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Radarwarner als App oder im Navi: Wann sie erlaubt sind

Hohe Strafen im Ausland  

So teuer können Radarwarner im Auto werden

17.06.2019, 12:32 Uhr | dpa-tmn, mab, t-online.de

Blitzer – überflüssig oder gerechtfertigt? (Quelle: imago/Manngold/Getty Images)
Blitzer – überflüssig oder gerechtfertigt?

Millionen Autofahrer kennen den Moment, in dem der Tritt auf die Bremse nichts mehr bringt das teures Foto längst im Kasten ist. t-online.de erklärt, wo es besonders teuer werden kann und welche Rechte Ihnen zustehen.

Achtung, Blitzer: Warum es häufig zu Fehlern kommt und wie Sie sich gegen eine Strafe wehren können. (Quelle: t-online.de)


Radarwarner und Blitzer-Apps auf dem Telefon können Autofahrer rechtzeitig vor den Messgeräten der Polizei warnen – zumindest theoretisch. In der Praxis gelten jedoch andere Regeln und außerdem hohe Bußgelder.

Blitzer-Apps fürs Telefon lassen sich sehr einfach herunterladen und benutzen. Beides ist erlaubt – aber auch am Steuer eines Autos? Und was ist mit Radarwarnern, die nur zu diesem Zweck gebaut wurden?

In Deutschland sind Radarwarnfunktionen des Navis oder sogenannte Blitzer-Apps verboten. Wer sie benutzt, muss mit bis zu 75 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen. Theoretisch darf die Polizei das Smartphone mit der App sogar beschlagnahmen. In der Praxis geschieht das aber kaum.

Anders sieht es bei speziellen Radarwarn-Geräten aus, die keine andere Funktion haben: Sie sind strikt verboten, werden bei einer Kontrolle einkassiert und teilweise anschließend vernichtet. Auch hier blühen dem Fahrer das Bußgeld und ein Punkt im Flensburger Register.

Apps und Radarwarner – was ist der Unterschied?

App und Navi warnen den Fahrer nur vor Geräten an bekannten Standorten. Sie suchen jedoch nicht selbst aktiv nach Radarfallen.

Reine Radarwarner hingegen spüren die Strahlen von Messgeräten auf. Wenn sie eine Radarfalle entdecken, informieren sie den Fahrer. Bei ihrer Suche können sie die Messung der Polizei stören. Deshalb ist es illegal, sie im Auto zu benutzen oder betriebsbereit mitzuführen (das bedeutet, man könnte es während der Fahrt aktivieren).

Blitzer-Apps: Beifahrer darf Gerät betreiben

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) verbietet zwar nur dem Fahrer, einen Blitzerwarner zu betreiben oder betriebsbereit mitzuführen.

Ein Beifahrer darf demnach eine App oder ein Navi mit aktiviertem Blitzerwarner nutzen – aber nur, wenn der Fahrer nicht darüber Bescheid weiß. Das dürfte allerdings sehr schwierig zu erklären sein und ist deshalb keine empfehlenswerte Taktik.

Eines aber ist unproblematisch: Vor dem Start oder während einer Rast darf man sich per Navi oder App über die Blitzer entlang der geplanten Route informieren.

Im Ausland drohen bis zu sechs Monate Haft

Unübersichtlich ist die Rechtslage im Ausland: In Belgien, Frankreich, Luxemburg und Spanien beispielsweise darf ein Navi vor stationären Blitzern warnen. Aber es gibt viele Grauzonen und hohe Strafen. Am besten informieren sich Autofahrer ganz genau über die jeweils geltenden Bestimmungen – etwa auf den Webseiten der Autoclubs, Botschaften, Konsulate oder Fremdenverkehrsämter. Im Zweifel gehen Sie lieber von einem Verbot aus.


Für spezielle Radarwarngeräte drohen im Ausland harte Strafen: Wer in Tschechien damit erwischt wird, muss mit bis zu 7.000 Euro Strafe rechnen. Zwischen einem und sechs Monaten Haft können in Luxemburg, Schweden und Belgien dafür verhängt werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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