Sie sind hier: Home > Gesundheit > Krankheiten & Symptome >

Eiskopfschmerzen: Was ist das – und können die Schmerzen gefährlich werden?

Kopfweh beim Eisessen  

Kann "Hirnfrost" gefährlich werden?

13.08.2021, 15:06 Uhr | Larissa Koch, t-online, lk

Eiskopfschmerzen: Was ist das – und können die Schmerzen gefährlich werden?. Ein Junge isst Eis und hält sich schmerzverzerrt den Kopf. (Quelle: Getty Images/vitapix)

Eiskopfschmerz: Kaltes zu schnell auf einmal kann ganz schön weh tun. (Quelle: vitapix/Getty Images)

Die meisten kennen es: Das Eis oder das kühle Getränk mit Eiswürfeln tun bei Hitze so gut – aber im Kopf schmerzt es plötzlich. Doch kann der sogenannte Eiskopfschmerz gefährlich werden?

Für den plötzlichen Kältekopfschmerz in der Stirnregion hat sich auch der Begriff "Hirnfrost" eingebürgert. Sogar das renommierte "British Medical Journal" hat sich dem Thema gewidmet und im Jahr 2002 eine Studie zum Kältereiz-Kopfschmerz veröffentlicht.

Zunächst nahmen Wissenschaftler lange an, dass das Phänomen nur an heißen Tagen auftritt. Das britische Fachblatt sprach daher von einer "wichtigen Wissenslücke", die gefüllt werden müsse. Darum wurde die Untersuchung im Winter mit Schülern in Kanada durchgeführt. Und es zeigte sich: Auch an kalten Tagen bekamen die Teilnehmer Eiskopfschmerzen. 

So entsteht "Hirnfrost"

Ob Eis pur oder Eiswürfel in einem Getränk: Der Temperaturunterschied zwischen unserem Körper und kalten Speisen oder Getränken ist sehr groß. Unsere Körpertemperatur liegt durchschnittlich bei etwa 37 Grad Celsius, ein Eiswürfel ist etwa minus 15 Grad kalt.

Diese Differenz von über 50 Grad muss unser Organismus ausgleichen – im Winter wie im Sommer. Nur kommt es im Sommer eben häufiger vor, dass unser Körper diese Kompensationsleistung vollbringen muss. Schmerzempfindliche Personen kennen den Effekt besonders gut.

Gehirn im Eiswürfel - Animation. (Quelle: Getty Images/fergregory)Gehirn im Eiswürfel: Hirnfrost, zu englisch "brain freeze" nennt sich der unangenehme Effekt, der beim Eisessen entsteht. (Quelle: fergregory/Getty Images)

Definition Kältekopfschmerz

Beim Kältekopfschmerz verkrampfen die Kopfmuskeln und die Blutgefäße ziehen sich durch den plötzlichen Kältereiz rasant zusammen. Dadurch entsteht ein stechender Schmerz hinter der Stirn. Dieser ist umso heftiger, je kälter es ist. Der spezielle Kopfschmerz kann nicht nur durch kalte Getränke oder Speisen ausgelöst werden, sondern auch durch kalte Außentemperaturen.

Das Empfinden ist ein normaler Schutzmechanismus des Körpers, der dafür sorgt, dass der Organismus nicht zu viel Wärme verliert. In der Regel hält der Eiskopfschmerz nur sehr kurz an. Schädlich für das Gehirn ist er nicht.

Kältekopfschmerz vermeiden

Der Kältekopfschmerz lässt sich durch entsprechendes Verhalten vermeiden: Nutzen Sie im Winter immer eine warme Kopfbedeckung und verzichten Sie grundsätzlich auf zu kalte Speisen und Getränke. Eis sollten Sie nicht zu schnell essen, wie die Stiftung Kopfschmerz rät, sondern zunächst langsam im Mund erwärmen, bevor Sie es ganz herunterschlucken. So wird der Temperaturunterschied zwischen Eis und Gaumen etwas reduziert und der Reiz vermieden, der den Kältekopfschmerz auslöst.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Gesundheit > Krankheiten & Symptome

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: