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Börsenwissen: Was ist eine Aktiengesellschaft?


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Was ist eine Aktiengesellschaft?

26.03.2019, 15:49 Uhr
Börsenwissen: Was ist eine Aktiengesellschaft?. Globaler Aktienhandel: Eine Aktiengesellschaft beschafft sich durch die Ausgabe von Aktien das erforderliche Kapital. (Quelle: Getty Images/FeelPic)

Globaler Aktienhandel: Eine Aktiengesellschaft beschafft sich durch die Ausgabe von Aktien das erforderliche Kapital. (Quelle: FeelPic/Getty Images)

Wer eine Aktie erwirbt, wird Aktionär einer Aktiengesellschaft. Damit erwirbt man nicht nur das Recht auf eine Gewinnbeteiligung, sondern auch ein Mitbestimmungsrecht an dieser. Doch wie sieht es mit der Haftung des Aktionärs aus?

Eine Aktiengesellschaft ist eine Kapitalgesellschaft, deren Grundkapital aus Aktien besteht. Sie ist die bedeutendste Form einer Kapitalgesellschaft in Deutschland. Man erkennt sie an der Abkürzung bzw. dem Zusatz AG beim Firmennamen. Gesetzliche Grundlage ist das Aktiengesetz.

Der Zweck einer Aktiengesellschaft ist in der Regel der Betrieb eines Wirtschaftsunternehmens. Das erforderliche Grundkapital beschafft sich die AG durch die Ausgabe von Aktien. Durch die Ausgabe von neuen Aktien oder auch Anleihen kann sie sich – im Gegensatz zu anderen Rechtsformen – relativ schnell neues Kapital verschaffen. Das ist insbesondere für Unternehmen mit einem hohen Kapitalbedarf, den sie nicht aus vorhandenen Mitteln decken können, von Interesse.

Die Aktien müssen nicht zwingend an der Börse gehandelt oder das Unternehmen an der Börse gelistet sein.

Organe und Aufgaben einer Aktiengesellschaft

Die Organe einer Aktiengesellschaft sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die jährlich stattfindende Hauptversammlung. Für jedes abgelaufene Geschäftsjahr muss der Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat innerhalb der ersten drei Monate des neuen Geschäftsjahres einen Jahresabschluss vorlegen. Das Geschäftsjahr muss im Übrigen nicht mit dem Kalenderjahr übereinstimmen. Der Jahresabschluss wird durch einen von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer geprüft.

Das Kontrollgremium einer Aktiengesellschaft ist der Aufsichtsrat, der aus mindestens drei Mitgliedern besteht. Er überwacht die Geschäftsführung und bestimmt die Mitglieder des Vorstands. Grundlegend gilt laut Aktiengesetz die Unvereinbarkeit der gleichzeitigen Zugehörigkeit einer Person zum Vorstand und zum Aufsichtsrat. Höchstens für einen begrenzten Zeitraum von einem Jahr kann der Aufsichtsrat einen seiner Mitglieder zu Stellvertretern verhinderter Vorstände ernennen.

Aktionäre einer Aktiengesellschaft

Investoren, die Aktien einer Aktiengesellschaft erwerben, nennt man Aktionäre. Mit dem Erwerb einer oder mehrerer Aktien werden sie Teilhaber des Unternehmens und haften mit dem eingesetzten Kapital. Eine Nachschusspflicht gibt es für gewöhnlich nicht.

Mit dem Kauf bzw. dem Zeichnen von Aktien verschaffen sie dem Unternehmen das erforderliche Kapital für den ausgewiesenen Wirtschaftszweck. Sie erhalten im Gegenzug das Anrecht, am wirtschaftlichen Erfolg, das heißt dem Reingewinn, der Aktiengesellschaft in Form von Dividendenzahlungen teilzuhaben.

Dividende: Die Dividende ist der Gewinnanteil je Aktie. Sie ist keine feste Größe, sondern wird von der Hauptversammlung bestimmt und bei vorliegendem Gewinn eines Unternehmens einmal pro Jahr ausgeschüttet.

Pro Stammaktie erwerben die Aktionäre in der Regel ein Stimmrecht, das sie in der jährlichen Hauptversammlung ausüben können. Davon ausgenommen sind die Vorzugsaktien, mit denen der Inhaber das Recht auf eine höhere Dividende und das Recht auf Vorrang beim Bezug erhält aber ohne Stimmrecht ausgestattet ist.


Ist ein Aktionär im Besitz von mindestens 25 Prozent plus eine Aktie einer Aktiengesellschaft, verfügt er über eine sogenannte Sperrminorität. Mit dieser kann jeder Beschluss einer Hauptversammlung, der eine Dreiviertelmehrheit erfordert, verhindert werden. Darunter fallen zum Beispiel eine Änderung der Satzung oder die Liquidation der Aktiengesellschaft. Diese haben aus diesem Grund genau im Blick, wer größere Aktienbestände des Unternehmens im Besitz hat. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

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