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Lipom am Hals: So erkennen Sie den gutartigen Tumor


Nacken oft betroffen
Lipom am Hals – so erkennen Sie den gutartigen Tumor


Aktualisiert am 01.07.2024Lesedauer: 3 Min.
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Ein Mann schaut in den Spiegel und befühlt seinen HalsVergrößern des Bildes
Ein Lipom am Hals lässt sich als leicht verschiebbarer Knubbel unter der Haut ertasten. (Quelle: Prostock-Studio/Thinkstock by Getty-Images-bilder)

Tritt am Hals ein Knubbel auf, sind Sorgen meist unnötig. In vielen Fällen ist es ein harmloses Fettgeschwulst. So erkennen Sie ein Lipom am Nacken.

Lipome sind ungefährliche und bei Erwachsenen recht verbreitete Tumoren, die in jeder Körperregion entstehen können. Sie gehen aus dem Fettgewebe hervor – daher ist mitunter auch von Fettgeschwulsten die Rede. Ihr Inneres besteht aus Fettzellen, die Hülle aus Bindegewebe.

Der Nacken beziehungsweise Hals zählt neben dem Rumpf, den Schultern und den Achselhöhlen zu den Bereichen, an denen sich Lipome am häufigsten bilden. Warum genau sie entstehen und dann ausgerechnet an den genannten Körperstellen auftreten, ist noch nicht ausreichend erforscht. (Was bislang über die Ursachen bekannt ist, erfahren Sie im Artikel "Lipom – was ist die Ursache des gutartigen Tumors?".)

Klar ist: Nur eine Ärztin oder ein Arzt kann mit Gewissheit feststellen, ob es sich bei einem Knubbel am Hals tatsächlich um ein Lipom handelt oder um eine andere Art von Tumor. An bestimmten Merkmalen können Betroffene aber immerhin erkennen, ob es sich wahrscheinlich um ein Lipom handelt oder nicht.

Wie ist ein Lipom am Nacken beziehungsweise Hals zu erkennen?

Ein typisches Lipom am Nacken beziehungsweise Hals

  • ist klein: Meist erreicht ein Lipom einen Durchmesser von höchstens fünf Zentimetern. Nur selten wird ein Lipom deutlich dicker – im Extremfall mitunter mehr als 20 Zentimeter.
  • wächst langsam.
  • lässt sich leicht verschieben.
  • schmerzt nicht.
  • ist nicht gewärmt oder gerötet.
  • tritt einzeln auf. Nur selten entwickeln sich mehrere Lipome, die dann meist symmetrisch angeordnet sind – Fachleute nennen dies Lipomatose.

Ein Lipom lässt sich üblicherweise klar vom umliegenden Gewebe abgrenzen und ruft keine Beschwerden hervor. Je nachdem, wo genau es sich befindet, kann es aber lästig werden, etwa weil es bei der Rasur oder beim An- oder Auskleiden im Weg ist oder die betroffene Person es als optisch störend empfindet.

Lipom am Nacken beziehungsweise Hals – was ist zu tun?

Ein Knubbel unter der Haut ist ein Fall für die Hautärztin oder den Hautarzt. Denn zunächst gilt es zu klären, ob es sich dabei wirklich um ein Lipom handelt oder eher um eine andere Art von Tumor, der eine Behandlung erfordert. Erweist sich der Knubbel wirklich als harmloses Lipom, sind gezielte Gegenmaßnahmen nur nötig, wenn Beschwerden auftreten.

Ein Lipom muss nicht unbedingt entfernt werden, weil es im Gegensatz zu Krebstumoren nicht gefährlich ist. Es vermehrt sich nicht unkontrolliert und bringt auch keine Absiedlungen (Metastasen) hervor. Ein Lipom wächst für gewöhnlich langsam und wuchert nicht zerstörerisch in umliegendes Gewebe hinein.

Wie lässt sich ein Lipom am Nacken beziehungsweise Hals entfernen?

Um ein Lipom entfernen zu lassen, stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Die klassische Methode ist eine kleine Operation, bei der der Tumor mitsamt Hülle herausgeschnitten wird.

Alternativ bieten manche Chirurginnen und Chirurgen Verfahren an, mit denen sich das Lipom ohne Hautschnitt entfernen lässt. Diese haben den Vorteil, keine Narbe zu erwarten ist – aber auch bedeutsame Nachteile. (Mehr zum Ablauf und zu den Vor- und Nachteilen der genannten Methoden können Sie im Artikel "Lipom entfernen – warum nicht jedes Verfahren zu empfehlen ist" nachlesen.)

Der Versuch, ein Lipom eigenständig zu beseitigen, ist aussichtslos und unter Umständen riskant. Wieso, erfahren Sie im Artikel "Warum Sie ein Lipom nicht selbst entfernen sollten".

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Verwendete Quellen
  • Online-Informationen von Deximed: deximed.de (Abrufdatum: 20.6.2024)
  • "Lipom". Online-Informationen von Gelbe Liste Pharmaindex: www.gelbe-liste.de (Stand: 26.5.2022)
  • Kolb, L., et al.: "Lipoma". StatPearls, Treasure Island (FL), StatPearls Publishing (Stand: 26.9.2022)
  • "Lipom (Übersicht)". Online-Informationen von Altmeyers Enzyklopädie: altmeyers.org (Stand: 26.2.2020)
  • Johnson, C. N., et al.: "Lipomatous Soft-tissue Tumors". The Journal of the American Academy of Orthopaedic Surgeons, Vol. 26, Iss. 22, pp. 779-788 (November 2018)
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