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Schwerhörigkeit: Mögliche Ursachen in der Übersicht


Schwerhörigkeit ist keine "Alte-Leute-Krankheit"

Von t-online
Aktualisiert am 07.12.2022Lesedauer: 3 Min.
Junger Mann mit Hörproblemen. Schwerhörigkeit ist ein schleichender Prozess. Er kann bereits in jungen Jahren beginnen.Vergrößern des BildesSchwerhörigkeit ist oft ein schleichender Prozess. Er kann bereits in jungen Jahren beginnen. (Quelle: Daria Kulkova/getty-images-bilder)
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Wenn das Gehör nachlässt, kann das viele Ursachen haben: das Alter, ein Hörsturz, Ohrenentzündungen oder Lärm. Daher sind auch jüngere Menschen häufig betroffen.

Je nachdem, wodurch eine Schwerhörigkeit ausgelöst wurde, sind bestimmte Bereiche des Ohres betroffen.

In den meisten Fällen sind es Schäden im Innenohr, die zu Hörproblemen führen. Doch auch andere Ohrteile können betroffen sein.

Manchmal tritt Schwerhörigkeit plötzlich auf und geht schnell wieder vorbei. Häufig setzt sie aber schleichend, verstärkt sich mit der Zeit und führt zu dauerhaftem Hörverlust. Je nachdem, von welchem Ohranteil die Hörstörung ausgeht, können Ärzte auf die Ursachen schließen. Von diesen hängt auch ab, welche Behandlungsmethode zum Einsatz kommt.

Veränderungen im Außenohr

Schwerhörigkeit kann schon durch Veränderungen im Außenohr ausgelöst werden. Dieser Bereich des Ohrs umfasst die Ohrmuschel, das Ohrläppchen sowie den äußeren Gehörgang. Liegt der Grund für die Taubheit in diesem Bereich, wird von einer Schallleitungsschwerhörigkeit gesprochen. Die Ursachen sind vielfältig: Ohrenschmalz, Wasser oder Fremdkörper im Gehörgang, Entzündungen und Infektionen, eine Gürtelrose sowie angeborene Fehlbildungen können das Hörvermögen vermindern.

Wenn das Mittelohr betroffen ist

Aber auch etwas tiefer, im Mittelohr, lassen sich Ursachen für eine Schallleitungsschwerhörigkeit finden. Das Mittelohr beschreibt die Höhle, die sich an beiden Seiten des Schädels befindet und durch die Eustachi-Röhre mit dem Rachenraum verbunden ist. Als Ursachen für eine Schwerhörigkeit kommen in diesem Bereich Mittelohrentzündungen infrage, ein versteiftes Gehörknöchelchen, Probleme beim Luftdruckausgleich sowie Autoimmunerkrankungen wie die Wegener Granulomatose. Aber auch Trommelfellschäden, die durch die falsche Anwendung von Wattestäbchen zustande kommen, schränken die Hörfähigkeit Betroffener ein.

Schäden im Innenohr

Das Innenohr ist ein sehr empfindlicher Teil des Ohres. Es besteht aus der Hörschnecke, dem Gleichgewichtsorgan und zahlreichen Nervenbahnen. Findet sich die Ursache der Schwerhörigkeit in diesem Bereich, spricht man von einer sogenannten Schallempfindungsschwerhörigkeit. Ausgelöst wird sie beispielsweise durch einen Hörsturz, Lärmschwerhörigkeit, akute Lärmschäden, Altersschwerhörigkeit, erbliche Fehlbildungen, Infektionen, chronische Mittelohrentzündungen oder Innenohrentzündungen.

Durchblutungsstörungen und Stoffwechselprobleme

Innere Erkrankungen können ursächlich sein für eine Schwerhörigkeit. In vielen Fällen spielen dabei Durchblutungsstörungen und Stoffwechselprobleme eine Rolle. Sie schaden dem Innenohr, den Hörnerven und den Hörbahnen. Dazu gehören Bluthochdruck, niedriger Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, Diabetes, Mineralstoffmangel, Autoimmunerkrankungen, Blutarmut, Schilddrüsenstörungen und Migräne.

Besondere Aufmerksamkeit ist zuletzt auch der Halswirbelsäule zuteil geworden. Laut der "Apotheken Umschau" diskutieren Fachleute seit Langem, ob sich hier Ursachen für eine Schwerhörigkeit finden lassen. So könnten durch Schäden an der Wirbelsäule Nervenbahnen und Arterien in Mitleidenschaft gezogen werden, die für das Gehör eine wichtige Rolle spielen.

Nervenschäden im Gehörgang

Die Nerven im Gehörgang und Gehirn sind maßgeblich an der intakten Funktion des Gehörs beteiligt. Deshalb kommen Schäden in diesem Bereich ebenfalls als Ursachen einer Schwerhörigkeit infrage. Wucherungen oder Tumore am Hörnerv, Hirnhautentzündungen, multiple Sklerose oder ein Schlaganfall können daher in manchen Fällen eine Schwerhörigkeit auslösen.

Medikamente und Alkohol

Aber nicht nur Erkrankungen oder Fremdkörper müssen als Ursachen in Betracht gezogen werden. Auch der Konsum von gewissen Medikamenten und Alkohol kann sich negativ auf das Hörvermögen auswirken. Der Stoffwechsel im Innenohr wird geschwächt, die Nervenfunktionen geschädigt. Dies gilt für bestimmte Schmerz- oder Rheumamittel, sogenannte Schleifendiuretika, die gegen Wasseransammlungen im Körper eingesetzt werden, Malariamittel und Zytostatika zur Behandlung von bösartigen Tumoren.

Alkohol hingegen beeinträchtigt die Funktion der Nervenzellen im Gehirn – wodurch der bekannte Schwindel beim Alkoholgenuss zustande kommt. Wird über einen längeren Zeitraum zu viel des Nervengifts konsumiert, können Durchblutungsstörungen und Gefäßschäden zustande kommen, die teilweise wiederum eine Schwerhörigkeit zur Folge haben.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
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