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Bis zu minus 50 Grad in den USA: Was Kälte mit unserem Körper macht


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Wie viel Kälte hält unser Körper aus?

Von dpa-afx, nsa

Aktualisiert am 25.12.2022Lesedauer: 3 Min.
Ein Schneesturm: Beim Zittern spannt der Körper Muskeln immer wieder an, um Wärme entstehen zu lassen.
Ein Schneesturm: Beim Zittern spannt der Körper Muskeln immer wieder an, um Wärme entstehen zu lassen. (Quelle: Ralf Hirschberger/dpa-bilder)
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In den USA herrscht Extremwetter mit Rekordwerten von bis zu minus 50 Grad Celsius. Was passiert bei Kälte mit dem Körper – und wer friert besonders schnell?

Das Wichtigste im Überblick


  • Warum frieren wir?
  • Warum bekommen wir eine Gänsehaut und zittern, wenn es kalt ist?
  • Stimmt es, dass Frauen schneller frieren als Männer?
  • Frieren dünne Menschen schneller als dicke Menschen?
  • Ab welcher Temperatur wird es gefährlich?
  • Wann drohen Erfrierungen?
  • Hilft Alkohol gegen die Kälte?

Warum frieren wir?

In unserer Haut sind Rezeptoren, die ständig messen, wie warm oder kalt es ist. Unser Körper hat eine Temperatur von rund 37 Grad Celsius, und die will er auch halten. Fällt die Außentemperatur unter etwa 15 Grad, greift ein Schutzmechanismus, erklärt Herbert Löllgen, Ehrenpräsident der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP).

Die Blutgefäße der Haut verengen sich, damit nicht zu viel Wärme verloren geht. Der Blutstrom wird zu den überlebenswichtigen Organen und damit zur Körpermitte umverteilt. Das spürt man besonders an Händen, Füßen, Ohren oder Lippen.

Warum bekommen wir eine Gänsehaut und zittern, wenn es kalt ist?

Beides sind Gegenreaktionen auf Kälte. Beim Zittern spannt unser Körper Muskeln immer wieder an. Durch diese Bewegung entsteht dann Wärme. Gänsehaut bekommen wir, weil wir Muskeln auch an unseren Körperhaaren haben. "Das ist also eine Mini-Anspannung dieser kleinen Härchen, die auch alle einen kleinen Muskel um sich haben, was man gar nicht sieht", sagt Löllgen.

Stimmt es, dass Frauen schneller frieren als Männer?

Frauen wird tatsächlich schneller kalt als Männern – aus mehreren Gründen. Männer haben einen höheren Muskelanteil im Körper. Die Muskeln produzieren Wärme und sorgen so dafür, dass einem nicht so schnell kalt wird. Frauen haben außerdem eine dünnere Haut als Männer. Die Dicke der Haut entscheidet darüber, wie viel Wärme wir in unserem Körper speichern können.

Frieren dünne Menschen schneller als dicke Menschen?

Ja. Ein Grund dafür ist der unterschiedliche Anteil von Fett in der Schicht direkt unter der Haut. "Das Fettgewebe hat eine gewisse Isolierschicht", sagt Löllgen. Fett wirkt quasi wie eine Winterjacke, die uns von innen heraus wärmt.

Das kommt dicken Menschen besonders an unbedeckten Körperteilen zugute. Da verliert unser Körper laut Löllgen nämlich am meisten Wärme – und dünnen Menschen fehlt dann diese innere Winterjacke. Im Sommer kann das dicken Menschen aber zum Nachteil werden. Dann schwitzen sie nämlich schneller als Dünne.

Ab welcher Temperatur wird es gefährlich?

Gelingt es bei längerer Kälteeinwirkung dem Organismus nicht mehr, durch die eigene Wärmeproduktion den Wärmeverlust auszugleichen, verringert sich die Körpertemperatur. Die gespeicherte Energie des Körpers ist schließlich aufgebraucht, der Stoffwechsel fährt herunter, das normale Funktionieren der Organe gerät in Gefahr.

Eine zu niedrige Körpertemperatur wirkt sich auf das Gehirn aus, sodass das Opfer nicht mehr klar denken oder sich gut bewegen kann. Dies macht die Unterkühlung besonders gefährlich, da Betroffene ihre Unterkühlung unter Umständen nicht bemerken. Die Symptome hängen davon ab, wie lange man tiefen Temperaturen ausgesetzt war.

Frühsymptome sind:

  • Schüttelfrost
  • Müdigkeit, Verwirrtheit und Desorientierung

Späte Symptome sind:

  • Blaue Haut
  • Geweitete Pupillen
  • Verlangsamter Puls und Atmung
  • Bewusstlosigkeit

Wie schnell der Körper unterkühlt, ist von äußeren Faktoren wie Wind und Feuchtigkeit abhängig. Ab einer Körpertemperatur von maximal 30 Grad Celsius wird es lebensbedrohlich, bei weniger als 26 Grad Celsius versagen Herz und Kreislaufsystem, der Tod tritt ein.

Wann drohen Erfrierungen?

Erfrierungen der Haut sind deutlich früher möglich. Die Kombination aus eisigem Wind und Temperaturen von unter minus 27 Grad lässt die Haut in kurzer Zeit gefrieren, informiert die US-amerikanische Mayo Clinic. Am häufigsten treten Erfrierungen an Fingern, Zehen, Nase, Ohren, Wangen und Kinn auf.

Zu den Anzeichen und Symptomen von Erfrierungen gehören:

  • Zunächst kalte Haut und ein Kribbelgefühl
  • Taubheitsgefühl
  • Rote, weiße, bläulich-weiße, grau-gelbe, violette, braune oder aschfahle Haut, je nach Schweregrad des Zustands und der üblichen Hautfarbe
  • Harte oder wachsartig aussehende Haut
  • Ungeschicklichkeit aufgrund von Gelenk- und Muskelversteifungen
  • In schweren Fällen Blasenbildung nach Wiedererwärmung

Hilft Alkohol gegen die Kälte?

Nein, Glühwein und Co. kühlen den Körper sogar ab. Zwar erweitert Alkohol die Blutgefäße in der Haut und fördert so die Durchblutung. Doch dadurch wird einem nur kurzfristig warm. Denn die so entstehende Wärme wird rasch von der Haut an die Luft abgegeben.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) rechnet damit, dass der Alkohol in ungefähr einer halben Flasche Wein die Körpertemperatur um ein halbes Grad senkt. Sie rät, lieber heißen Tee zu trinken. Besonders Ingwertee ist zu empfehlen: Die Scharfstoffe des Ingwers sorgen für eine bessere Durchblutung der inneren Organe – und sorgt für Wärme im Inneren des Körpers.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Mayo Foundation for Medical Education and Research (MFMER): "Frostbite" (Stand: 27. April 2022)
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