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Ab wann muss ich als Rentner Steuern zahlen?

  • Mauritius Kloft
Von Mauritius Kloft

Aktualisiert am 27.01.2022Lesedauer: 5 Min.
HÀnde mit Kleingeld (Symbolbild): Durch die jÀhrliche Rentenanpassung ist es möglich, dass Rentner steuerpflichtig werden.
HÀnde mit Kleingeld (Symbolbild): Durch die jÀhrliche Rentenanpassung ist es möglich, dass Rentner steuerpflichtig werden. (Quelle: thinkstock)
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Viele wissen es zwar nicht, doch auch Rentner sind grundsĂ€tzlich steuerpflichtig. Steuern zahlen mĂŒssen sie deshalb aber nicht unbedingt. Wie genau die Besteuerung bei Rentnern funktioniert, erfahren Sie hier.

Das Wichtigste im Überblick


  • Ab wann muss ich als Rentner Steuern zahlen?
  • Muss ich als Rentner jedes Jahr mehr Steuern zahlen?
  • Wie hoch ist der Steuersatz bei Rentnern?
  • Kann ich auch Ausgaben von der Steuer absetzen?
  • Fallen nur Steuern auf die gesetzliche Rente an?

Im Juni und Juli bekommen Rentner in Deutschland Post: Die Renten werden normalerweise erhöht.

Doch durch die Rentenerhöhung kann eine unangenehme Überraschung blĂŒhen. Denn: Viele Rentner mĂŒssen plötzlich Steuern zahlen.

Steuern zahlen als Rentner? Richtig, Rentner sind in Deutschland grundsĂ€tzlich steuerpflichtig. Die BeitrĂ€ge, die Sie wĂ€hrend Ihres Berufslebens zur gesetzlichen Rente geleistet haben, reduzierten bis zum Renteneintritt zwar Ihre Steuerlast. Denn Sie können Leistungen als Vorsorgeaufwendungen in der SteuererklĂ€rung geltend machen. DafĂŒr mĂŒssen Sie im Gegenzug als Rentner Steuern auf Ihr Einkommen aus der Rentenversicherung zahlen.

Diese Regel, auch nachgelagerte Besteuerung genannt, hat den Vorteil, dass die Steuerlast fĂŒr Rentner insgesamt geringer ausfĂ€llt. Der Grund: Renten sind grundsĂ€tzlich nicht so hoch wie das Einkommen im Erwerbsleben – und deshalb auch die Steuern auf die Rente.

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Doch nur weil Renten an sich steuerpflichtig sind, heißt das noch lange nicht, dass Sie auch wirklich Steuern zahlen mĂŒssen. Ab wann muss ich denn genau Steuern zahlen? Wie hoch ist der Steuersatz? Und kann ich als Rentner Kosten von der Steuer absetzen? t-online beantwortet die wichtigsten Fragen um die Rentenbesteuerung.

Ab wann muss ich als Rentner Steuern zahlen?

GrundsĂ€tzlich gilt: Jeder Rentner ist verpflichtet, Steuern zu zahlen. Allerdings sind viele Rentner davon befreit – durch den sogenannten Rentenfreibetrag und den steuerlichen Grundfreibetrag.

  • Rentenfreibetrag: Dieser Betrag hĂ€ngt von dem Jahr ab, in dem Sie in Rente gehen. Bis zum Jahr 2040 sinkt dieser Betrag auf null. Der Rentenfreibetrag betrug fĂŒr Neurentner im Jahr 2020 noch 20 Prozent. Das heißt im Gegenzug: 80 Prozent wĂ€ren steuerpflichtig (siehe Tabelle). Allerdings gibt es noch den steuerlichen Grundfreibetrag.
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  • Steuerlicher Grundfreibetrag: ZusĂ€tzlich zum Rentenfreibetrag gibt es den Grundfreibetrag, der allen Steuerzahlern eine bestimmte Einkommenssumme garantiert, auf die sie gar keine Steuern zahlen mĂŒssen. FĂŒr Rentner gilt: Der steuerliche Grundfreibetrag bezieht sich auf die Summe Ihrer RenteneinkĂŒnfte, die nach Abzug des Rentenfreibetrages ĂŒbrig bleibt. Der Grundfreibetrag erhöht sich jedes Jahr ein wenig. FĂŒr das Veranlagungsjahr 2019 liegt er bei 9.168 Euro bzw.18.336 Euro fĂŒr Ehepaare.
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Das heißt, Sie mĂŒssten nur dann Steuern zahlen, wenn Sie mit dem steuerpflichtigen Anteil Ihrer Rente ĂŒber dem jĂ€hrlichen Grundfreibetrag liegen. Und selbst dann gilt das nicht automatisch. Denn: Sie können einige Ausgaben, die Sie als Rentner haben, von der Steuer absetzen (siehe unten).

Muss ich als Rentner jedes Jahr mehr Steuern zahlen?

Nein, nicht zwangslĂ€ufig. Es kann auch sein, dass Sie gar keine Steuern auf Ihre Rente zahlen mĂŒssen (siehe oben). Doch der Reihe nach: Die Besteuerung der gesetzlichen Rente hĂ€ngt von dem Rentenfreibetrag und dem Steuerfreibetrag ab.

