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E-Mails lesen, Webcam fernsteuern ÔÇô das darf der Chef

Von dpa-tmn
Aktualisiert am 25.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Genaue Pr├╝fung: Wie viel Kontrolle darf der Chef bei seinem Mitarbeitern aus├╝ben?
Genaue Pr├╝fung: Wie viel Kontrolle darf der Chef bei seinem Mitarbeitern aus├╝ben? (Quelle: Rainer Droese/imago-images-bilder)
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Einige Arbeitgeber m├Âchten ganz genau wissen, was Besch├Ąftigte den ganzen Tag machen. Verschiedene Methoden k├Ânnen der Kontrolle dienen. Stiftung Warentest gibt den ├ťberblick, was wann erlaubt ist.

Das Wichtigste im ├ťberblick


  • E-Mails
  • Log-in-Daten
  • Browserverlauf
  • Maus- und Tastatureingaben
  • Webcam-Aufzeichnungen

Gerade wenn Besch├Ąftigte zunehmend von zu Hause aus arbeiten, sehen manche Arbeitgeber Bedarf, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter st├Ąrker zu ├╝berwachen. Die Stiftung Warentest hat sich in der Zeitschrift "test" (Ausgabe 02/2021) f├╝nf Methoden genauer angesehen und erkl├Ąrt, was zul├Ąssig ist und was nicht:

E-Mails

Arbeitgeber d├╝rfen Mitarbeitern vorschreiben, wie und wof├╝r sie dienstliche E-Mail-Postf├Ącher verwenden d├╝rfen. Ob eine ├ťberwachung des dienstlichen E-Mail-Accounts im Einzelfall zul├Ąssig ist, h├Ąngt von den Regelungen im Arbeitsvertrag ab.

Entscheidend ist, ob Besch├Ąftigte ihren Account privat nutzen d├╝rfen. Eine ├ťberwachung ist dann meist nicht zul├Ąssig. Der Arbeitgeber d├╝rfe aber verlangen, dienstliche Nachrichten einzusehen.

Ist die private Nutzung ausgeschlossen, k├Ânnen Vorgesetzte den Account stichprobenartig ├╝berpr├╝fen. Das geht aber nur, nachdem sie die Besch├Ąftigten informiert haben. Auch der Betriebsrat muss mitreden.

Log-in-Daten

Der Arbeitgeber hat Anspruch darauf zu erfahren, wann Besch├Ąftigte mit der Arbeit beginnen und wann sie in den Feierabend gehen. Dazu k├Ânnen Arbeitgeber zum Beispiel die Log-in-Daten von Arbeitnehmern erfassen.

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Der Europ├Ąische Gerichtshof (Az. C-55/18) hat zudem entschieden, dass Arbeitszeiten durch technische Vorgaben kontrolliert werden m├╝ssen. In Deutschland ist aber noch nicht entschieden, ob diese Entscheidung in Form eines eigenen Gesetzes umgesetzt werden muss.

Browserverlauf

Die private Internetnutzung kann im Arbeitsvertrag verboten sein. In diesem Fall kann der Arbeitgeber den Browserverlauf eines Angestellten auswerten ÔÇô allerdings nur, wenn der konkrete Verdacht besteht, dass jemand gegen die Regeln im Vertrag verst├Â├čt.

Die Daten d├╝rfen zum Beispiel in einem K├╝ndigungsprozess als Beweise gegen den Arbeitnehmer eingesetzt werden. Ist privates Surfen erlaubt, d├╝rfte ein Arbeitgeber den Browserverlauf etwa dann auswerten, wenn der konkrete Verdacht besteht, der Angestellte ├╝bertreibt es, hei├čt es in dem Beitrag.

Maus- und Tastatureingaben

Sogenannte Keylogger-Software kann alle Tastatureingaben und Mausbewegungen an einem Computer protokollieren. Mit einem Keylogger erhobene Daten k├Ânnen in einem K├╝ndigungsprozess in aller Regel nicht gegen einen Arbeitnehmer verwendet werden.

Im Arbeitskontext ist solche Software nur zul├Ąssig, wenn der Verdacht einer Straftat oder einer besonders schweren Pflichtverletzung besteht, zeigt ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts.

Webcam-Aufzeichnungen

Manche Software erm├Âglicht es, Besch├Ąftigte ├╝ber die Kamera des Rechners zu kontrollieren. Eine solche Video├╝berwachung ohne jeglichen Anlass ist in aller Regel verboten.

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Besteht etwa der Verdacht, dass Besch├Ąftigte bei den Arbeitszeiten betr├╝gen, kann eine heimliche ├ťberwachung ausnahmsweise und zeitlich eng begrenzt zul├Ąssig sein, erkl├Ąrt Stiftung Warentest. Allerdings nur dann, wenn sie das einzig m├Âgliche Mittel ist, den Arbeitszeitbetrug nachzuweisen.

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