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Antidepressiva: Weltweit lindern immer mehr Menschen ihre Depression mit Medizin

je (CF)

Aktualisiert am 20.11.2015Lesedauer: 3 Min.
Gerade Deutsche stehen der Einnahme von Antidepressiva, wegen der gefürchteten Nebenwirkungen, skeptisch gegenüber.
Gerade Deutsche stehen der Einnahme von Antidepressiva, wegen der gefürchteten Nebenwirkungen, skeptisch gegenüber. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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In den letzten 15 Jahren hat sich der Konsum von Antidepressiva in Deutschland verdoppelt, wie eine Statistik der OECD belegt. Laut "Focus Online" nehmen etwa fünf Prozent der deutschen Bevölkerung Antidepressiva ein. Dabei liegen die Deutschen damit noch unter dem Durchschnitt. In Island etwa sind es 12 Prozent. In Chile wird dagegen am wenigsten zum Medikament gegriffen.

Antidepressiva: Weltweit steigender Konsum

Daraus kann allerdings nicht geschlossen werden, dass die Menschen in Island im Vergleich zu anderen Ländern besonders traurig sind. Vielmehr steht der erhöhte Konsum damit in Zusammenhang, in wie weit die Depression als Krankheit in der Gesellschaft akzeptiert wird. Immer mehr Menschen gestehen sich eine Erkrankung ein und gehen schneller zum Arzt. Auch die Ärzte sind für die Thematik stärker sensibilisiert und können eine Depression besser erkennen.

In Deutschland liegt der Wert noch unter Durchschnitt


Acht Fakten zu Depressionen

Eine Depression äußert sich meist darin, dass der Patient sich niedergeschlagen fühlt. Betroffene Personen sind nicht in der Lage, angemessen auf die Bedingungen, unter denen sie leben, zu reagieren. Der überwiegende Teil der Depressionen wird durch äußere Einflüsse auf den Menschen ausgelöst. Diese Einflussfaktoren können alltäglicher Stress, Leistungsdruck, aber auch Schicksalsschläge wie eine Trennung oder der Todesfall eines Familienmitglieds oder einer nahestehenden Person sein.
Symptome einer Depression können sich vielfältig äußern: Betroffene berichten über Schlafstörungen, innere Unruhe, Magenprobleme, Niedergeschlagenheit und innere Leere. Häufig fühlen sich depressive Personen nicht mehr in der Lage, ihren Alltag zu meistern. Sie ziehen sich zurück und brechen den Kontakt mit ihren Mitmenschen ab.
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Da die Deutschen gegenüber Psychopharmaka wie Antidepressiva skeptisch eingestellt sind, wird hierzulande nicht so schnell zu Medikamenten gegriffen. Viele fürchten, dass die Arzneimittel die Persönlichkeit verändern und süchtig machen. Allerdings machen Antidepressiva nicht körperlich abhängig, wie etwa Schlaf- oder Beruhigungsmittel. Beim Absetzen der Medikamente können jedoch Beschwerden wie Schlaflosigkeit auftreten. Im Gespräch mit Ihrem Arzt können Sie die Vor- und Nachteile der Einnahme von Antidepressiva besprechen.

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Welche Antidepressiva gibt es?

Bei der Therapie einer Depression stehen verschiedene Ansätze zur Verfügung. Einer ist die medikamentöse Behandlung mit Antidepressiva. Welches Medikament dabei zum Einsatz kommt, hängt von dem jeweiligen Krankheitsbild ab.

Zunächst einmal ist zwischen pflanzlichen und synthetischen Antidepressiva zu unterscheiden. Die wichtigsten synthetischen Mittel lassen sich in folgende Gruppen unterteilen: Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (etwa Praoxetin oder Citalopram), Selektive Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (auch Reboxetin), Noradrenalin-Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (Venlafaxin) und Atypische Antidepressiva (unter anderem Mitrazapin). Weiterhin gibt es auch sogenannte Tri- und tetrazyklische Antidepressiva (etwa Doxepin) sowie Mono-Amino-Oxidase-Hemmer (zum Beispiel Tyramin).

Bei den pflanzlichen Antidepressiva ist vor allem Johanniskraut zu nennen, das eine stimmungsaufhellende Wirkung hat. Präparate mit Johanniskraut werden vor allem für die kurzzeitige Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen eingesetzt. Weltweit existieren über 400 verschiedene Arten der Heilpflanze. Auch wenn Johanniskraut nicht verschreibungspflichtig ist, sollte die Einnahme, nicht zuletzt wegen möglicher Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, unbedingt mit einem Arzt besprochen werden.

Medikamentöse Akuttherapie bei Depressionen

Bei einer Einnahme von Medikamenten raten Psychiater und Psychologen weiterhin, dass eine medikamentöse Behandlung auch immer von einer Psychotherapie begleitet werden sollte. "Bereits das ärztliche Gespräch mit dem Hausarzt ist eine Basis-Psychotherapie", so der Experte Hans Jürgen Möller von der Psychiatrischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität München laut "Focus". Mithilfe einer Akuttherapie sind erst einmal die Symptome einer Depression abzuschwächen. Dazu wird das Antidepressivum zunächst nur in einer geringen Dosis eingenommen, die dann nach und nach bis auf die volle Dosierung erhöht wird. In der Regel dauert eine Akuttherapie acht bis zwölf Wochen. Um einen Rückfall zu verhindern, sollte der Patient die durch einen Arzt veranschlagte Therapiedauer auch nicht unterschreiten.

Länger behandeln und Rückfall vermeiden

Wer zudem schon länger unter einer Depression leidet, hat ein erhöhtes Risiko, nach einer abgeschlossenen depressiven Episode eine weitere zu erleiden. Deshalb kann es sinnvoll sein, die medikamentöse Behandlung auch nach Abklingen der depressiven Symptome fortzusetzen. Dies kann einen Zeitraum von mehreren Monaten oder sogar Jahren in Anspruch nehmen.

Medikamente zur Vorbeugung einer Depression

Vor allem bei Menschen mit einer familiären Vorbelastung oder einem chronischen Krankheitsverlauf kann eine vorbeugende Behandlung wichtig sein. Häufig wird Patienten dafür Lithium verabreicht. Lithium ist jedoch kein klassisches Antidepressivum. Es dient normalerweise der Vorbeugung psychischer Erkrankungen wie etwa der einer bipolaren Störung in Kombination mit einem anderen Antidepressivum.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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