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Bei Hitze gut schlafen: Diese Tipps sollten Sie kennen

Heiße Nächte im Sommer  

Gut schlafen bei Hitze: Fünf Tipps, die Sie kennen sollten

28.06.2021, 13:19 Uhr | ah, t-online, sah

Hitzewelle in Deutschland: So schlafen sie trotzdem ganz leicht

Wenn die Hitzewelle da ist, schwitzt man nicht nur tagsüber. Nachts kann auch das Schlafen schwierig machen. Mit einigen Tricks kann man sich die Bettruhe jedoch erleichtern. (Quelle: dpa)

Schweißtreibende Hitze: Mit diesen einfachen Tipps kommen Sie trotzdem zu einem erholsamen Schlaf. (Quelle: dpa)


Wenn die Temperaturen auch nachts kaum absinken und die Luft im Zimmer steht, ist für viele an Schlaf nicht zu denken. Doch mit ein paar Tipps können Sie auch im Sommer bei nächtlicher Hitze gut schlafen.

Wenn die Hitze den Schlaf raubt, kann das zur Qual werden. Wer nicht gerade eine Klimaanlage zu Hause hat, dem können folgende Tipps helfen:

1. Die richtige Wäsche wählen

Benutzen Sie für Ihre nächtliche Ruhe atmungsaktive Schlafsachen. Ideal ist leichte Baumwollkleidung, die den Schweiß gut aufsaugt. Viele Menschen schwören auf Funktionswäsche. Diese Kleidung leitet Feuchtigkeit und Wärme aktiv vom Körper nach außen. Verzichten Sie in jedem Fall auf zu eng anliegende Kleidung. Auch nackt zu schlafen ist eine Alternative, wenn Sie sich dabei wohlfühlen.

Statten Sie sich zudem mit dünnen Decken aus, um eine zu große Wärmespeicherung im Bett zu verhindern. Spezielle Sommerbettdecken finden Sie im Fachhandel. Bei großer Hitze reicht auch das Laken oder der leere Deckenbezug.

Die Kleidung oder das Bettzeug vor dem Schlafengehen in den Kühlschrank oder die Kühltruhe zu legen, ist hingegen keine gute Idee. Im ersten Moment mag der Effekt angenehm sein, dann kann das Kleidungsstück aber schnell feucht, zu kalt, oder unangenehm werden. Außerdem kann der klamme Stoff den Wärmetransport aus dem Körper stören.

2. Auf gute Lüftung achten

Die Fenster sollten von morgens bis abends geschlossen bleiben. Lassen Sie nach dem morgendlichen Lüften die Jalousien runter oder ziehen Sie die Vorhänge zu. Dies trägt dazu bei, dass sich keine Hitze in den Räumen aufstaut. Natürlich eignen sich auch Ventilatoren oder Klimaanlagen für die Abkühlung in den eigenen vier Wänden.

Öffnen Sie erst wieder zur Schlafenszeit die Fenster, um die abgekühlte, frische Luft von draußen reinzulassen. Achtung: Vorsicht ist geboten bei Zugluft. Achten Sie darauf, dass Ihre Zimmertüren geschlossen sind, wenn Sie ins Bett gehen, damit Sie am nächsten Morgen nicht mit einer Erkältung aufwachen. Schalten Sie deshalb auch den Ventilator in der Nacht möglichst aus.

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3. Nicht zu viel trinken

Natürlich ist es wichtig, bei Hitze tagsüber viel Wasser zu trinken. Allerdings sollten Sie es damit vor dem Schlafengehen nicht übertreiben, um Ihre Nachtruhe nicht durch Toilettengänge zu unterbrechen. Es kann jedoch helfen, am Abend ein warmes Getränk zu sich zu nehmen. Denn Heißes sorge für Kälte, erklärt der Schlafforscher Hans-Günter Weeß. "Wer vor dem Zubettgehen etwas Warmes trinkt, wird weniger schwitzen."

Verzichten sollten Sie unbedingt auf alkoholische Getränke. Diese steigern nicht nur den Harndrang, sondern sorgen für einen flachen Schlaf. Auch fettige und schwere Speisen sollten Sie am Abend meiden.

Schlaftabletten sieht Schlafforscher Weeß ebenfalls kritisch. "Um Abhängigkeiten nicht zu begünstigen, sollten Sie auch in Hitzenächten nicht zur Tablette greifen", rät er. "Ein paar Nächte mit weniger Schlaf kann unser Körper gut aushalten."

Die Reaktion des Körpers auf Hitze. (Quelle: t-online)Die Reaktion des Körpers auf Hitze. (Quelle: t-online)

4. Kalte Dusche für guten Schlaf?

Vor dem Schlafengehen eine kalte Dusche zu nehmen, klingt zunächst nach einem guten Mittel, um ein starkes Wärmegefühl im Körper schnell loszuwerden. Doch besser schlafen Sie, wenn Sie kalte Duschen meiden. Durch das kalte Wasser ziehen sich die Gefäße zusammen und die Wärme kann nicht mehr so gut aus dem Körper transportiert werden. Besser sind Wechselduschen, wobei Sie mit dem kühlen Wasser beginnen und mit dem warmen aufhören.

5. Nicht lange schlaflos herumwälzen

Wenn Sie nach 20 bis 30 Minuten immer noch nicht einschlafen können, sollten Sie aufstehen und sich mit etwas anderem beschäftigen. Lesen Sie ein Buch oder hören Sie entspannende Musik, und gehen Sie erst dann wieder ins Bett, wenn Sie Müdigkeit verspüren. Auch ein beruhigender Kräutertee mit Melisse, Baldrian oder Lavendel kann das Einschlafen fördern.

Auf keinen Fall sollten Sie sich aber mit Ihrem Smartphone oder PC beschäftigen. Das blaue Licht der Geräte, das wir als weiß wahrnehmen, sorgt dafür, dass die Bildung des Schlafhormons Melatonin zurückgefahren wird und wir nur noch wacher werden. 

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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