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Hausmittel gegen Schnarchen: Was hilft sofort?


Was kann man tun, wenn der Partner schnarcht?


Aktualisiert am 22.02.2022Lesedauer: 5 Min.
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Frau sitzt neben schlafendem Mann im Bett
Schnarchen ist oft kein Grund zur Sorge, aber eine Belastung für die Partnerin oder den Partner. (Quelle: fizkes/getty-images-bilder)
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Im Internet tummeln sich unzählige Hausmittel und Methoden, die dem nächtlichen Sägen angeblich ein Ende setzen. Was wirklich gegen Schnarchen hilft, hängt jedoch von der Ursache ab. Wir erklären, was Betroffene tun können.

Das Wichtigste im Überblick


Schnarchen ist per Definition keine Krankheit und muss nicht unbedingt behandelt werden. Häufig leidet aber der Bettpartner oder die Bettpartnerin unter den lauten Geräuschen. Manche Menschen, die ihr Bett mit einer schnarchenden Person teilen, entwickeln regelrechte Schlafstörungen und sind tagsüber ständig müde.


Neun häufige Ursachen für Schlafstörungen


Für die Schnarchenden drohen nur ernsthafte Folgen, wenn sie zusätzlich eine sogenannte obstruktive Schlafapnoe haben. Dabei setzt die Atmung in der Nacht immer wieder vorübergehend aus. In diesem Fall ist eine ärztliche Untersuchung wichtig.

Was ist der Grund für Schnarchen?

Beim Schlafen entspannen sich die Muskeln – auch in Rachen und Mund. Bei einigen Menschen erschlafft das Gewebe dadurch so sehr, dass es vibriert, wenn die Luft beim Ausatmen nach draußen strömt. Das erzeugt laute Geräusche.

Warum manche schnarchen und andere nicht, hat verschiedene Gründe. Das hängt unter anderem mit dem Alter und Geschlecht zusammen. Warum mehr Männer als Frauen schnarchen, ist nicht sicher geklärt. Es gibt aber Hinweise darauf, dass das männliche Geschlechtshormon Testosteron Schnarchen fördert, was zumindest ein Teil der Erklärung sein könnte.

Weitere Risikofaktoren sind

  • höheres Lebensalter,
  • Übergewicht,
  • Rauchen sowie
  • Alkoholkonsum.

Alkohol begünstigt Schnarchen dadurch, dass er die Muskeln entspannt. Rauchen reizt die Atemwege.

Ebenfalls einen Einfluss haben anatomische Veränderungen, also zum Beispiel eine zu enge oder verstopfte Nase. Das kann vorübergehend (durch eine Erkältung) oder dauerhaft (etwa wegen einer krummen Nasenscheidewand) der Fall sein.

Vergrößerte Mandeln können den oberen Atemweg verengen und so Schnarchen ebenfalls begünstigen. Auch Kieferfehlstellungen (umgangssprachlich Überbiss) oder ein vergrößerter weicher Gaumen können Faktoren sein.

Je nach Grund für das Schnarchen ist eine andere Therapie sinnvoll. Bei Übergewicht als Ursache kann Abnehmen helfen, bei anatomischen Fehlstellungen kommt in manchen Fällen eine Operation infrage.

Warum habe ich angefangen zu schnarchen?

Schnarchen kann viele Ursachen haben. Welche im Einzelfall dahinterstecken, kann nur eine Ärztin oder ein Arzt sicher beurteilen. Neben den Hauptrisikofaktoren Übergewicht, Alkoholkonsum und Rauchen sind manchmal auch bestimmte Medikamente wie Schlaftabletten der Grund.

Tritt das Schnarchen erst im Laufe der Zeit auf, liegt es möglicherweise schlicht am schlaffer werdenden Gewebe: Viele Menschen beginnen erst im höheren Lebensalter, regelmäßig zu schnarchen. Das Problem verstärkt sich oft bis zum 60. Lebensjahr.

Hausmittel: Was hilft sofort gegen Schnarchen?

Ein simpler Tipp gegen Schnarchen ist, vor dem Schlafengehen auf Alkohol und Schlaftabletten zu verzichten. Beides entspannt die Muskeln und kann Schnarchen somit begünstigen.

Bei Rauchern besteht die Chance, dass sie weniger oder nicht mehr schnarchen, wenn es ihnen gelingt, die Finger von Zigaretten zu lassen.

Eine häufige Empfehlung ist außerdem, seitlich statt auf dem Rücken zu schlafen. Welchen Effekt das hat, ist wissenschaftlich bisher kaum untersucht. Es schadet aber nicht und wird von Fachleuten empfohlen.

Sind Nasensprays ein wirksames Hausmittel gegen Schnarchen?

Manche Menschen verwenden abschwellende Nasensprays, um ihr Problem kurzfristig in den Griff zu bekommen. Das birgt aber Risiken: Auf Dauer können die Wirkstoffe die Nasenschleimhaut schädigen. Wenn sich das Schnarchen durch den Einsatz eines Nasensprays bessert, kann das ein Anzeichen dafür sein, dass dauerhaft verengte Atemwege für das Problem verantwortlich sind oder dieses zumindest verstärken.

In dem Fall ist ein ärztliches Beratungsgespräch sinnvoll: Eine Fachärztin oder ein Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde kann beurteilen, ob eine Nasenoperation helfen könnte.

Was Nasenspreizer und Schnarchschienen bringen

Ein weiteres Hilfsmittel sind sogenannte Nasenspreizer, auch Nasendilatatoren genannt. Sie bestehen aus Kunststoff, werden über Nacht eingesetzt und sollen die Nasenöffnungen so erweitern, dass es möglich wird, freier zu atmen. Gerade wenn Probleme mit der Atmung im vorderen Bereich der Nase bestehen, könnte der Einsatz helfen. Es gibt eine Reihe klinischer Studien, die die Wirksamkeit von Nasenspreizern nahelegen.

