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Auto | Neuer Spring: Das kann Dacias erstes Elektro-SUV

Zum Knaller-Preis  

Das kann Dacias erstes Elektro-SUV

13.04.2021, 17:58 Uhr | SP-X, mab, t-online

Auto | Neuer Spring: Das kann Dacias erstes Elektro-SUV. Dacia Spring: Dank der Kaufprämie senkt er den Einstiegspreis in die E-Mobilität auf unter 11.000 Euro. (Quelle: Hersteller)

Dacia Spring: Dank der Kaufprämie senkt er den Einstiegspreis in die E-Mobilität auf unter 11.000 Euro. (Quelle: Hersteller)

Ein Elektro-SUV, billiger als ein VW Polo: Die Kaufprämie und Dacia machen's möglich. Aber was hat der neue Spring außer einem konkurrenzlosen Preis zu bieten?

Mit dem Micro-SUV Spring bringt der Renault-Ableger Dacia in diesem Jahr einen Stromer auf den Markt, der – mit eingerechneter Innovationsprämie – für knapp unter 11.000 Euro zu haben ist. Dass man bei Qualität und Ausstattung auf einiges verzichten muss, ist klar. Doch hat der Elektro-Zwerg durchaus seine Berechtigung. Er fährt sich unkompliziert, bisweilen sogar überraschend spritzig und ist zudem alltagstauglich. Braucht man mehr?

Eher kleine Erscheinung

Mit einer Länge von nur 3,73 fällt der Spring überraschend klein aus. Seine gehen übrigens auf den Renault Kwid zurück, der seit 2020 in China in der Elektroversion KZ-E gebaut und unter anderem dort auch vertrieben wird. Dieses Auto wird nun nach einigen Anpassungen an den europäischen Bedarf als Dacia Spring auf Kundenfang gehen.

Zwar fällt der Spring überraschend klein aus, der Platz im Innenraum genügt trotzdem. Selbst größeren Personen bietet der Dacia ausreichend Kopffreiheit, außerdem gibt es keine wuchtige und raumgreifende Mittelkonsole – ein Vorteil des Elektroantriebs. Leider lassen sich Fahrersitz und Lenkrad nicht auf die Wünsche des Fahrers hin anpassen, lediglich der Sicherheitsgurt ist in der Höhe verstellbar. Das Cockpit wirkt modern eingerichtet, denn das Kombiinstrument kommt ohne klassische Analoganzeigen aus und wirkt mit seiner semitransparenten Leuchten-Instrumentierung und einem kleinen Zentraldisplay beinahe wie ein volldigitales Cockpit. Hinzu kommt ein großer Touchscreen in der Mittelkonsole für das Infotainmentsystem mit GPS-Navigation.

Teilweise einfache Verarbeitung

Zwar wird der Bildschirm von einem Rahmen in schmuckem Hochglanzschwarz eingefasst, doch ansonsten dominiert innen billiges Hartplastik. Die Verarbeitung wiederum ist bis auf kleinere Kritikpunkte in Ordnung: So zeigen sich an mehreren Stellen unverkleidete Schraubenköpfe und der Fahrzeugteppich ist teilweise unsauber verlegt.

Um hinten einzusteigen, müssen sich Erwachsene etwas klein machen. Sitzen kann man auf der Rückbank maximal zu zweit. Die Kopffreiheit ist auch im Fond in Ordnung, die Kniefreiheit aber eingeschränkt. Der Kofferraum fasst 270 Liter, dank einer einfach umlegbaren Rückbanklehne lässt sich bei Bedarf auch deutlich mehr Gepäck einladen.

Erstaunlich guter Akku

Die 44 PS des Dacia scheinen nicht besonders viel zu sein. In der Praxis fühlt es sich aber anders an. Ein Vorteil dabei ist sein geringes Gewicht von weniger als einer Tonne. Schon beim Anfahren reagiert der Spring mit spritzigem Vortrieb. Bergauf und ab Tempo 100 wird es aber etwas zäh. Mit dem Spitzentempo von 125 km/h lässt es sich überall mit dem Verkehr mitzuhalten. Teilweise kommt sogar ein wenig Fahrspaß auf, dann aber sinkt die Reichweite umso schneller.

Die versprochene Reichweite von 230 Kilometern mag eher gering erscheinen. Gemessen am Preis des Dacia, ist sie aber ein ziemlich guter Wert.

An der Ladesäule bietet der Spring drei Optionen: An der Wallbox mit 3,7 kW liegt die Ladezeit bei achteinhalb Stunden. Mit optionaler Schnellladetechnik (600 Euro) ist das Tanken mit 30 kW Gleichstrom in weniger als 90 Minuten machbar. Und im Notfall lässt sich die Batterie der Haushaltsteckdose in gut 14 Stunden aufladen. Weshalb Sie diese Variante unbedingt vermeiden sollten, erfahren Sie hier.

Das Fahrwerk gleicht Unebenheiten gut aus, mit steigendem Tempo wirkt der Dacia allerdings schwammig. Bei Seitenwind auf der Autobahn kann er ziemlich ins Schaukeln kommen. Insgesamt ist Fahrstabilität nicht seine größte Stärke.

Eher spricht sein Preis für den Spring, der ab dem Herbst erhältlich ist: Mit 20.490 Euro ist das Basismodell (unter anderem mit Radio, Klimaanlage, Lichtsensor und elektrischen Fensterhebern) konkurrenzlos günstig. 1.300 Euro Aufpreis kostet die Topausstattung Comfort Plus, die zusätzlich noch eine Rückfahrkamera, ein Infotainmentsystem und eine Metallic-Lackierung bietet. Optional bestellbar ist der CCS-Ladeanschluss. Abzüglich der Umweltprämie werden praktisch also 10.490 beziehungsweise 12.200 Euro fällig.

Zwar wird es bald ein nochmals günstigeres Elektroauto geben. Hier erfahren Sie, weshalb der Dartz Freze Nikrob EV aber eher keine Konkurrenz für den Dacia Spring bedeuten wird.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur SP-X

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