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Mini-E-Mobile f├╝r die Stadt

Von dpa
Aktualisiert am 28.08.2020Lesedauer: 4 Min.
F├╝rs urbane Umfeld entwickelt: Wie es aber mit dem knubbeligen e.
F├╝rs urbane Umfeld entwickelt: Wie es aber mit dem knubbeligen e.GO Life weitergeht, ist noch ungewiss. (Quelle: e.GO Mobile AG/dpa-tmn./dpa)
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R├╝sselsheim/Delbr├╝ck (dpa/tmn) ÔÇô Sie sind schnell wie Sportwagen und kommen zumindest in der Theorie mit einer Akkuladung durch die halbe Republik. Doch daf├╝r haben Elektroautos wie ein Tesla Model S oder ein Audi E-tron schier endlose Ladezeiten, sind schwerer als mancher Kleinlaster und kosten so viel wie eine Luxuslimousine: Massentauglich sind solche Fahrzeuge nicht und in den Augen vieler Kritiker obendrein hoffnungslos ├╝berdimensioniert.

W├Ąhrend sich die E-Mobilit├Ąt mit Autos wie dem VW ID3 oder dem elektrischen Opel Corsa gerade auch in den Volumensegmenten breitmacht, lenken einige Hersteller den Blick deshalb noch weiter nach unten und bedienen eine vergleichsweise neue, noch kleinere Fahrzeugklasse. Mini-Mobile, die mit bescheidenen Fahrleistungen und geringen Reichweiten auf den urbanen Verkehr zugeschnitten sind, sollen E-Mobilit├Ąt f├╝r kleines Geld gerade in Ballungszentren gro├č heraus bringen und die St├Ądte wieder lebenswerter machen.

Ein guter Freund

Der j├╝ngste Vorsto├č in dieser Richtung kommt von Citroen und hei├čt Ami. Benannt nach einem Erfolgsmodell aus den 1960er Jahren pr├Ąsentieren die Franzosen eine Art Schuhkarton auf R├Ądern, dessen Kunststoff-Karosserie gerade mal 2,41 Meter lang und 1,39 Meter breit ist. Damit beansprucht er noch weniger Verkehrsfl├Ąche als ein Smart, ist mit einem Wendekreis von 7,20 Metern sogar handlicher.

Angetrieben wird der Ami von einem E-Motor, der eine Geschwindigkeit von 45 km/h erm├Âglicht, so dass der Wagen mit dem entsprechenden F├╝hrerschein auch von 16-J├Ąhrigen gefahren werden darf. Mit dem Strom aus einem 5,5 kWh gro├čen Akku soll er bis zu 70 Kilometer weit kommen. Danach muss der nicht einmal 500 Kilo schwere Kleinstwagen f├╝r drei Stunden an die Haushaltssteckdose.

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Preise f├╝r Deutschland nennt Citroen noch nicht, doch empfiehlt Pressesprecher Christopher Rux den Blick nach Frankreich als Orientierung: Dort startet der Ami bei 6000 Euro und kann im g├╝nstigsten Fall f├╝r 20 Euro im Monat geleast werden.

R├╝ckkehr der Knutschkugel

Genau wie Citroen zum sauberen Antrieb reichlich Charme ins Rennen wirft und mit einem alten Namen wirbt, hoffen gerade auch zwei Hersteller aus der zweiten Reihe mit einem Kunstgriff in die Mottenkiste der Mobilit├Ąt auf das gro├če Gesch├Ąft mit kleinen Autos. Sie lassen sich dabei von der legend├Ąren Isetta inspirieren.

Microlino aus der Schweiz und der Zulieferer Artega aus Delbr├╝ck haben beide eine Neuinterpretation der Knutschkugel vorgestellt und den Verkauf f├╝r dieses Jahr angek├╝ndigt. Beide sind so lange mit einem derart ├Ąhnlichen Entwurf ├╝ber die Messen getingelt, dass neben den Entwicklern auch die Juristen ├ťberstunden machen mussten. Doch nach Gerichtsverfahren und ein paar Designretuschen d├╝rfen nun tats├Ąchlich beide ihr Auto auf den Markt bringen.

Auch wenn sich der Artega Karo und der Microlino nun nicht mehr ganz so ├Ąhnlich sehen, ist die Idee identisch: Ein extrem kurzes und handliches Auto mit zwei Sitzen, dessen einzige T├╝r wie bei einem K├╝hlschrank nach vorne ├Âffnet.

