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So nutzen Sie die Corona-Warn-App richtig

  • Jan Moelleken
Von Jan Mölleken, Laura Stresing

Aktualisiert am 12.10.2020Lesedauer: 9 Min.
Im Video erklÀrt: So funktioniert die Corona-Warn-App. (Quelle: t-online)
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Die Corona-Warn-App soll Nutzer nach einer Begegnung mit einem Infizierten alarmieren. Doch wie funktioniert das und welche Vor- und Nachteile sehen die Experten?

Nach wochenlanger VerspĂ€tung ist Mitte Juni die Corona-Warn-App der Bundesregierung erschienen. Mittlerweile wurde sie mehr als 18 Millionen Mal heruntergeladen (Stand September 2020). Der Open-Source-Ansatz wurde viel gelobt. Doch auch die Kritik an der App reißt nicht ab.


Warnung vor Infektion: So sieht die App zur Corona-BekÀmpfung aus

Im Appstore von Apple ist die Warn-App seit heute verfĂŒgbar. Achtung: Derzeit muss tatsĂ€chlich noch nach "corona-warn-app" gesucht werden, um die richtige App zu finden. Die Suche wurde offenbar noch nicht optimiert.
So sieht das Symbol der deutschen Corona-Warnapp auf dem iPhone aus. Der Aufbau des Programms sieht auf Android genauso aus.
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Was bringt die App? Kann sie dem Staat bei einer Überwachung helfen? t-online beantwortet die wichtigsten Fragen.

Was ist das Ziel der App?

Die Corona-Warn-App wurde entwickelt, um Nutzer nachtrÀglich zu warnen, wenn sie Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatten. Dann können sich die Betroffenen bei Bedarf testen lassen und vorsichtshalber isolieren. Das Ziel ist es, Infektionsketten zu unterbrechen.

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Bislang mĂŒssen die GesundheitsĂ€mter mögliche Kontaktpersonen bei den Betroffenen erfragen. Den Sitznachbarn in der U-Bahn oder die Personen, die einem im GeschĂ€ft, Restaurant oder bei einer Veranstaltung zu nahe kamen, kann man so aber nicht identifizieren. Die Corona-Warn-App soll diese LĂŒcke schließen.

Allerdings funktioniert es nur, wenn alle Beteiligten zum Zeitpunkt der Begegnung die offizielle Corona-Warn-App installiert hatten. Je mehr Menschen sich an dem System beteiligen, desto nĂŒtzlicher wird es fĂŒr jeden einzelnen.

In Deutschland erreicht die App laut RKI mittlerweile mehr als 15 Prozent der Bevölkerung. Nach EinschĂ€tzung von Experten ist ab dieser Nutzungsquote mit einem spĂŒrbaren Effekt bei der EindĂ€mmung der Pandemie zu rechnen.

Wie sieht der Ablauf fĂŒr App-Nutzer aus?

Die Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, merken davon zunÀchst nichts. Erst Tage spÀter stellen sich Symptome ein, manchmal auch gar nicht. Nur ein Labortest kann Gewissheit verschaffen. Liegt ein positives Ergebnis vor, kann das in der App anonym vermerkt werden. Aber: Niemand ist dazu verpflichtet.

Sobald sich jemand in der App als infiziert gemeldet hat, erhalten (im Idealfall) alle Nutzer, die in den vergangenen 14 Tagen mit dieser Person Kontakt hatten, einen entsprechenden Hinweis. Die App nimmt dabei automatisch eine Risikobewertung vor. Bei flĂŒchtigen Kontakten mit ausreichend Abstand wird die Ansteckungsgefahr als gering eingeschĂ€tzt.

Zum Zeitpunkt oder Ort der Begegnung kann die App keine Angaben machen, da diese Daten gar nicht erst erfasst werden. Die IdentitĂ€t der infizierten Person und ihrer Kontakte bleibt die ganze Zeit ĂŒber geschĂŒtzt. Die Daten zu Begegnungen, die lĂ€nger als 14 Tage zurĂŒckliegen, werden automatisch gelöscht, da man davon ausgehen kann, dass von diesen Kontakten kein Risiko mehr ausgeht.

