Sie sind hier: Home > Gesundheit > Gesund leben >

Besser schlafen: Diese Musik hilft beim Einschlafen

Besser schlafen mit Bach oder Ed Sheeran  

Diese Musik hilft beim Einschlafen

15.11.2018, 14:25 Uhr | dpa

Besser schlafen: Diese Musik hilft beim Einschlafen. Musik hören: Verschiedene Musikgenres können beim Einschlafen helfen. (Quelle: Getty Images/gawrav)

Musik hören: Verschiedene Musikgenres können beim Einschlafen helfen. (Quelle: gawrav/Getty Images)

Viele Menschen leiden unter Schlafstörungen. Vom sanften Schlafmittel bis hin zur Meditation gibt es zahlreiche Tipps für Betroffene. Geht es vielleicht noch viel einfacher?

Zahlreiche Menschen hören abends Musik, um besser in den Schlaf zu finden. In einer entsprechenden Onlineumfrage gaben mehr als 60 Prozent der Befragten an, dass sie Musik schon mal zum Einschlafen gehört haben.

Klassikmusik sei als Einschlafhilfe am beliebtesten gewesen, gefolgt von Rock und Pop, berichten die Forscher im Fachmagazin "Plos One" weiter. Für den deutschen Schlafforscher Hans-Günter Weeß ist das grundsätzlich wenig überraschend. "Alles was entspannt, erleichtert uns das Einschlafen", sagt das Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). Musik sei eine Möglichkeit von vielen.

Klassikmusik wirkt besonders schlaffördernd

Das Team um Tabitha Trahan von der University of Sheffield hatte weltweit Erwachsene auf ihre geplante Untersuchung aufmerksam gemacht, etwa über Social Media-Plattformen wie Facebook und Twitter oder per E-Mail. Insgesamt 651 Menschen machten schließlich mit, die meisten stammten aus Großbritannien. Sie beantworteten online unter anderem, wie oft und welche Musik sie zum Einschlafen hören, warum sie das machen und wie ihnen ihrer Ansicht nach Musik beim Schlafen hilft.

62 Prozent der Teilnehmer gaben an, mindestens einmal schon Musik zum Einschlafen gehört zu haben. Insgesamt nannten die Teilnehmer 545 Komponisten, Sänger oder Instrumentalisten als beliebte Einschlafhilfen. Mit 15 Nennungen wurden Werke von Johann Sebastian Bach am häufigsten erwähnt. Passend dazu wurde von 14 genannten Musikgattungen vor allem die Klassik als schlaffördernd wahrgenommen: Fast ein Drittel der Befragten gab das an.

Weitere beliebte musikalische Einschlafhilfen waren:

  • Ed Sheeran
  • Wolfgang Amadeus Mozart 
  • Brian Eno
  • Coldplay
  • Frédéric Chopin


Musik entspannt und lenkt ab

Wie die Forscher weiter berichten, litten nicht alle Befragten unter Schlafstörungen. Sie wollten durch das Hören von Musik dennoch ihre Schlafqualität erhöhen. Als weitere Gründe gaben Teilnehmer an, sich mit Musik körperlich und geistig entspannen zu wollen und sich von Gedanken abzulenken, die sie sonst am Einschlafen hindern würden. Auch Gewohnheit sowie allgemeine Leidenschaft für Musik seien wichtige Gründe.

Repräsentativ sei die Onlinestudie nicht, räumen die Autoren ein. Denkbar sei etwa, dass sich vor allem Musikinteressierte für eine Teilnahme entschieden hätten. Ob und wenn ja, wie stark dieser Effekt sei, könnten sie mit ihrer Studie nicht klären. Was die Forscher wissen, ist, dass mehr junge als alte Menschen mitgemacht haben. Auch dies könne die Ergebnisse beeinflusst haben. Kritisch sei auch anzumerken, dass sie über den Erfolg von Musik als Einschlafhilfe nichts aussagen können, da eine objektive Beurteilung der Schlafqualität fehle.

"Alternative zu Schlaftabletten"

Wer an Schlafstörungen leide, habe außer Musik zahlreiche andere Möglichkeiten, sich selbst zu helfen, sagt Schlafforscher Hans-Günter Weeß. Betroffene müssten für sich herausfinden, welche Entspannungsmethode am besten geeignet ist. Beliebte Methoden seien etwa auch Fantasiereisen, anderen helfe es zu Lesen.

Es gebe durchaus schon Forschungsarbeiten zum Thema Schlaf und Musik, sagt Weeß. "Aber grundsätzlich ist es wichtig, dass wir weiterhin Wege aufzeigen, die eine gute Alternative zu Beruhigungs- und Schlafmitteln bieten können." Das folge schon aus dem Umstand, dass zwischen einer und zwei Million Menschen in Deutschland von solchen Mitteln abhängig seien.

Verwendete Quellen:
  • dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal