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Ja, die Redaktion hat fĂŒr diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Hausstauballergie: So erfolgt die Diagnose durch den Arzt

t-online, ah (CF)

Aktualisiert am 25.04.2021Lesedauer: 2 Min.
Arzt fĂŒhrt einen Pricktest durch: HĂ€ufig wird dieser Test zur Diagnose einer Hausstauballergie eingesetzt.
Arzt fĂŒhrt einen Pricktest durch: HĂ€ufig wird dieser Test zur Diagnose einer Hausstauballergie eingesetzt. (Quelle: AlexRaths/getty-images-bilder)
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Hausstaubmilben können Allergikern ganz schön zusetzen. Doch wie findet man heraus, ob man allergisch ist? Eine Hausstauballergie-Diagnose lÀsst sich relativ simpel von einem Hautarzt oder Allergologen stellen. Wir stellen Ihnen die gÀngigen Allergietests vor.

Das Wichtigste im Überblick


  • Hausstauballergie-Diagnose via Pricktest
  • Die IgE-Konzentration im Blut bestimmen
  • Nasaler Provokationstest

Symptome: Wie Ă€ußert sich eine Hausstauballergie?

Eine Hausstauballergie-Diagnose sollten Sie im Idealfall von einem Hautarzt oder Allergologen stellen lassen. ZunĂ€chst wird abgeklĂ€rt, wann und wo die Allergie-Symptome auftreten. Es ist wahrscheinlich, dass Sie allergisch auf Hausstaubmilben reagieren, wenn Sie Beschwerden wie gereizte Augen, Schnupfen, Niesen, Hautrötungen oder Husten haben und diese nachts oder am frĂŒhen Morgen am schlimmsten auftreten. Um sicherzugehen, ob Sie tatsĂ€chlich an der Allergie leiden, sollten Sie sich einem Allergietest unterziehen.


Hausstauballergie: So bekÀmpfen Sie Hausstaubmilben

Matratze auswechseln: Studien zufolge wird in einer Matratze nach sieben Jahren ein Höchstmaß an Allergenen erreicht. Deshalb rĂ€t die Stiftung Warentest, eine Matratze alle sieben bis zehn Jahre auszuwechseln.
Allergendichte BezĂŒge: Allergiker können Ihre Matratzen vor Milbenbefall gut schĂŒtzen: Mit allergendichten ÜberzĂŒgen, sogenannten Encasings.
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Was ist eine Allergie? Eine Allergie ist eine Überreaktion des Körpers, genauer des Immunsystems. Diese ĂŒbermĂ€ĂŸige Immunreaktion wird durch Allergene ausgelöst, das sind eigentlich harmlose körperfremde Substanzen. Allergene können beispielsweise Hausstaub aber auch Pollen oder andere Substanzen sein.

Hausstauballergie-Diagnose via Pricktest

Der sogenannte Pricktest ist die am hĂ€ufigsten angewandte Methode, um eine Hausstauballergie-Diagnose zu stellen. Hierbei werden verschiedene Testlösungen, bestehend aus unterschiedlichen Allergenen, auf die Innenseite Ihres Unterarms getrĂ€ufelt und anschließend vom Arzt mithilfe einer Pinzette in die Haut gedrĂŒckt.

Nach 15 bis 20 Minuten untersucht Ihr Arzt die "geprickten" Stellen nach Rötungen und Quaddeln – haben Sie an der Stelle, wo Sie eine Hausstauballergie-Lösung abbekommen haben, eine derartige Reizung, ist eine Hausstauballergie sehr wahrscheinlich. Wird durch den Pricktest kein eindeutiges Ergebnis erzielt, kann auch ein Intrakutan-Test durchgefĂŒhrt werden. Dieser ist empfindlicher als der Pricktest. Testlösungen der verdĂ€chtigen Allergene werden mit einer kleinen Spritze in die oberste Hautschicht gespritzt. Nach etwa 20 Minuten kann das Ergebnis abgelesen werden.

Diplom-Oecotrophologin Sonja LĂ€mmel
Drei Fragen an
Sonja LĂ€mmel

Sonja LĂ€mmel ist Diplom-Oecotrophologin und arbeitet seit ĂŒber 20 Jahren fĂŒr den Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB).

Wie Ă€ußert sich eine Hausstauballergie?

