Sie sind hier: Home > Gesundheit >

Multiple Sklerose: Symptome richtig deuten

Multiple Sklerose  

MS kann inkontinent machen

18.10.2013, 20:26 Uhr | vdb

Multiple Sklerose: Symptome richtig deuten. Multiple Sklerose äußert sich häufig auch über Inkontinenz.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Multiple Sklerose äußert sich häufig auch über Inkontinenz. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vielen Menschen ist Multiple Sklerose noch unbekannt. Dabei leiden in Deutschland rund 130.000 Patienten unter der Nervenkrankheit. MS wird auch als die Krankheit mit den 1000 Gesichtern bezeichnet. Beispielweise kann sie zu Inkontinenz führen. So sind Blasen- und Darmfunktionsstörungen für acht von zehn MS-Erkrankten eine große Belastung, wie die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) berichtet. Wir nennen weitere Symptome von Multiple Sklerose.

Multiple Sklerose trifft häufig junge Menschen

Bei MS handelt es sich um eine chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems. Sie führt zu Störungen der Bewegung, der Sinnesempfindungen und beeinträchtigt auch die Sinnesorgane. Besonders oft trifft es junge Menschen zwischen 20 und 30 Jahren. Bei Frauen wird die Diagnose häufiger gestellt. Ein erstes Warnzeichen können Empfindungsstörungen an Armen und Beinen sein. Später kann sich daraus ein Kribbeln an den Händen oder Taubheitsgefühle an den Füßen entwickeln. Diese Symptome können beim Fortschreiten der Krankheit zu Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen führen.

75 bis 80 Prozent leiden an Blasenfunktionsstörung

Auch Sehstörungen sind häufig ein frühes Anzeichen. Schleiersehen und Doppelbilder treten bei vielen MS-Erkrankten auf. Findet der Augenarzt hierfür keine Ursache, kann meist ein Neurologe weiterhelfen. Doch auch Blasenentleerungsstörungen treten in frühen Stadien der Erkrankung auf. Die Blase gehorcht dann nicht mehr wie bei einem gesunden Menschen. Vor diesem Problem stehen nach Erhebungen des Deutschen MS-Registers 75 bis 80 Prozent der Betroffenen.

Neuro-Urologe misst Blasendruck

Wichtig ist es dann, das Problem anzugehen und mit einem Arzt darüber zu sprechen. Vor dem Termin macht es Sinn, ein Trink- und Toilettenbuch zu führen, das weitere Aufschlüsse über die Symptomatik zulässt. Welche Schäden vorliegen, kann ein Neuro-Urologe anhand einer Blasendruckmessung feststellen. Danach wird über die Therapie entschieden. Eine Ernährungsumstellung, die richtige Bewegung, Massagen und Medikamente können dann helfen, das Problem in den Griff zu bekommen. Zudem gibt es Einwegkatheter, die helfen können. Auch eine Behandlung des für die Blase zuständigen Nervs mit Botox ist möglich.

Darmentleerungsstörungen treffen 40 bis 70 Prozent, der MS-Kranken, wie die DMSG berichtet. Dieses Symptom ist oftmals besonders belastend und den Betroffenen peinlich. Hier kann ein Proktologe oder Gastroenterologe Hilfe bieten. Mit Bewegungstrainern, Einläufen, Inkontinenzklips, Medikamenten und Analtampons lässt sich das Problem bewältigen. Das Schlimmste, was Betroffene tun können, ist, sich aus dem sozialen Leben zurückzuziehen und aus Scham nicht zu reagieren.

Weitere Informationen liefert die im Oktober erschienene DMSG-Broschüre "Blasen- und Darmstörungen bei MS".

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
HUAWEI Mate20 Pro für 9,95 € im Tarif MagentaMobil M
zur Telekom
Anzeige
Erstellen Sie jetzt 250 Visiten- karten schon ab 11,99 €
von vistaprint.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal