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Bei diesem Symptom droht ohne Behandlung Schwerhörigkeit

Von t-online, ag

Aktualisiert am 25.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Eine Ă€ltere Frau fasst sich ans Ohr. Ein dumpfes GefĂŒhl im Ohr kann ein Hinweis auf einen Hörsturz sein.
Ein dumpfes GefĂŒhl im Ohr kann ein Hinweis auf einen Hörsturz sein. (Quelle: Victor_69/getty-images-bilder)
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Nehmen Sie UmweltgerÀusche nur noch gedÀmpft wahr, als hÀtten Sie Watte im Ohr? Dann sollten Sie bald einen Ohrenarzt aufsuchen.

In Deutschland erleiden rund 15.000 Menschen pro Jahr einen Hörsturz. HĂ€ufig ist die Durchblutung des Innenohrs gestört. Auslöser sind Stress, Diabetes, Rauchen und Übergewicht.


Die hĂ€ufigsten Ursachen fĂŒr Schwerhörigkeit

Ärztin setzt Seniorin ein HörgerĂ€t ein: Altersschwerhörigkeit: Im Alter nimmt die Hörleistung ab. Der Prozess beginnt etwa ab dem 50. Lebensjahr. Altersschwerhörigkeit entsteht dadurch, dass die winzig kleinen Haarzellen in der Hörschnecke (Cochlea) nicht mehr vorhanden sind oder beschĂ€digt werden. Ein HörgerĂ€t kann helfen, das Hörvermögen zu optimieren.
Hörsturz: Infektionen, Durchblutungsstörungen oder eine Thrombose können einen Hörsturz auslösen und zu Schwerhörigkeit fĂŒhren. Man unterscheidet zwischen einem "kleinen" und einen "großen" Hörsturz. Beim ersten können die Hörzellen wieder heilen, bei einem "großen" besteht die Gefahr, dass ein Teil der Zellen abstirbt und dadurch die HörschĂ€digung entsteht. HĂ€ufige Symptome sind zu Beginn Ohrensausen oder ein DruckgefĂŒhl.
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"WattegefĂŒhl" ist Warnzeichen

"Das meist einseitige WattegefĂŒhl ist, genau wie ein DruckgefĂŒhl im Ohr, ein Warnzeichen fĂŒr einen Hörsturz. Tritt dazu eine plötzliche Hörminderung auf, so ist ein Besuch beim HNO-Arzt dringend anzuraten. Schmerzen treten dabei keine auf", sagt Hals-Nasen-Ohrenarzt Dr. Jan Löhler. Zudem könne die Hörstörung verschiedene Frequenzbereiche treffen. So hören manche Patienten nur ein kleines bisschen schlechter wĂ€hrend andere auf dem Ohr taub werden. Viele hören zudem verzerrt und hallend.

Bei unbehandeltem Hörsturz droht Tinnitus

Weitere Symptome fĂŒr einen Hörsturz sind OhrgerĂ€usche, SchwindelgefĂŒhle und leichte Benommenheit. "Der Patient sollte in jedem Fall Ruhe bewahren und das Ausmaß des Hörsturzes nicht durch weiteren Stress unnötig verstĂ€rken", so Löhler. Der Hörsturz ist eine akute Hörstörung, die behandelt werden muss. Sonst drohen dauerhafte HörschĂ€den sowie chronische OhrgerĂ€usche (Tinnitus).

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Nicht alle Therapien sind Kassenleistungen

Mit verschiedenen Medikamenten könnten bei den meisten Patienten dauerhafte SchĂ€den verhindert werden, so der HNO-Arzt. Das Ziel der Therapie ist es, die Durchblutung im Innenohr anzuregen. DafĂŒr wird in der Regel eine Infusionstherapie eingeleitet, bei der dem Patienten ĂŒber einen Tropf blutverdĂŒnnende und gefĂ€ĂŸerweiternde Medikamente zugefĂŒhrt werden. Auch eine Behandlung mit Tabletten ist möglich. "Allerdings werden die meisten Behandlungen eines Hörsturzes nicht von den gesetzlichen Kassen ĂŒbernommen", sagt Löhler.

Wie schĂŒtze ich mich vor dem "Infarkt im Ohr"?

Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, einem Hörsturz vorzubeugen. Vermeiden Sie Übergewicht und verzichten Sie auch auf Nikotin und Alkohol. Zudem ist es ratsam, extremen LĂ€rm zu meiden oder die Ohren bei Konzerten mit Ohrstöpseln zu schĂŒtzen. Wer Musik hört, sollte die LautstĂ€rke nicht zu hoch drehen. Versuchen Sie außerdem, dauerhafte Stressbelastung zu vermeiden. Das gelingt zum Beispiel mit Sportarten wie Yoga und Qi-Gong. Auch bei regelmĂ€ĂŸiger Meditationen oder SpaziergĂ€ngen kann man sich vom Alltag erholen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Geraldine Nagel
Von Christiane Braunsdorf
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