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Bluthochdruck in den Wechseljahren kann gefährlich werden

Hormonbedingte Hypertonie  

Wechseljahre können Bluthochdruck begünstigen

11.04.2017, 11:55 Uhr | kg (CF)

Bluthochdruck in den Wechseljahren kann gefährlich werden. Bluthochdruck durch Wechseljahre ist normal (Quelle: imago images/Jochen Tack)

Bluthochdruck durch Wechseljahre ist normal (Quelle: Jochen Tack/imago images)

In der Zeit der Wechseljahre verändert sich der Hormonhaushalt der Frau und kann somit auch Bluthochdruck verursachen. Sinkt nämlich der Östrogengehalt, verringert sich die Schutzfunktion gegen Herz-Kreislauf-Störungen und erhöhten Blutdruck. Betroffenen Frauen kann eine Hormonersatztherapie helfen, doch auch die gilt es kritisch abzuwägen.

Warum Wechseljahre Bluthochdruck verursachen

Wechseljahre können Bluthochdruck begünstigen, da in dieser Zeit der Östrogenspiegel der Frau sinkt. Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen wirkt blutdrucksenkend und leistet somit auch Schutz gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese regulierende Wirkung verliert jedoch an Effektivität. Auch wenn Frauen schon immer einen niedrigen Blutdruck hatten und ab der Menopause Bluthochdruck gemessen wird, so ist das nichts Ungewöhnliches. (Diät in den Wechseljahren: So können Sie abnehmen)

Bluthochdruck begünstigt Herzinfarkt

Dennoch ist Bluthochdruck sowohl bei Frauen als auch bei Männern gefährlich. Mit einem erhöhten Blutdruck steigt schließlich das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkankung wie chronischer Herzinsuffizienz zu erkranken, einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu erleiden. "Absolut betrachtet haben Frauen ein niedrigeres Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen als Männer. Allerdings steigt bei Frauen das Risiko nach den Wechseljahren, also ab etwa dem 55. Lebensjahr, signifikant an", so die Kardiologin Dr. med Susanne Berrisch-Rahmel vom CardioCentrum Düsseldorf in einer Pressemitteilung des Bundesverbandes Niedergelassener Kardiologen (BNK).

Hormonersatztherapie kritisch abwägen

Um das Erkrankungsrisiko zu senken, rät der BNK dazu, sich viel an der frischen Luft zu bewegen, wenig Alkohol zu konsumieren und sich möglichst natriumarm zu ernähren. Um in den Wechseljahren den Hormonhaushalt wieder zu stabilisieren und den Bluthochdruck zu senken, war es lange Zeit üblich, dass die Frauen Hormone genommen haben.

Hier raten Experten jedoch, eine Behandlung mit Hormonpräparaten kritisch abzuwägen. "Bei Frauen kann die Einnahme von Hormonpräparaten zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden zu Bluthochdruck führen. Es erhöht sich aber auch das Risiko, später an Brustkrebs zu erkranken" warnt die Ludwigsburger Kardiologin Irmtraut Kruck in der Pressemitteilung des BNK weiter.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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