Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomeDigitalNetzpolitik

DSGVO: Datenschützer starten Beschwerdewelle gegen Cookie-Banner


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextBericht: Bayern-Boss ist Führerschein losSymbolbild für einen TextUmstrittener Dschungel-Star fliegt rausSymbolbild für einen TextGolfturnier: Trump bei Trick erwischtSymbolbild für einen Text"Bergdoktor" offenbart größtes GeheimnisSymbolbild für einen TextLive im TV: Rockstar beschimpft RegierungSymbolbild für einen Text4.300 Jahre alte Mumie gefundenSymbolbild für einen TextBrauerei muss nach 130 Jahren schließenSymbolbild für einen TextDAZN-Kommentator (24) ist totSymbolbild für ein VideoJetzt kommt die WetterwendeSymbolbild für einen TextBrokstedt-Attacke: Warum kam A. frei?Symbolbild für einen TextF1-Rennstall präsentiert neuen TeamchefSymbolbild für einen Watson TeaserDschungel-Drama hat böse Folgen für EheSymbolbild für einen TextSpielen Sie das Spiel der Könige
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Datenschützer starten Beschwerdewelle gegen Cookie-Banner

Von dpa
Aktualisiert am 31.05.2021Lesedauer: 3 Min.
Ein veränderter Mauszeiger mit einem wütend guckenden Emoji klickt auf einen Button mit der Aufschrift "Alle Cookies akzeptieren": Die europäische Datenschutzorganisation Noyb startet eine Beschwerdewelle gegen Cookie-Banner auf größeren Websites.
Ein veränderter Mauszeiger mit einem wütend guckenden Emoji klickt auf einen Button mit der Aufschrift "Alle Cookies akzeptieren": Die europäische Datenschutzorganisation Noyb startet eine Beschwerdewelle gegen Cookie-Banner auf größeren Websites. (Quelle: Lino Mirgeler/dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Seit dem Start der Datenschutz-Grundverordnung vor drei Jahren sind sie im Netz allgegenwärtig: Cookie-Banner, mit denen die Betreiber eine Zustimmung zum Datensammeln einfordern. Datenschützer meinen, dass diese Anfragen manipulativ sind

Cookie-Zustimmungsabfragen im Web nerven viele Verbraucher nicht nur – sie sind nach Einschätzung der europäischen Datenschutzorganisation Noyb in Regel auch rechtswidrig gestaltet. Mit einer juristischen Beschwerdewelle will das Team um den Datenschutzaktivisten Max Schrems nun gegen Cookie-Banner vorgehen, die rechtswidrig eine Zustimmung zum Tracking einfordern. Am Montag verschickte sein Verein rund 560 Beschwerdeschreiben an Unternehmen in Europa und in den USA, über 10.000 sollen folgen.


Chrome: Mit diesen Browser-Tricks surfen Sie schnell, sicher und privat

Eine andere Suchmaschine einstellen ist einfach: Zuerst gehen Sie in die Einstellungen von Chrome, indem Sie oben rechts auf die drei Punkte und dann auf "Einstellungen" klicken. Alternativ können Sie auch in der Adressleiste chrome://settings eingeben. Im Navigationsmenü auf der linken Seite klicken Sie dann auf "Suchmaschine". Dort steht ganz oben normalerweise Google als "In der Adressleiste verwendete Suchmaschine".
Gehen Sie auf "Suchmaschinen verwalten". Dort finden Sie ein paar der beliebtesten Suchmaschinen aufgelistet. Um eine davon als neuen Standard festzulegen, klicken Sie rechts neben dem Link auf die drei Punkte
+13

Cookies sind kleine Datensätze, die Webseiten hinterlegen, um die Nutzer identifizierbar zu machen. Mit ihrer Hilfe können individuelle Profile erstellt werden, die weitreichende Rückschlüsse über Surfverhalten, Vorlieben und Lebensgewohnheiten zulassen. Dieses Wissen wird dann etwa für personalisierte Werbung herangezogen.

Cookie-Banner: absichtlich kompliziert gestaltet?

Nun bekommt es die werbetreibende Industrie im Netz mit einem Gegner zu tun, der in zwei spektakulären Fällen bereits Facebook in die Knie gezwungen hat. Max Schrems setzte zum einen im Oktober 2015 vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) durch, dass die von Facebook genutzte transatlantische Datenschutzvereinbarung "Safe Harbor" gekippt wurde. Im vergangenen Juni brachte er vor dem EuGH schließlich auch die Nachfolgeregelung "Privacy Shield" zu Fall.