Und auch technisch sind die beiden Autos nah beieinander: Der Microlino bietet f├╝r 12 000 Euro aufw├Ąrts einen 11 kW starken Motor f├╝r maximal 90 km/h und zwei Akku-Gr├Â├čen f├╝r 125 oder 200 Kilometer Reichweite. Artega verspricht f├╝r knapp 14 000 Euro ebenfalls 90 km/h H├Âchstgeschwindigkeit und identische Reichweiten.

Grenze zur Mobilit├Ątshilfe

Ganz neu sind solche Fahrzeuge an der Grenze zwischen Mobilit├Ątshilfe und Auto allerdings nicht. Und einige davon haben es zu erstaunlicher Pr├Ąsenz im Stra├čenverkehr gebracht. Nicht umsonst sieht man etwa den eigenwilligen Renault Twizy mit seiner schmalen Spur und seinen freistehenden R├Ądern zumindest in den Metropolen mittlerweile h├Ąufig.

Zwar feiert Renault 30 000 Twizys in acht Jahren als respektablen Erfolg, doch bei konventionellen Kleinwagen wie dem Twingo erreichen die Franzosen solche Zahlen in wenigen Monaten.

Unternehmensberater Andreas Radics traut elektrischen Isetta-Neuinterpretationen durchaus zu, wie einst der Fiat 500 oder der Mini ├╝ber das emotionale Design Lifestyle-K├Ąufer zu erreichen, und in die Pools von Sharing- oder Mobilit├Ątsdiensten aufgenommen zu werden. "Doch der Elektromobilit├Ąt zum Durchbruch verhelfen k├Ânnen solche Fahrzeuge kaum", meint Radics von Berylls Strategy Advisors.

Dazu mangele es ihnen an der Nutzbarkeit, sagt Radics: "Reichweite, Geschwindigkeit und Raumangebot k├Ânnen nicht mit konventionellen Autos konkurrieren. Deshalb sind sie nur eingeschr├Ąnkt alltagstauglich." Damit f├╝llten sie eine Nische, blieben aber eben auch nur eine Randerscheinung bei der Mobilit├Ątswende. Und noch etwas fehle den Kleinen h├Ąufig eines: "Neben dem Produkt m├╝ssen auch Vertrieb, Service und Aftermarket-Angebot stimmen und das sehen wir bei den Newcomern ├╝berwiegend nicht."

Nischenprodukt f├╝r Individualisten?

Auch Stefan M├Âller vom E-Auto-Vermieter Nextmove ist eher skeptisch: "Als Nischenprodukte f├╝r Individualisten werden die Kleinen sicher Fans finden. Aber an einen kurzfristigen Durchbruch glauben wir nicht." Das liege nicht zuletzt an den Herstellern und der Politik: "Kein gro├čer deutscher Hersteller hat passende Fahrzeuge im Angebot, deshalb fehlt auch die Unterst├╝tzung aus Berlin."

Das schlage sich im Geldbeutel nieder, meint M├Âller. Der Umweltbonus werde eben nur "echten" Autos gew├Ąhrt, Kleinstfahrzeuge wie Twizy & Co seien von den 6000 Euro F├Ârderung ausgeschlossen, so dass die Preisdifferenz zu einem Smart oder einem VW E-Up pl├Âtzlich sehr klein werde.

Wie gro├č die H├╝rden f├╝r einen elektrischen Kleinwagen sind, das musste nicht zuletzt das Start-Up "e.Go" aus dem Umfeld der Universit├Ąt Aachen lernen. Denn so viele Vorschusslorbeeren deren Kleinwagen Life auch geerntet hat, weil er knuffig aussieht und weil er trotz 41 kW oder 57 kW und maximal 120 km/h oder 130 km/h tats├Ąchlich so etwas wie Fahrspa├č bietet.

Der Life l├Ąsst sich offenbar nicht wirtschaftlich produzieren und zu Preisen ab 22 701 Euro bei bestenfalls 140 Kilometern Reichweite in ausreichender Zahl verkaufen. Zwar wollen die Macher nicht aufgeben ÔÇô doch f├╝rs Erste hat "e.Go" Insolvenz angemeldet.

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