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Ein Bericht der "Bild"-Zeitung thematisierte im Juli ein schon lÀnger bekanntes Problem auf manchen Android-GerÀten: Die Akku-Einstellungen verhinderten teilweise, dass sich die App im Hintergrund selbstÀndig aktualisieren konnte.

Dadurch konnten Nutzer nicht automatisch per Push-Nachricht gewarnt werden, wenn sie eine Risikobegegnung hatten. Das Kontakt-Tracing war jedoch funktionsfÀhig und wer die App öffnete, bekam eine entsprechende aktuelle Risikobewertung angezeigt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Auch auf iPhones gibt es oft Probleme mit der Hintergrundaktualisierung. Hier lag der Fehler allerdings im Betriebssystem begraben. Inzwischen hat Apple nachgebessert. Trotzdem empfiehlt es sich auch fĂŒr iPhone-Nutzer, ab und zu den Status der App zu ĂŒberprĂŒfen. Beim Öffnen der App wird sie manuell aktualisiert.

Wie funktioniert das Kontakt-Tracing per App?

Bei der Corona-App handelt es sich ausdrĂŒcklich nicht um eine Tracking-App. Das heißt, die Anwendung weiß zu keinem Zeitpunkt, wer die App benutzt und wo sich die Person aufhĂ€lt. Damit werden von vornherein keine persönlichen Daten erzeugt, die dann in falsche HĂ€nde geraten könnten.

Um das zu bewerkstelligen, nutzt die App die Nahfunktechnik Bluetooth Low Energy, eine energiesparende Variante von Bluetooth. Damit erkennen die Handys, wenn sich zwei App-Nutzer lange und recht nah beieinander aufhalten. Tritt ein solcher Fall ein, wird nur eine anonymisierte, regelmĂ€ĂŸig wechselnde Nummer gespeichert – und zwar lokal auf dem Handy. Einmal am Tag ruft das GerĂ€t eine Liste mit den anonymen GerĂ€tenummern ab, fĂŒr die eine Covid-19-Infektion bestĂ€tigt wurde. Passt eine Nummer zu der gespeicherten Kontaktliste auf dem Handy, wird der Nutzer gewarnt und gebeten, sich testen zu lassen. Hier finden Sie eine anschauliche ErklĂ€rung im Video.

Im Detail ist das etwas komplexer, damit tatsÀchlich gewÀhrleistet wird, dass sich keine persönlichen Informationen aus diesen Daten ableiten lassen. Bislang beurteilten Experten das System als datenschutzfreundlich.

Nutzer können das Kontaktprotokoll in den Systemeinstellungen jederzeit einsehen und auch löschen. Durch das ZurĂŒcksetzen der aufgezeichneten GerĂ€teschlĂŒssel verliert die App im Grunde aber ihre eigentliche Funktion, daher ist das nicht empfehlenswert.

Wie genau sind die Bluetooth-Messungen?

Die Corona-Warn-App scannt die Umgebung nach Bluetooth-Signalen von anderen App-Nutzern. Aus der SignalstĂ€rke wird abgeleitet, wie nahe sich die GerĂ€te sind. Bei geringen AbstĂ€nden wird zudem die Dauer der Begegnung erfasst. Beides ist wichtig fĂŒr die Bewertung des Ansteckungsrisikos.

Gemessen werden nur AbstĂ€nde und Zeit, nicht aber die Bedingungen einer Begegnung. Die Bluetooth-Messung macht keinen Unterschied zwischen draußen und drinnen. Auch Glas- oder Plastikscheiben oder dĂŒnne TrennwĂ€nde durchdringt das Signal. Es könnte also sein, dass Menschen eine Warnmeldung erhalten, obwohl sie geschĂŒtzt waren. Umgekehrt kann es auch passieren, dass ein relevanter Kontakt nicht richtig erkannt wird, weil der Bluetooth-Empfang durch Hindernisse stark gedĂ€mpft wurde.

Die QualitÀt des Bluetooth-Signals hÀngt auch vom GerÀtetyp ab. Wer ein neues Smartphone besitzt, ist wahrscheinlich im Vorteil. Laut den Entwicklern wurde die Technik an den 50 hÀufigsten Smartphone-Modellen in Deutschland getestet.

Was bringt die App wirklich?

