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Automesse IAA schon wieder auf der Kippe

"Alles spricht dafür"  

Automesse IAA: Veranstalter plant weiter

24.03.2021, 14:00 Uhr
Automesse IAA schon wieder auf der Kippe. Internationale Automobil-Ausstellung (IAA): Die Zeit der Automesse scheint abzulaufen. (Quelle: imago images/Ralph Peters)

Internationale Automobil-Ausstellung (IAA): Die Zeit der Automesse scheint abzulaufen. (Quelle: Ralph Peters/imago images)

Anderer Standort, moderneres Konzept: Die Automesse IAA stand vor einer Reihe von Problemen. Hinzu kommt nun die Corona-Pandemie. Wie geht es weiter?

Die Automesse IAA steht erneut vor großen Fragezeichen. Dabei wollte sie mit ihrem Umzug nach München nochmal neu durchstarten. Und die Corona-Pandemie ist nur einer der Gründe für die wieder mal ungewisse Zukunft.

Für Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter ist die Sache klar. Der SPD-Mann sagt: Falls das Oktoberfest erneut abgesagt werden müsse, kann auch die IAA nicht stattfinden. Die Vorbereitungen für das Volksfest laufen zwar. Ob es aber stattfindet, steht bislang nicht fest.

VDA plant weiter

Der Verband der Automobilindustrie (VDA), der die Messe ausrichtet, ist da anderer Meinung: "Die IAA lässt sich nicht mit dem Oktoberfest vergleichen", sagt ein Sprecher des Lobbyverbandes. "Deshalb gehen die Planungen für die Messe weiter." Nach einer Vorstandssitzung am Donnerstag bekräftigt ein VDA-Sprecher gegenüber t-online nochmals: "Wir planen weiter fest damit und alles spricht dafür."

Statt wie bisher nur in den Hallen eines Messegeländes soll auch im städtischen Umfeld die Mobilität der Zukunft gezeigt und diskutiert werden. Zwar steht das Auto weiterhin im Mittelpunkt. "Wir geben aber allen Formen von Mobilität eine Plattform: vom Fahrrad bis zum ÖPNV", heißt es beim VDA. Nach einer mäßigen IAA 2019 und Kritik an der Messe soll sie in neuer Form nun erstmals in München statt in Frankfurt am Main stattfinden.

Allerdings wächst auch in der bayerischen Landeshauptstadt bereits die Kritik an der zuletzt umstrittenen Messe. Das Aktionsbündnis "noIAA" protestiert gegen die Veranstaltung: Auch wenn man ihr einen grünen Anstrich gebe, bleibe die IAA ein "Symbol für Profitmaximierung auf Kosten von Mensch, Umwelt und Klima."

Protest in München: Das Aktionsbündnis "noIAA" wirft VDA-Präsidentin Hildegard Müller, BMW-Großaktionärin Susanne Klatten und CSU-Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer vor, die Messe grün färben zu wollen. (Quelle: imago images/Thomas Vonier)Protest in München: Das Aktionsbündnis "noIAA" wirft VDA-Präsidentin Hildegard Müller, BMW-Großaktionärin Susanne Klatten und CSU-Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer vor, die Messe grün färben zu wollen. (Quelle: Thomas Vonier/imago images)

Industrie hält sich zurück

Obendrein sind große Teile der Industrie selbst der IAA überdrüssig: Horrende Kosten, schlechte Presse – wer will da noch diese Messe? Das Interesse der Hersteller und ihrer Zulieferer sei im Keller, heißt es, bislang hätten nur wenige Unternehmen fest zugesagt. Die Lage ist so ernst, dass sich der VDA unter Zugzwang sieht. Auf einem Vorstandstreffen will er nun über die Zukunft der IAA beraten.

So richtig scheinen nur noch wenige an der Automesse zu hängen. Eine starke Fan-Basis hat sie aber unter Münchens Hoteliers: Für die ersten Tage der Messe (planmäßig vom 6. bis 12. September 2021) haben sie ihre Zimmerpreise im Vergleich zum August bereits verdreifacht.

Verwendete Quellen:
  • auto-medienportal.net
  • sueddeutsche.de
  • oktoberfest.de
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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