuell sind keine dauerhaften Änderungen bei der Begrüßung geplant", hieß es auf Nachfrage.

Zu den weiteren Fragen gibt der Sender keinen Kommentar ab. Man wolle sich "zu internen Abläufen nicht äußern", so eine Sendersprecherin. Die Hintergründe, wie es zu der Entscheidung kam, werden also nicht aufgeklärt. Auch das Management von Jens Riewa hat sich bisher nicht auf t-online-Anfrage geäußert.

ZDF spricht schon länger genderneutral an

Im Juli vergangenen Jahres hatte eine ARD-Sprecherin dem Nachrichtenportal "Watson" gesagt, die "Tagesschau" werde die traditionelle Anrede beibehalten: "Es gibt keine Pläne, das zu ändern", so die Antwort damals. Auf den Social-Media-Kanälen wie Instagram oder TikTok gendert die "Tagesschau"-Redaktion hingegen schon lange. Auch in den "Tagesthemen" steht es den Sprecherinnen und Sprechern frei, die Anrede zu variieren.

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Beim ZDF ist das ähnlich. Dort werden die Zuschauer in der Hauptnachrichtensendung "heute" schon seit Längerem genderneutral mit "Guten Abend Ihnen allen" begrüßt. Damit soll erreicht werden, dass auch Menschen angesprochen werden, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zugehörig fühlen. Am Sonntagabend hieß es dann wieder: "Guten Abend meine Damen und Herren. Ich begrüße Sie zur 'Tagesschau'."

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