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Auch eine andere Maßnahme zeigt sich in verschiedenen Studien als erfolgversprechend: die sogenannte Unterkieferprotrusionsschiene. Umgangssprachlich auch Beißschiene oder Schnarchschiene genannt.

Das ist eine Zahnschiene aus Kunststoff, die über Nacht getragen wird. Sie zieht den Unterkiefer und die Zunge nach vorne, weitet dadurch den Rachen und strafft das Gewebe. Nicht geeignet ist sie bei Menschen mit Zahnimplantaten oder nicht ausreichend Zähnen.

Wann Krankenkassen die Kosten für eine Schnarchschiene tragen

Die Schiene sollte von Fachleuten aus der Zahn- oder Schlafmedizin individuell angepasst werden. Das kostet zwischen 400 und 1.000 Euro. Unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten. Die wichtigste Bedingung ist, dass die Ärztin oder der Arzt sie aufgrund einer obstruktiven Schlafapnoe verordnet hat und andere Therapieformen nicht geholfen haben.

Was kann man tun, wenn der Partner schnarcht?

Wer unter dem Schnarchen der Partnerin oder des Partners leidet, sollte das Gespräch suchen und mit ihr oder ihm überlegen, welche Maßnahmen helfen könnten. Mitunter können schon kleine Verhaltensänderungen wie seitlich schlafen oder Alkoholverzicht helfen. Außerdem können Ohrenstöpsel Entlastung bringen – allerdings empfinden manche die Fremdkörper in den Ohren als unangenehm.

Falls einfache Maßnahmen die Situation nicht verbessern, kann ein gemeinsamer Besuch beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt ratsam sein. Für die Diagnose ist die Außenperspektive der Bettpartnerin oder des Bettpartners hilfreich: Sie oder er kann zum Beispiel Auskunft darüber geben, wie oft das Schnarchen vorkommt, ob es von der Schlafposition abhängt und wie laut und regelmäßig es ist.

Darauf basierend kann die Ärztin oder der Arzt besser einschätzen, um welche Art von Schnarchen es sich handelt und dann passende Maßnahmen vorschlagen.

Wichtig: Wenn im Schlaf des Partners oder der Partnerin längere Atempausen auffallen, sollte unbedingt ein Arztbesuch anstehen. In diesem Fall könnte eine obstruktive Schlafapnoe vorliegen, die für Betroffene gefährlich sein kann.

Obstruktive Schlafapnoe: Bei Atemaussetzern unbedingt zum Arzt

Etwa 10 von 100 Personen, die stark schnarchen, leiden zusätzlich an einer obstruktiven Schlafapnoe. Das heißt, sie atmen während des Schlafs flach und haben Atemaussetzer (Apnoen), die länger als zehn Sekunden dauern. Ab dem 45. Lebensjahr nimmt die Wahrscheinlichkeit hierfür zu.

Für den Körper ist das Stress – schließlich bekommt er immer wieder signalisiert, dass ihm bald die Luft ausgehen könnte. Das kann ihn regelrecht in Panik versetzen: Die Betroffenen wachen dann nachts plötzlich auf, manchmal mit Herzrasen und Luftnot.

Möglicherweise schwitzen sie auch im Schlaf und wachen morgens mit trockenem Mund auf. Tagsüber sind sie häufig müde, können sich nur schwer konzentrieren und haben Kopfschmerzen. Menschen mit obstruktiver Schlafapnoe haben häufig hohen Blutdruck und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Bei Verdacht auf eine obstruktive Schlafapnoe sollten Betroffene unbedingt zu einem Arzt oder einer Ärztin gehen. In der Regel bekommen sie dann zunächst ein tragbares Messgerät, welches sie für eine Nacht mit nach Hause nehmen können. Während des Schlafens zeichnet es alle relevanten Werte wie Atmung oder Herzfrequenz auf. Ist daran etwas auffällig, kann eine Untersuchung im Schlaflabor folgen.

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Am wirksamsten lässt sich eine schwere Schlafapnoe mit der CPAP-Therapie behandeln, was für continuous positive airway pressure steht, die englische Bezeichnung für kontinuierlichen Atemwegsüberdruck. Hierfür tragen Betroffene nachts eine Atemmaske, die mit einem Atemgerät, einer Art Pumpe, verbunden ist. Der leichte Überdruck hält die oberen Atemwege offen.

Kann man aufhören zu schnarchen?

Dass Schnarchen plötzlich verschwindet, ist unwahrscheinlich. Selbst durch eine gezielte Behandlung lässt sich das Schnarchen meist nicht komplett unterbinden. Je nach Ursache gibt es aber verschiedene Maßnahmen, die das Schnarchen eindämmen können.

Oft hilft es schon, auf Zigaretten, Schlaftabletten und Alkohol zu verzichten oder die Schlafposition zu ändern. Darüber hinaus können Nasenspreizer oder Schnarchschienen zum Einsatz kommen.

In manchen Fällen kann auch ein chirurgischer Eingriff helfen, bei dem zum Beispiel die Nasenscheidewand begradigt wird. Wie aussichtsreich solch eine Operation ist und welche Risiken sie birgt, hängt vom Einzelfall ab und kann nur eine Ärztin oder ein Arzt beurteilen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Obstruktive Schlafapnoe. Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.gesundheitsinformation.de (Abrufdatum: 16.2.2022)
  • Schnarchen. Online-Informationen des Öffentlichen Gesundheitsportals Österreichs: www.gesundheit.gv.at (Abrufdatum: 16.2.2022)
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