Der Rentenfreibetrag hÀngt davon ab, in welchem Jahr Sie in Rente gehen (siehe oben). Wenn Sie ab dem Jahr 2040 in Rente gehen, fÀllt der Rentenfreibetrag weg. Dann wird der volle Anteil Ihrer Rente steuerpflichtig.

Wenn Ihre Rente durch die jĂ€hrliche Rentenanpassung also etwas steigt, kann es sein, dass Sie plötzlich in die Steuerpflichtigkeit rutschen. Denn der Rentenfreibetrag wĂ€chst nicht – sondern bleibt gleich.

Doch Achtung: Steuern fallen ohnehin erst dann an, wenn der Betrag, der nach Abzug des Rentenfreibetrags ĂŒbrig bleibt, ĂŒber dem Steuerfreibetrag liegt. Dieser ist fĂŒr alle Steuerzahler gleich hoch – und Ă€ndert sich jedes Jahr leicht (siehe oben).

Aufgrund dieses Zusammenspiels aus festem Rentenfreibetrag und steigender Renten kann es also sein, dass Sie jedes Jahr etwas mehr Steuern zahlen mĂŒssen – es muss aber nicht so kommen.

Wie hoch ist der Steuersatz bei Rentnern?

Renten gelten in Deutschland als Einkommen, weshalb hier ebenfalls die sogenannte progressive Besteuerung greift. Das bedeutet: Der Steuersatz steigt mit dem Einkommen an.

Einkommen – also auch Renten – bis zur Höhe des Steuerfreibetrags von 9.408 Euro mĂŒssen fĂŒr das Veranlagungsjahr 2020 nicht besteuert werden, der sogenannte Grenzsteuersatz betrĂ€gt hier null Prozent. Ab dem ersten Euro, der darĂŒber liegt, greift dann der nĂ€chste Grenzsteuersatz, nĂ€mlich 14 Prozent. Jeder Euro, der wiederum ĂŒber der nĂ€chsten Einkommensgrenze liegt, wird mit dem nĂ€chsthöheren Steuersatz belastet.

Da es durch dieses Besteuerungssystem nicht einfach ist, die genaue Höhe der zu zahlenden Steuern auszurechnen, können Sie Rentenrechner aus dem Internet nutzen. Bei diesen mĂŒssen Sie angeben, wie hoch Ihre Jahresbruttorente ist, wann Sie das erste Mal Rente erhalten haben und fĂŒr welches Jahr Sie ĂŒberhaupt die Höhe der Steuer errechnen wollen.

Kann ich auch Ausgaben von der Steuer absetzen?

Ja. Das geschieht mithilfe einer SteuererklĂ€rung. Diese mĂŒssen Sie anfertigen, sofern Sie mit dem steuerpflichtigen Anteil Ihrer Rente ĂŒber dem steuerlichen Grundfreibetrag liegen (siehe oben).

Welche Ausgaben Sie von der Steuer absetzen können und was Sie beim AusfĂŒllen der SteuererklĂ€rung beachten sollten, lesen Sie hier.

Fallen nur Steuern auf die gesetzliche Rente an?

Nein, nicht nur auf die gesetzliche Rente mĂŒssen Sie Steuern zahlen. Auch Betriebsrenten und private Renten fallen unter die Besteuerung.

Betriebsrenten unterliegen zu 100 Prozent der Besteuerung. Das bedeutet, es gibt anders als bei der gesetzlichen Rente keinen steuerfreien Anteil.

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Besteuerung der privaten Renten

Es gilt grundsĂ€tzlich: VertrĂ€ge, die vor 2005 geschlossen wurden, sind in der Regel steuerfrei. Es gibt jedoch auch Ausnahmen hiervon, beispielsweise wenn Sie bei Auszahlung der Rente nicht mindestens fĂŒnf Jahre lang in die Versicherung einbezahlt haben. In diesem Fall mĂŒssten Sie die ErtrĂ€ge aus der Rente versteuern.

Wenn Sie die private Rentenversicherung nach 2005 abgeschlossen haben, gibt es zwei verschiedene Regelungen:

  • Wenn Sie das angesparte Kapital als Einmalzahlung erhalten und der Vertrag mindestens 12 Jahre lang lĂ€uft, wird das sogenannte HalbeinkĂŒnfteverfahren angewandt. Das heißt: 50 Prozent der ErtrĂ€ge sind steuerfrei, die verbleibenden 50 Prozent werden nach dem Einkommenssteuersatz oder im Falle von KapitalertrĂ€gen im Rahmen der Abgeltungssteuer versteuert.
  • Wenn Sie die Rente als sogenannte monatliche Leibrente bekommen, gilt: Der Ertragsanteil, der versteuert wird, ist abhĂ€ngig von dem Alter, mit dem Sie die erste Zahlung aus der privaten Rente erhalten. Anbei finden Sie eine Übersicht ĂŒber die Höhe des Ertragsanteils je Alter.
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Beachten Sie: Wenn Sie die VertrĂ€ge der privaten Rentenversicherung, die Sie nach 2005 geschlossen haben, kĂŒndigen, mĂŒssen Sie in der Regel auch Steuern auf die Auszahlungssumme zahlen. Meist lohnt es sich aber ohnehin nicht, eine private Rentenversicherung zu kĂŒndigen. Lesen Sie hier, welche anderen Möglichkeiten Sie stattdessen haben.

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