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Depressionen bei Männern: Häufig unterschätzt


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Depressionen bei Männern bleiben häufig unerkannt

t-online, lk

Aktualisiert am 10.08.2017Lesedauer: 2 Min.
Mann am Fenster: Depressionen zeigen sich bei Männern anders als bei Frauen. (Symbolbild)
Mann am Fenster: Depressionen zeigen sich bei Männern anders als bei Frauen. (Symbolbild) (Quelle: Marjan_Apostolovic/getty-images-bilder)
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Depressionen bei Männern werden wenig diskutiert.

Viele Männer gestehen sich aufgrund ihrer Rolle als "starkes Geschlecht" eine Depression nicht ein. Das liegt auch an den Symptomen, die sich unterscheiden.


Acht Fakten zu Depressionen

Eine Depression äußert sich meist darin, dass der Patient sich niedergeschlagen fühlt. Betroffene Personen sind nicht in der Lage, angemessen auf die Bedingungen, unter denen sie leben, zu reagieren. Der überwiegende Teil der Depressionen wird durch äußere Einflüsse auf den Menschen ausgelöst. Diese Einflussfaktoren können alltäglicher Stress, Leistungsdruck, aber auch Schicksalsschläge wie eine Trennung oder der Todesfall eines Familienmitglieds oder einer nahestehenden Person sein.
Symptome einer Depression können sich vielfältig äußern: Betroffene berichten über Schlafstörungen, innere Unruhe, Magenprobleme, Niedergeschlagenheit und innere Leere. Häufig fühlen sich depressive Personen nicht mehr in der Lage, ihren Alltag zu meistern. Sie ziehen sich zurück und brechen den Kontakt mit ihren Mitmenschen ab.
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Symptome von Depressionen bei Männern

Depressionen werden bei Männern häufig nicht erkannt, weil die Symptome anders sind als man erwartet. Im Gegensatz zu depressiven Frauen, die sich zurückziehen und in sich gekehrt wirken, rasten viele Männer bei den kleinsten Zwischenfällen sofort aus. Wut entlädt sich in teilweise gewalttätigen Übergriffen und sie fühlen sich oft gereizt, werden schnell aggressiv.

"Männer tendieren zu aggressivem Verhalten, weil das dem typisch männlichen Selbstbild eher entspricht als der leise Rückzug", erläutert Diplom-Psychologe Frank Meiners von der DAK. Dies äußert sich häufig auch im exzessiven Sporttreiben und großer Arbeitswut. Doch auch Männer zeigen in vielen Fällen durchaus typische Anzeichen einer Depression: Sie sind weniger stressresistent als früher, leiden an Schlafstörungen und sind ständig erschöpft. Viele haben auch Selbstmordgedanken.

Männer schieben es auf den Körper

Depressionen bei Männern bleiben oft verborgen, weil sie die psychischen Symptome nicht einschätzen können. Sie sind für sie nicht greifbar und deshalb verlagern sie ihre Beschwerden auf handfeste körperliche Symptome. Verdauungsprobleme und Magenschmerzen können genauso versteckte Anzeichen für Depressionen bei Männern sein wie Rücken- oder Herzprobleme. Ein Großteil der Männer, die an Depressionen leiden, klagt außerdem über sexuelle Probleme. Sie haben kaum noch Lust auf Sex, was sich zusätzlich belastend auf die Psyche auswirken kann, da es ihre Männlichkeit infrage stellt, erklärt Meiners. (Depression: Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten)

Depression: typische Frauenkrankheit?

Bis heute gilt die Depression als ein feminines Krankheitsbild. Doch allein die Zahl der Selbstmorde, die von Männern begangen werden (rund 70 Prozent), lässt diese These wackeln. Zwar sind nicht alle Suizide auf psychische Leiden zurückzuführen, doch das liegt hauptsächlich daran, dass Männer mit Depressionen sich nur sehr selten an einen Arzt wenden. Der wahre Auslöser für den Freitod wird also oft nicht erkannt, da es Männern schwerfällt, über psychische Probleme zu reden.

Glücklicherweise bricht diese Blockade immer weiter auf. Nicht zuletzt durch bekannte Gesichter wie Fußballspieler Sebastian Deisler, der sich öffentlich zu seiner Krankheit bekannt hat. Auch der Selbstmord von Nationaltorwart Robert Enke hat viele wach gerüttelt. Depressionen sind unter Männern wahrscheinlich ähnlich verbreitet wie bei Frauen. Man muss nur wissen, worauf man achten muss.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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