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Hinterkopfschmerzen: Ursachen und Behandlung

Druck im Kopf  

Hinterkopfschmerzen: Ursachen und Behandlung

19.11.2019, 12:02 Uhr | fh (CF), t-online

Hinterkopfschmerzen: Ursachen und Behandlung. Hinterkopfschmerzen entstehen häufig durch Verspannungen im Nacken- oder Kieferbereich. (Quelle: Getty Images/Image Source)

Hinterkopfschmerzen entstehen häufig durch Verspannungen im Nacken- oder Kieferbereich. (Quelle: Image Source/Getty Images)

Viele Menschen sind regelmäßig von Hinterkopfschmerzen betroffen. In vielen Fällen sind die Auslöser harmlose Ursachen. Doch hinter Kopfschmerzen können auch Krankheiten stecken. Erfahren Sie hier alles über die Ursachen und Behandlung von Kopfschmerzen am Hinterkopf.

Symptome von Hinterkopfschmerzen

Die Betroffenen leiden an Symptomen wie ziehenden und pochenden Schmerzen am Hinterkopf sowie einem dumpf drückenden Gefühl, ähnlich wie bei Spannungskopfschmerzen.Teilweise kann der Kopfschmerz auch nur in einem Teil des Hinterkopfes auftreten. Die Schmerzen können plötzlich oder über einen längeren Zeitraum auftreten. Treten folgende Beschwerden zusammen mit Hinterkopfschmerzen auf, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen:

  • Erbrechen und Übelkeit
  • Schwindel
  • Sehstörung
  • Bewusstseinsstörungen
  • Sprachstörung
  • versteifter Nacken
  • Krampfanfall
  • Taubheitsgefühl
  • Lähmungserscheinungen

Häufige Ursachen von Hinterkopfschmerzen

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten körperlichen Beschwerden in Deutschland. Rund zehn Millionen Deutsche leiden regelmäßig darunter, wobei Frauen häufiger als Männer betroffen sind. Grundsätzlich sollten Betroffene möglichst frühzeitig auf den Schmerz reagieren. Denn  Kopfschmerzen sind Warnsignale des Körpers sind, die nicht ignoriert werden dürfen.

Um eine geeignete Behandlungsmöglichkeitzu finden, müssen die Ursachen der Kopfschmerzen im Hinterkopf erkannt werden. Diese sind – im Gegensatz zur Migräne – oft verhaltensbedingt. Sie könnendurch Stress, verspannte Halsmuskeln, unbewusstes Zähneknirschen oder Haltungsfehler ausgelöst werden. Der Schmerz strahlt bei vielen Patienten vom Rücken in den Hinterkopf, die Stirn, Augen, Schläfen und sogar den Kiefer aus.

Schmerztagebuch bei Kopfschmerzen
Um den Arzt bei der Diagnose der Kopfschmerzen zu unterstützen, ist es hilfreich, ein Schmerztagebuch zu führen. Darin sollte festgehalten werden, wann die Kopfschmerzen auftreten, wann sie am stärksten sind, wo sie auftreten und ob Stress, das Schlafverhalten oder die falsche Körperhaltung die Spannungskopfschmerzen beeinflussen.

Wenn der Kopfschmerz immer wiederkehrt

Es gibt aber auch sehr gefährliche und lebensbedrohliche Erkrankungen, die mit Hinterkopfschmerzen einhergehen. Deshalb sollte bei längeren und immer wiederkehrenden Schmerzen stets ein Arzt aufgesucht werden, um die genaue Ursache abzuklären. Eine Röntgenuntersuchung liefert Hinweise auf einen Bandscheibenvorfall oder Verletzungen an der Halswirbelsäule. Im besten Fall lassen sich diese mit Krankengymnastik oder Massagen beheben, im schlimmsten nur durch eine Operation. Mittels einer Computertomografie kann relativ schnell ausgeschlossen werden, dass eine Tumorerkrankung im Gehirn eine Ursache für die Kopfschmerzen ist.

Treten starke Schmerzen im Hinterkopf ganz plötzlich auf, könnte eine Hirnblutung vorliegen. Ein Alarmsignal sind zusätzliche Symptome wie Schwindel, Sehstörungen, Nackensteifheit oder Bewusstseinsveränderungen. Hier zählt jede Sekunde. Handelt es sich um eine Hirnhautentzündung, eine sogenannte Meningitis, ist die Behandlung im Krankenhaus zwingend erforderlich.

Behandlung von Hinterkopfschmerzen

Hat der Arzt lediglich Verspannungen als Ursache diagnostiziert, ist eine medikamentöse Behandlung der Kopfschmerzen nicht nötig. Schon eine viertelstündige Massage mit zehnprozentigem Pfefferminzöl an Schläfen, Scheitel und Nacken wirken ähnlich lindernd bei Kopfschmerzen wie klassische Kopfschmerz-Medikamente (Paracetamol oder Ibuprofen). Vor allem Wärme hilft, angespannte und verkrampfte Muskeln um den Kopf herum zu lösen. Tipp: Gönnen Sie sich ein Bad, eine Wärmflasche, einen Saunabesuch oder feucht-heiße Kompressen für die Nacken- und Stirnpartie.

Manchen Patienten hilft jedoch genau das Gegenteil: Kälte. Bei leichten, gelegentlichen Schmerzen können kalte Fußbäder und Kompressen Wunder bewirken. Um Verspannungen vorzubeugen, sollten Übungen zur Kräftigung der Muskulatur durchgeführt werden. Auch verschiedene Entspannungstechniken wie autogenes Training sind zu empfehlen. 

Schmerzmittel bei Kopfschmerzen

Migräne-Geplagten helfen solche Hausmittel selten. Anstatt sich mit den Hinterkopfschmerzen lange zu quälen, können Sie nach vorheriger Rücksprache mit Ihrem Arzt testen, welches Medikament bei Ihnen die beste Wirkung erzielt. Viele schwören bei Kopfschmerzen auf den bekannten Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS). Da dieser häufig nur schlecht vertragen wird, kann alternativ auch Paracetamol oder 400 bis 600 Milligramm Ibuprofen eingenommen werden.

Verwendete Quellen:
  • Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft
  • Techniker Krankenkasse (TK)

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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