Das muss sich noch zeigen. Damit das Contact-Tracing funktioniert, mĂŒssen eine Reihe von Voraussetzungen gegeben sein, nicht nur technischer Natur. Das Verhalten der BĂŒrger und Behörden ist noch viel wichtiger. Es kommt stark darauf an, ob alle die App korrekt anwenden, ob ausreichend TestkapazitĂ€ten zur VerfĂŒgung stehen und auch genutzt werden, wie schnell die Ämter reagieren und ob sich die Betroffenen an Anweisungen wie QuarantĂ€ne halten.

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Hinzu kommt, dass die Methode besser funktioniert, wenn viele die App nutzen. Wie viele mitmachen mĂŒssten, um einen positiven Effekt zu erzielen, ist umstritten. Lange Zeit ging man von 60 Prozent der Bevölkerung aus. Inzwischen zeigen sich Forscher optimistisch, dass auch ein sehr viel geringerer Anteil schon ausreichen wĂŒrde.

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Wie viele riskante Kontakte die App erkennt, hĂ€ngt außerdem davon ab, wie viele Corona-Infizierte es in der Bevölkerung gibt und wie viele FĂ€lle davon durch Labortests diagnostiziert werden.

Welche Rolle spielen Google und Apple?

Die Tech-Konzerne haben sogenannte Softwareschnittstellen in ihre Betriebssysteme implementiert, die den Datenaustausch zwischen den GerĂ€ten via Bluetooth ĂŒberhaupt erst möglich machen. Smartphone-Nutzer finden deshalb sowohl auf Android- als auch auf iOS-GerĂ€ten in den Systemeinstellungen EintrĂ€ge mit Bezug zu Covid-19.

Beim iPhone findet man die Funktion in den Einstellungen unter "Datenschutz" > "Bluetooth" > "Covid-19-Kontaktprotokoll". Auf Android-GerĂ€ten heißt der entsprechende Eintrag "Benachrichtigungen zu möglichem Kontakt mit Covid-19-Infizierten". Man findet ihn in den Einstellungen unter "Google Dienste und Einstellungen".

Nutzer mĂŒssen der Corona-App erlauben, auf diese Schnittstelle zuzugreifen. Ohne die entsprechende Berechtigung funktioniert es nicht. Umgekehrt gilt: Ohne eine entsprechende App bleibt die Schnittstelle ungenutzt und erfĂŒllt keinerlei Funktion. Aus dem Contact-Tracing fließen keine Daten an Google oder Apple ab.

Kann man mit der App ĂŒberwachen, wo ich mich aufhalte?

Nein. Die Tracing-App ist bewusst so entwickelt worden, dass sich daraus keine Informationen ĂŒber den Nutzer gewinnen lassen (siehe oben). Deshalb erhebt die App keine Standortdaten, etwa via GPS, WLAN-Netz oder nĂ€chstliegende Funkzellen. Denn wo sich der Nutzer befindet, ist fĂŒr eine Kontaktnachverfolgung unerheblich. Wichtig ist nur zu wissen, ob sich ein Nutzer ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum in der NĂ€he einer Person aufgehalten hat, die zu diesem Zeitpunkt an Covid-19 erkrankt war.

Da zu keinem Zeitpunkt Standortdaten erhoben werden, können diese auch nicht von Hackern erbeutet oder von Sicherheitsbehörden missbraucht werden. Zudem sind auch die anonymen, tĂ€glich wechselnden Identifikationsnummern so angelegt, dass sich damit keinerlei RĂŒckschlĂŒsse auf das zugehörige GerĂ€t ziehen lassen.

Die Angst davor, dass ĂŒberwacht oder veröffentlicht wird, mit wem sich Nutzer der App treffen, ist demnach unbegrĂŒndet – es lĂ€sst sich nicht aus den Daten herauslesen.

Warum will die App Zugriff auf meinen Standort?

Unter Android verlangt die App Zugriff an den Standort. In der DatenschutzerklÀrung steht dazu: "Die Standortermittlung Ihres Smartphones muss aktiviert sein, damit Ihr GerÀt nach Bluetooth-Signalen anderer Smartphones sucht. Standortdaten werden dabei jedoch nicht erhoben."

