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CDU-CSU-Fraktion wollen staatliche Kryptowährung

Notenbanken warnen vor Risiken  

CDU-CSU-Fraktion fordern staatliche Kryptowährung

25.06.2019, 12:55 Uhr | rtr

CDU-CSU-Fraktion wollen staatliche Kryptowährung . Münzen der Kryptowährungen Bitcoin, Ethereum, Litecoin und ripple liegen auf einem Tisch: Notenbanken halten eine weltweite Regulierung der Cyber-Devisen  für erforderlich. (Quelle: imago images/photothek)

Münzen der Kryptowährungen Bitcoin, Ethereum, Litecoin und ripple liegen auf einem Tisch: Notenbanken halten eine weltweite Regulierung der Cyber-Devisen für erforderlich. (Quelle: photothek/imago images)

Seitdem Facebook die Einführung einer eigenen Kryptowährung angekündigt hat, mehren sich auch in der Politik die Rufe nach einer staatlichen Zahlungsmethode im Internet. Die Notenbanken warnen jedoch vor den Risiken solcher Cyber-Devisen.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion will sich für eine staatliche Kryptowährung einsetzen, einen sogenannten Stablecoin. "Es gibt ein Bedürfnis dafür", sagt der Blockchain-Experte der Union, Thomas Heilmann, in Berlin. Allerdings seien die Notenbanken noch skeptisch. Seit Facebook angekündigt habe, eine eigene Kryptowährung zu planen, gebe es nochmal eine neue Dynamik, ergänzt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Nadine Schön. Die Frage sei, ob man dieses Feld China oder privaten Konzernen aus den USA überlassen wolle – und was dann im Krisenfall geschehe. "Es kann nicht schaden, wenn wir ein eigenes Angebot als Staat machen", sagt Schön.

Die Notenbanken rund um den Globus hatten zuletzt vor Risiken solcher Cyber-Devisen gewarnt. Sie halten eine weltweite Regulierung für erforderlich. Auch eher preisstabile Krypotwährungen könnten mit Gefahren für Verbraucher verbunden sein, sagt Bundesbankchef Jens Weidmann. "Insbesondere gibt es die Frage, wie der Wert von Stablecoins garantiert werden kann." Auch für die Finanzbranche drohten Gefahren. "Sie könnten das Einlagengeschäft der Banken und ihre Geschäftsmodelle untergraben."

Stablecoin soll von Währungen abgekoppelt sein

Stablecoins sollen weniger anfällig für Preisschwankungen sein als bestehende Cyber-Devisen wie Bitcoin. Dessen Preis war zwischen Oktober und Dezember 2017 von 4.500 auf knapp 20.000 Dollar in die Höhe geschnellt, um dann bis Ende 2018 wieder auf weniger als 3.300 Dollar abzustürzen. Die Stabilität von Stablecoins könnte erreicht werden, indem sie an bestehende Devisen oder einen ganzen Korb von Währungen gekoppelt werden.

Facebook will eine eigene Währung namens "Libra" in der ersten Hälfte 2020 starten und damit in den weltweiten Zahlungsverkehr einsteigen. Das Internet-Netzwerk wird jeden Tag von bis zu zwei Milliarden Menschen genutzt. Libra soll es Nutzern ermöglichen, untereinander Geld zu versenden und Waren von Unternehmen zu erwerben. Branchenkenner halten es für möglich, dass Facebook damit das traditionelle Finanzsystem auf den Kopf stellen könnte. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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