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Hörsturz-Dauer: Wie lang eine Krankschreibung nötig ist


So lang kann ein Hörsturz dauern

Von Wiebke Posmyk

16.08.2022Lesedauer: 3 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Patient mit Ohrproblem beim Arzt
Ein Hörsturz bildet sich oft schnell zurück, er kann aber auch länger andauern. (Quelle: RyanKing999/Getty Images)
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Ein Hörsturz kann das Leben stark beeinträchtigen. Lesen Sie mehr über die Dauer der Erkrankung und wie lange eine Krankschreibung nötig ist.

Das Wichtigste im Überblick


  • Hörsturz: Dauer hängt von vielen Faktoren ab
  • Rückfall nach Hörsturz möglich
  • Krankschreibung nach Hörsturz: Wie lange?

Ein Hörsturz tritt meist plötzlich auf. Betroffene können wie aus heiterem Himmel auf einem Ohr kaum noch etwas oder gar nichts mehr hören. Auch Ohrgeräusche, Schwindel oder ein Gefühl von Watte oder Druck im Ohr zählen zu typischen Symptomen. Erkrankte wollen nur eins: die lästigen Beschwerden so rasch wie möglich wieder loswerden. Aber wie lange dauert es, bis ein Hörsturz abklingt?

Hörsturz: Dauer hängt von vielen Faktoren ab

Wie lange eine Person mit einem Hörsturz krank ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Allerdings kann die Intensität der Hörminderung auf die mögliche Dauer des Hörsturzes hinweisen.

Ist ein Hörsturz nur leicht ausgeprägt, sodass die betroffene Person ihn kaum wahrnimmt, sind die Beschwerden oft nur von kurzer Dauer. Die Symptome bilden sich bei einem leichten Hörsturz in vielen Fällen innerhalb weniger Tage von allein zurück. Das Gehör ist anschließend wieder so gut wie vor dem Hörsturz. Insbesondere junge Menschen mit einem leichten Hörsturz erholen sich davon auch ohne Therapie meist vollständig. Die Ärztin oder der Arzt wird bei einem leichten Hörverlust daher gegebenenfalls zunächst zwei bis drei Tage abwarten, bevor eine Behandlung begonnen wird.

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Wie hoch sind die Heilungschancen?

Über die Heilungsrate nach einem leichten Hörsturz gibt es in der Literatur unterschiedliche Angaben. Demnach bildet sich ein leichter Hörsturz bei 3 bis 8 von 10 Personen innerhalb von 14 Tagen mit oder ohne Behandlung komplett zurück.

In anderen Fällen erweist sich ein Hörsturz als hartnäckig. Wie lange ein Hörsturz dauert und ob er sich wieder ganz zurückbildet, hängt auch davon ab, welche Frequenzen beeinträchtigt sind. Gute Chancen auf eine komplette Rückbildung haben Personen, deren Hörminderung nur auf sehr hohe oder sehr tiefe Töne beschränkt ist.

Auch ein schwerer Hörsturz kann wieder vollständig abklingen. Oft verläuft er jedoch langwierig und/oder es bleiben mehr oder minder schwere Beschwerden zurück. Bei einem schweren Hörsturz ist die Hörminderung stark ausgeprägt. Manche Betroffenen haben dauerhaft mit Hörproblemen wie Schwerhörigkeit oder Taubheit zu kämpfen. Zusätzlich können Gleichgewichtsprobleme auftreten. Ein schwerer Hörsturz sollte umgehend behandelt werden. Stellt sich selbst nach Monaten keine Besserung ein, kann es sinnvoll sein, ein Hörgerät zu tragen.

Fazit

Die Dauer eines Hörsturzes lässt sich nicht vorhersagen. Personen, die einen leichten Hörsturz erlitten haben, sollten nach ein bis zwei Tagen eine HNO-Ärztin oder einen HNO-Arzt aufsuchen. Bei starker Hörminderung empfiehlt sich, unverzüglich ärztlichen Rat zu suchen.

Bei manchen Patientinnen und Patienten geht ein Hörsturz mit Ohrgeräuschen (Tinnitus) einher. Bis sich diese zurückbilden, ist oft Geduld gefragt. Meist klingen die Beschwerden bei ausreichender Therapie innerhalb von 6 bis 24 Monaten ab.

Rückfall nach Hörsturz möglich

Die meisten Personen erholen sich von einem Hörsturz wieder vollständig, insbesondere, wenn er nur leicht ausgeprägt ist. Allerdings ist das Risiko für einen Rückfall erhöht: Drei von zehn Patientinnen und Patienten bekommen zu einem späteren Zeitpunkt erneut einen Hörsturz auf dem betroffenen Ohr.

Wie hoch das Rückfallrisiko tatsächlich ist, hängt jedoch auch davon ab, welche Frequenzen von dem Hörsturz betroffen waren. Das Risiko ist insbesondere dann erhöht, wenn das Hören tiefer und mittelhoher Töne beeinträchtigt war. Auch weitere Faktoren wie zum Beispiel Bluthochdruck können das persönliche Risiko erhöhen.

Krankschreibung nach Hörsturz: Wie lange?

Stress und psychische Belastung können einen Hörsturz möglicherweise begünstigen. Inwiefern, ist noch unklar. Grundsätzlich sollten sich Betroffene jedoch nach einem Hörsturz erholen und für Ruhe sorgen. Daher wird die Ärztin oder der Arzt Berufstätigen gegebenenfalls eine Krankschreibung ausstellen. Das ist besonders wichtig, wenn sich die Person psychisch belastet fühlt.

Wie lange eine Krankschreibung nach einem Hörsturz nötig ist, ist individuell verschieden. Die Dauer der Krankschreibung hängt unter anderem davon ab, wie stark die Beschwerden sind, wie lange sie anhalten und in welchem Beruf die Person tätig ist.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • "Hörsturz-Behandlung". Online-Informationen der Deutschen Tinnitus-Liga e. V.: www.tinnitus-liga.de (Abrufdatum: 15.8.2022)
  • "Hörsturz". Online-Informationen des Deutschen Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte e. V.: www.hno-aerzte-im-netz.de (Abrufdatum: 15.8.2022)
  • "Hörsturz". Online-Informationen von AMBOSS:www.amboss.com (Stand: 10.2.2022)
  • "Hörsturz". Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: November 2020)
  • Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie: "Hörsturz" (PDF). AWMF-Leitlinien-Register Nr. 017/010 (Stand: 31.1.2014)
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