Auf Anfrage vom "Spiegel" bestĂ€tigte Android-Hersteller Google, dass die App den GerĂ€testandort ermittele. Grund fĂŒr einen aktivierten "Standort"-Schalter sei laut Google der Datenschutz, wie der "Spiegel" berichtet. Denn Unbekannte können Bluetooth zusammen mit bestimmten Apps nutzen, um den ungefĂ€hren Standort eines GerĂ€ts zu ermitteln. Google möchte aber sicherstellen, dass Nutzer kontrollieren können, wann ihr Standort einsehbar ist, schreibt der "Spiegel". Auf iOS verlangt die App nicht nach einem Standortzugriff.Mehr dazu lesen Sie hier.

Wie kann ich sicher sein, dass die App nicht dennoch unerlaubt Daten sammelt?

Im Vorfeld haben SAP und Deutsche Telekom den kompletten Quellcode der App fĂŒr alle einsehbar veröffentlicht. Der Quellcode ist die Bauanleitung einer solchen App – darin können Entwickler nachvollziehen, was die App tun kann. Bislang waren aus der stets kritischen Community keine nennenswerten Bedenken zu hören.

Zudem machen Google und Apple ĂŒberdies strenge Auflagen zur Funktionsweise der App. GPS-Daten und AdressbĂŒcher etwa sind fĂŒr die Corona-Warn-App tabu.

Wer hat die App entwickelt?

Auftraggeber der App ist die Bundesregierung. Mit der technischen Umsetzung wurden die Deutsche Telekom und das Softwareunternehmen SAP beauftragt. In beratender Funktion standen außerdem die Fraunhofer-Gesellschaft und sowie das CISPA – Helmholtz-Zentrum fĂŒr Informationssicherheit den Entwicklern zur Seite. Herausgeber ist das Robert Koch-Institut.

Was hat die Entwicklung der App gekostet?

Die Kosten fĂŒr die Entwicklung der Corona-Warn-App liegen laut der Bundesregierung im erwarteten Rahmen von etwa 20 Millionen Euro. Allerdings kommen in Zukunft Betriebskosten hinzu. Diese belaufen sich auf schĂ€tzungsweise 2,5 bis 3,5 Millionen Euro pro Monat.

Das Geld fließt unter anderem in eine Hotline, ĂŒber die App-Nutzer, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, einen TAN-Code anfordern können. Dieser wird benötigt, um sich in der App als infiziert melden zu können. So soll verhindert werden, dass Scherzbolde das System missbrauchen und Panik verbreiten. Alternativ zur TAN-Methode kann eine Infektion per QR-Code des Testlabors verifiziert werden. Die verschiedenen Möglichkeiten dienen der Benutzerfreundlichkeit.Mehr zu den Kosten der App erfahren Sie hier.

Was passiert, wenn ich die App nicht nutze?

FĂŒr Menschen, die die App nicht nutzen, sollen keine weiteren Nachteile entstehen. Denn parallel zu dem Contact-Tracing per App wird auch die analoge Nachverfolgung weiter betrieben. Wenn sich jemand mit dem Coronavirus infiziert hat, wird er vom Gesundheitsamt aufgefordert, eine Liste aller Kontakte der letzten Tage auszuhĂ€ndigen. Die betroffenen Personen werden dann von den Behördenmitarbeitern benachrichtigt. Das kann allerdings etwas lĂ€nger dauern und kann keine Zufallsbegegnungen mit Unbekannten erfassen.

Bringt es Nachteile, die App zu installieren?

Es ist denkbar, dass die App-Nutzung unerwĂŒnschte psychologische Effekte nach sich zieht. Etwa, dass sich Menschen zu sehr auf die App verlassen, leichtsinnig werden und andere Schutzmaßnahmen nicht mehr einhalten. Dabei gibt es noch lange keine Entwarnung, wenn man noch keine Push-Mitteilung erhalten hat. Es kann durchaus sein, dass man, ohne es zu wissen, mit einem Infizierten in Kontakt war. Nur hatte der unter anderem die App vielleicht nicht installiert oder sie nicht richtig genutzt oder die Entfernungsmessung hat nicht richtig funktioniert. Die App bietet keinen Schutz vor dem Coronavirus.

Erhöht sich durch die App der Strom- und Datenverbrauch?

