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Warum Antibiotika gegen Viren wirkungslos sind

Unterschied Bakterien und Viren  

Warum Antibiotika gegen Viren wirkungslos sind

18.10.2012, 10:02 Uhr | hf (CF)

Warum Antibiotika gegen Viren wirkungslos sind. Antibiotika sind gegenüber Viren wirkungslos und werden generell zu oft verschrieben. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Antibiotika sind gegenüber Viren wirkungslos und werden generell zu oft verschrieben. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Antibiotika gegen Viren einzunehmen, ist nicht nur zwecklos, sondern kann sich sogar nachteilig auf Ihre Gesundheit auswirken. Eine positive Wirkung zeigen die Arzneien nur gegen Bakterien. Bei Grippe oder Erkältungen sind Antibiotika daher meist die falsche Wahl.

Antibiotika wirken nur gegen Bakterien

Bakterien wirken nicht grundsätzlich schädlich auf den menschlichen Körper. Viele von ihnen gehören sogar zu unserem Organismus und helfen uns beispielsweise bei der Verdauung oder beim Schutz unserer Haut. Haben die Kleinstlebewesen aber eine Infektion ausgelöst, kann diese mithilfe von Antibiotika bekämpft werden. Bakterien bestehen in der Regel aus einer einzelnen, lebenden Zelle, haben einen Stoffwechsel und können sich selbstständig vermehren. Antibiotika greifen sie an, dringen durch ihre Zellwand und töten sie ab. Körpereigene Zellen bleiben dagegen von dieser Wirkung verschont.

Viren sind dagegen nach wissenschaftlicher Definition keine Lebensformen – auch wenn diese Aussage umstritten ist. Im Gegensatz zu Bakterien haben sie keinen Stoffwechsel und können sich auch nicht selbstständig fortpflanzen. Vielmehr dringen sie in eine Zelle des menschlichen Körpers ein und übernehmen die Kontrolle über sie. Da sie die menschlichen Zellen nicht angreifen, können Antibiotika gegen Viren daher auch nichts ausrichten. 

Was geschieht, wenn Antibiotika gegen Viren eingesetzt werden?

Erkrankungen wie Grippe oder eine Erkältung werden von Viren ausgelöst, die die Schleimhäute befallen haben. Antibiotika können Ihnen in diesem Fall also in der Regel nicht helfen. Hat ein Arzt allerdings den Verdacht, dass sich zusätzlich zu den Viren auch schädliche Bakterien auf den Schleimhäuten befinden, kann er trotzdem Antibiotika verschreiben, damit sich die Bakterien im geschwächten Bereich nicht ungehindert ansiedeln und vermehren.

Ist der Verdacht auf Bakterien allerdings ausgeschlossen, sollten Antibiotika gegen Virenerkrankungen nicht eingesetzt werden. Grund: Antibiotika können eine Reihe von Nebenwirkungen auslösen, die den Körper zusätzlich belasten. Zudem können Bakterien mit der Zeit resistent gegen Antibiotika werden, wenn Patienten die Medikamente zu häufig einnehmen. Im schlimmsten Fall bleibt die Wirkung der Antibiotika also auch bei infektiösen Krankheiten irgendwann aus.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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