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Windows-Schwachstelle – BSI: Mehr als 14.000 Rechner bedroht

Warnung vor "Bluekeep"-Schwachstelle  

BSI: Mehr als 14.000 Windows-Rechner sind bedroht

13.06.2019, 16:40 Uhr | Dirk Averesch, dpa, str, avr, t-online.de

Windows-Schwachstelle – BSI: Mehr als 14.000 Rechner bedroht . Ein Laptop zerbricht vor Windows-Logo im Hintergrund (Symbolbild): Derzeit bedroht eine kritische Sicherheitslücke Windows-Systeme. (Quelle: Getty Images/bearbeitet)

Ein Laptop zerbricht vor Windows-Logo im Hintergrund (Symbolbild): Derzeit bedroht eine kritische Sicherheitslücke Windows-Systeme. (Quelle: bearbeitet/Getty Images)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt erneut vor einer gefährlichen Sicherheitslücke in älteren Windows-Systemen. Offenbar sind immer noch zahlreiche Geräte in Deutschland ungeschützt – und gefährden dadurch andere. 

Mehrere Windows-Systeme haben eine kritische Sicherheitslücke, die auf den Namen "Bluekeep" getauft wurde, und müssen gepatcht werden. Bereits Mitte Mai hat Microsoft entsprechende Updates verfügbar gemacht. Doch offenbar ist dieses noch längst nicht auf allen betroffenen Geräten angekommen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geht laut einer aktuellen Mitteilung davon aus, dass es allein in Deutschland noch mindestens 14.000 verwundbare Computer gibt. "Es muss davon ausgegangen werden, dass sich dahinter eine Vielzahl an gefährdeten Computer-Arbeitsplätzen verbirgt, die nicht direkt an das Internet angeschlossen sind, etwa in Unternehmensnetzwerken", heißt es in der Mitteilung. "Die tatsächliche Zahl gefährdeter Computer dürfte daher deutlich größer sein."

Die Behörde empfiehlt den Nutzern, das Update dringend nachzuholen. Andernfalls drohe eine Katastrophe vom Ausmaß der "WannaCry"-Welle von 2017. Die Sicherheitslücke klafft im Windows-Fernwartungsdienst und könne ohne Zutun des Nutzers ausgenutzt werden, warnt die Behörde – etwa für einen Angriff mit Schadsoftware, die sich wurmartig weiterverbreitet. Betroffen seien alle Windows-Versionen bis Windows 7 und Windows Server 2008. Nicht betroffen sei Windows 10.

Eine Million Geräte gefährden ganze Netzwerke

Microsoft geht nach eigenen Angaben davon aus, dass weltweit noch immer fast eine Million an das Internet angeschlossene Computer verwundbar sind. Auch Firmennetzwerke seien massiv bedroht. "Es braucht nur einen verwundbaren Computer, der mit dem Internet verbunden ist, um ein potentielles Einfallstor in diese Firmennetzwerke zu öffnen", warnt das Unternehmen in einer Mitteilung. "Von dort aus kann sich die hochentwickelte Schadsoftware verbreiten und weitere Computer im gesamten Unternehmen infizieren." 

Bislang gebe es zwar keine Hinweise, dass ein Computerwurm im Umlauf sei. "Das bedeutet aber nicht, dass wir aus dem Schlimmsten heraus sind", heißt es bei Microsoft. "Wir raten dringend dazu, alle betroffenen Systeme so schnell wie möglich zu aktualisieren." Microsoft hat die Aktualisierungen auf seinen Supportseiten zum Herunterladen bereitgestellt – selbst für Windows-Versionen wie XP, die offiziell schon lange nicht mehr unterstützt werden.

Schwachstelle noch nicht ausgenutzt

Der betroffene Fernwartungsdienst ist laut BSI in der Regel zwar nicht standardmäßig aktiviert. Er werde aber für die Fernwartung einer Vielzahl von Servern verwendet, teils auch über das Internet.

Ein aktives Ausnutzen der Schwachstelle konnte das BSI bislang nicht feststellen: Mit ihrer Veröffentlichung sei aber nun davon auszugehen, dass Angreifer sehr schnell eine entsprechende Schadsoftware entwickeln.



Wie komme ich an die Updates?

Auf noch unterstützen Windows-Versionen wie Windows 7 sollten Updates automatisch heruntergeladen und installiert werden, sofern die Funktionen aktiviert sind. Wenn Sie die Updates für Windows 7 und Windows Server 2008 manuell herunterladen möchten, klicken Sie hier, um auf die Microsoft-Seite zu gelangen. Wählen Sie als nächstes Ihre jeweilige Windows-Version aus und klicken Sie auf "Monthly Rollup" oder "Security Only" und wählen Sie das entsprechende Update.

Wenn Sie noch Windows XP nutzen, müssen Sie das Update manuell herunterladen. Klicken Sie hier, um auf die Microsoft-Seite mit den bereitgestellten Updates zu gelangen. Wählen Sie auch hier die entsprechende Version und klicken Sie auf "Sicherheitsupdate".

Verwendete Quellen:

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