Schrems hat jetzt ein neues Ziel vor Augen: eine "ganze Industrie von Beratern und Designern, die verrückte Klick-Labyrinthe entwickelt, um vollkommen unrealistische Zustimmungsraten zu generieren". Menschen mit Tricks zum Zustimmen zu verführen, sei ein klarer Verstoß gegen die Prinzipien der europäischen Datenschutz-Grundverordnung DSGVO, erklärte der Vorsitzende des Noyb-Vereins.

Unternehmen arbeiten mit Tricks

Nach dem Gesetz müssten die Anbieter ihre Systeme fair gestalten und den Nutzern eine echte Wahlmöglichkeit bieten. "Unternehmen geben offen zu, dass nur drei Prozent aller Nutzer tatsächlich Cookies akzeptieren wollen, aber mit Tricks mehr als 90 Prozent zur Zustimmung verleitet werden können."

Viele Anwenderinnen und Anwender machen nach Einschätzung von Schrems die DSGVO für "diese ärgerliche Praxis" verantwortlich. "Tatsächlich verwenden jedoch viele Unternehmen Designs, die gegen das Gesetz verstoßen." Die DSGVO verlange nämlich ein einfaches "Ja" oder "Nein" – und wolle damit irreführende Banner eigentlich verhindern.

Hinweis: Auch bei t-online sehen Sie auf der Startseite ein Einwilligungsfenster. In diesem Artikel erklären wir, was es damit auf sich hat und welche Vorteile es hat, wenn man Cookies akzeptiert.

Die Entscheidung, wie die DSGVO genau umgesetzt und kommuniziert wird, liege bei den Unternehmen. Einige von ihnen versuchten nun offensichtlich alles, um Datenschutz für die Nutzer möglichst schwer zu machen, betonte Schrems. "Nach dem Gesetz haben sie aber die Pflicht, eine einfache Wahlmöglichkeit zu bieten. Fast alle Situationen, in denen Nutzer mit Datenschutz konfrontiert werden, werden von Unternehmen gestaltet. Diese machen Datenschutz-Einstellungen oft bewusst zu einem Alptraum, geben aber gleichzeitig der DSGVO die Schuld dafür." Im Fall von Cookie-Hinweisen würden Buttons, Aufbau und Beschriftung gezielt so gewählt, dass die Besucher am ehesten eine datenschutzunfreundliche Auswahl treffen – und damit gegen ihre eigenen Interessen agieren.

Software erkennt rechtswidrige Cookie-Banner

Noyb hat eine Software entwickelt, die verschiedene Arten von rechtswidrigen Cookie-Bannern erkennen und automatisch Beschwerden generieren kann. Nach dem Start mit rund 560 großen Websites will der Verein bis zu 10.000 der meistbesuchten Seiten in Europa unter die Lupe nehmen.

In Deutschland richten sich die Beschwerden unter anderem gegen Online-Händler wie Tchibo.de und Heine oder den Logistik-Dienstleister DHL, aber auch gegen Mittelständler wie Grohe und Hunkemöller sowie den Europa-Park in Rust. Außerdem nimmt Noyb die Cookie-Praxis von etlichen Medien-Unternehmen ins Visier.

International will Noyb die Cookie-Banner bei etlichen US-Internetkonzernen ändern. Die Liste reicht von Facebook, Google und Twitter über Slack und Webex bis hin zu Akamai und dem Newsletter-Dienstleister Mailchimp. Außerdem bekommen Medien wie CNN, Vox Media, CBS, "New York Post" und "Wired" Post von Noyb.

Jeweils eine vollständige Liste der betroffenen Webseiten mit den Domain-Endungen ".de" und ".com" finden Sie am Ende des Artikels im Quellenapparat.

Unternehmen bekommen eine Schonfrist

Bevor die formalen Beschwerden bei den zuständigen Datenschutzbehörden eingebracht werden, räumt der Verein den betroffenen Unternehmen jeweils einen Monat lang Zeit ein, um die Cookie-Banner an die rechtlichen Anforderungen anzupassen. Wenn ein Unternehmen seine Einstellungen nicht innerhalb eines Monats ändere, werde Noyb die Beschwerde bei der zuständigen Behörde einreichen, die ein Bußgeld von bis zu 20 Millionen Euro verhängen könne.

Im Gegensatz zu manchen Abmahnvereinen will Noyb aus der Beschwerdewelle aber selbst kein Geld machen: "Wir machen das auf einer Pro-Bono-Basis ohne Gewinnerzielungsabsicht." Das Projekt werde aus dem allgemeinen Etat von Noyb finanziert, der zu einem großen Teil auf rund 4000 Mitglieder aus ganz Europa angewiesen sei.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Pressemitteilung: "noyb setzt dem Cookie-Banner-Wahnsinn ein Ende"
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Facebook-Konzern hebt Sperre für Trump auf
EuropaFacebookUSA

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website