Wer bisher immer die Bluetooth-Funktion deaktiviert hat, um den Akku zu schonen, ist wahrscheinlich skeptisch. Die App-Entwickler versprechen aber, dass der Akkuverbrauch durch die App nicht allzu hoch ausfallen soll. Das dĂŒrfte im Einzelfall aber stark vom GerĂ€tetyp abhĂ€ngen. Unter Android können Nutzer ganz einfach in den Akku-Einstellungen nachprĂŒfen, welche Anwendungen die Batterie belasten.

Über den Datenverbrauch mĂŒssen sich Nutzer keine Sorgen machen, denn die Mobilfunk-Betreiber in Deutschland werden ihren Kunden keinen Datenverkehr berechnen, der durch die neue Corona-Warn-App entsteht.

FĂŒr wen ist die App verfĂŒgbar?

Die App war anfangs nur fĂŒr Nutzer verfĂŒgbar, die einen Account im deutschen Google Play Store oder Apple App Store haben. Mittlerweile können aber auch User aus verschiedenen europĂ€ischen LĂ€ndern die App installieren. Neben den Nachbarn aus den Benelux-Staaten kann die App auch von Anwendern aus Frankreich, Österreich, der Tschechischen Republik, Polen, DĂ€nemark, RumĂ€nien und Bulgarien verwendet werden, wenn sie sich in Deutschland aufhalten.

Kann ich die App auch im Urlaub nutzen?

Bei Aufenthalten im Ausland sollte man sich nicht auf die Warnfunktion der App verlassen. Zwar können die Smartphones, auf denen die deutsche Corona-App installiert ist, auch im Ausland ihre ID-Nummern via Bluetooth austauschen. Kontakte mit den Einheimischen werden jedoch nicht aufgezeichnet, da die LÀnder unterschiedliche Contact-Tracing-Apps einsetzen. Die Systeme sind noch nicht darauf ausgelegt, Daten auszutauschen. Urlauber sollten sich deshalb die offizielle App des jeweiligen Landes herunterladen.

Langfristig soll sich das Àndern. Zumindest innerhalb der EuropÀischen Union könnten die dezentral konzipierten Corona-Warn-Apps kompatibel gemacht werden. Erste Tests dazu sind bereits gestartet. Mehr dazu lesen Sie hier. Bei Apps mit einem zentralen Ansatz, wie sie beispielsweise in Frankreich und England zum Einsatz kommen, funktioniert das allerdings nicht so leicht.

Welche AnsÀtze und Erfahrungen gibt es im Ausland?

Die Ergebnisse sind bislang durchwachsen: Singapur etwa hatte eine Corona-Tracing-App bereits im MĂ€rz vorgestellt – doch bis heute hat nicht einmal jeder Dritte die App dort auf seinem Handy installiert.

Auch in Island gibt es bereits seit einiger Zeit eine Tracing-App – Rakning-C19. Bis Mitte Mai sei sie dort zwar immerhin von rund 40 Prozent der Bevölkerung genutzt worden, eine Wende bei den Infektionszahlen habe das aber nicht gebracht, berichtet "Technology Review".

In Kolumbien wiederum, dem ersten sĂŒdamerikanischen Land, das eine solche App einsetzt, gibt es laut "Handelsblatt" erhebliche Sicherheitsbedenken bei der Anwendung. Laut einer Analyse des Sicherheitsunternehmens ZeroFox könnten etwa dort hinterlegte Reisepassnummern oder Gesundheitsdaten ausgelesen werden.

In Australien haben sechs Millionen Menschen die App genutzt, das entspricht einem Drittel der Smartphone-User dort. Aber nur in einem Fall war die App wirklich hilfreich.

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In England und Frankreich gelten die Kontakt-Tracing-Apps als weitgehend gefloppt. Beide LĂ€nder haben einen zentralen Ansatz gewĂ€hlt, bei dem alle Nutzerdaten auf einem Server gespeichert werden. Nach Ansicht von Experten wirkt sich das negativ auf die Datensicherheit und das Vertrauen der Nutzer in die App aus. Außerdem gibt es KompatibilitĂ€tsprobleme mit GerĂ€ten und Betriebssystemen. England ist zuletzt doch auf einen dezentralen Ansatz umgeschwenkt.

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