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Blitz-Atlas

Das ist die neue Blitzhauptstadt

26.07.2016, 13:25 Uhr | wetter.info, dpa

Blitz-Atlas: Schweinfurt löst Cottbus als Blitzhauptstadt ab. Blitze zucken über den nächtlichen Himmel.  (Quelle: dpa)

Blitze zucken über den nächtlichen Himmel. (Quelle: dpa)

Schweinfurt hat Cottbus als Hauptstadt der Blitzeinschläge in Deutschland abgelöst. Pro Quadratkilometer schlugen in der unterfränkischen Stadt in Bayern im vergangenen Jahr durchschnittlich 4,5 Blitze ein.

Es folgen der Erzgebirgskreis in Sachsen (4,3) und Garmisch-Partenkirchen (4,1). Die wenigsten Blitzeinschläge habe es in Kiel (0,18) und im nahe gelegenen Landkreis Plön (0,23, Schleswig-Holstein) gegeben, teilte Siemens in Karlsruhe mit.

550.000 mal schlug letztes Jahr der Blitz ein

In der Stadt betreibt das Unternehmen eine Zentrale, die Blitzeinschläge erfasst. Insgesamt zählte Siemens 2015 knapp 550.000 Einschläge in Deutschland. Ein Jahr zuvor waren es fast 623.000. Die Zahl schwankt von Jahr zu Jahr stark.

Das brandenburgische Cottbus war 2014 auf 8,4 Einschläge pro Quadratkilometer gekommen.

 (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)

Der Blitz-Informationsdienst von Siemens misst mit rund 160 Messstationen in Europa das Elektromagnetische Feld von Blitzen. Aus den Werten der verschiedenen Messempfänger lässt sich genau ermitteln, wo gerade ein Blitz einschlägt.

Blitzeinschläge können lebensgefährlich sein

In Deutschland blitzt es jedes Jahr mehr als zwei Millionen Mal - meist jedoch in den Wolken, seltener zwischen Himmel und Erde. Schlägt der Blitz in den Boden sein, wird es lebensgefährlich - besonders im Freien. Denn von der Einschlagsstelle breitet sich Strom in alle Richtungen aus. Die größte Gefahr droht, wenn man direkt vom Blitz getroffen wird.

Die Spannung am Körper steigt auf mehrere 100.000 Volt an. Es kommt zu Verbrennungen sowie Nerven- und Muskellähmungen. Zudem wirkt der Strom direkt aufs Herz. Trotzdem gibt es immer wieder Fälle, in denen Menschen das überleben. Spätfolgen wie chronische Schmerzen und Bluthochdruck können aber noch Jahre später auftreten.

Wie kommt es zum Gewitter und zum Blitz?

Gewitter entstehen, wenn an schwülen Tagen warme, feuchte Luftmassen aufsteigen und dabei abkühlen. Es bilden sich Wassertropfen und Eiskristalle. In der Gewitterwolke reichern sich im oberen Teil positiv geladene Eiskristalle an. An der Wolkenunterseite gibt es mehr negativ geladene Wassertropfen. Überschreitet die daraus resultierende Spannung eine bestimmte Schwelle, kommt es zu einem gigantischen Kurzschluss. Der Blitz entlädt sich innerhalb der Wolke oder zwischen Wolke und Boden. Die höchste Blitzdichte des Planeten herrscht im tropischen Zentralafrika.

Wie kann man sich schützen?

Gewitter übersteht man nach Angaben von Meteorologen am besten im Auto oder in festen Gebäuden. Wer im Freien überrascht wird, sollte Bäume, Masten, Zäune oder Gewässer meiden und sich möglichst klein machen - am besten hockend in einer Bodenmulde.

Quelle: wetter.info, dpa

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