Die Symptome einer Hausstaubmilbenallergie treten ganzjĂ€hrig auf, sind aber hĂ€ufig unspezifisch und „schleichend“. Es tritt ein Gewöhnungseffekt auf. Die Beschwerden werden meist nicht als so akut empfunden wie bei einer saisonalen Allergie. HĂ€ufig entzĂŒndet sich die Nasenschleimhaut, die Nase ist dauerhaft verstopft. Es kann zu Niesreiz (z.B. bei Staubentwicklung), aber auch hĂ€ufigem Husten kommen. Einige Symptome werden meist nicht mit der Hausstaubmilbenallergie in Verbindung gebracht wie ein gestörter Schlaf, anhaltende Atemwegs-Infekte oder ein stĂ€ndiges RĂ€uspern. Auch Juckreiz, Hautreaktionen oder Reaktionen an den Augen können bestehen. Da Hausstaubmilben ganzjĂ€hrig auftreten, ist das Risiko fĂŒr die Entwicklung eines allergischen Asthmas noch höher als bei einer saisonalen Allergie. Daher sollte eine Hausstaubmilbenallergie frĂŒhzeitig erkannt und richtig behandelt werden.

Kann eine Hausstauballergie von alleine wieder verschwinden?

DarĂŒber gibt es leider keine verlĂ€sslichen Daten. Wie  und warum Allergien entstehen, bleiben und in seltenen FĂ€llen auch wieder verschwinden, darĂŒber wissen wir aktuell noch zu wenig, als dass man sich darauf verlassen sollte.

Ist eine Hyposensibilisierung bei einer Hausstauballergie ratsam?

Eine Hyposensibilisierung kann durchgefĂŒhrt werden, allerdings gilt es hierbei einige Aspekte zu beachten. Da die Behandlung einige Zeit dauert, sollte trotzdem als Erstes die wichtigste Maßnahme der Behandlung einer Hausstaubmilben-Allergie im Fokus stehen, die Sanierung des Wohnumfeldes. Die wichtigste Maßnahme ist die Sanierung der Matratze! Diese sollte mit einem möglichst allergendichten MatratzenĂŒberzug, dem so genannten Encasing, versehen werden. Bettdecke und Kopfkissen regelmĂ€ĂŸig waschen und fĂŒr eine gute BelĂŒftung unterm Bett sorgen. StaubfĂ€nger aus dem Schlafbereich entfernen und einen Staubsauger mit HEPA-Filter wĂ€hlen. Ob eine Hyposensibilisierung in Frage kommt, sollte mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Besteht die Allergie noch nicht so lange, bieten die Extrakte, die eingesetzt werden, eine gute Behandlungsmöglichkeit. Doch nicht alle Allergieauslöser der Hausstaubmilbe sind in den PrĂ€paraten enthalten. Betroffenen sollten also erst noch einmal getestet werde, ob die Allergie auch wirklich auf die entsprechenden Allergene besteht.

Die IgE-Konzentration im Blut bestimmen

Ob Sie allergisch auf Hausstaubmilben reagieren, lĂ€sst sich auch ĂŒber eine Blutuntersuchung feststellen. Anhand der Probe lĂ€sst sich die sogenannte IgE-Konzentration in Ihrem Blut bestimmen. Der Name setzt sich aus den Begriffen Antikörper (Immunglobuline, kurz Ig) und Klasse E (folglich IgE) zusammen – die Antikörper der Klasse E können gegen Hausstaubmilben gerichtet sein und lösen gegebenenfalls eine allergische Reaktion bei Hausstauballergikern aus. Wenn der IgE-Wert erhöht ist, ist eine Allergiebereitschaft wahrscheinlich.

Wichtig zu wissen ist, dass diese Tests lediglich die Allergiebereitschaft beziehungsweise die Sensibilisierung anzeigen und nur die Überempfindlichkeit gegenĂŒber Allergenen der Parasiten bestĂ€tigen, so der Hinweis der "Apotheken Umschau". Es muss aber nicht automatisch bedeuten, dass grundsĂ€tzlich Allergiesymptome bei Ihnen auftreten.

Weitere Artikel


Nasaler Provokationstest

Bei dem nasalen Provokationstest kann eine Hausstauballergie-Diagnose durch Reizung der Nasenschleimhaut aufgezeigt werden. Hierbei wird Ihnen zunĂ€chst eine Kochsalzlösung zum SĂ€ubern in die Nase gespritzt, bevor dann ein Hausstaubmilben-Extrakt auf die Schleimhaut gesprĂŒht wird. Sollten Sie auf dieses mit Niesen oder Nasenlaufen reagieren, reagieren Sie tatsĂ€chlich auf Hausstauballergene.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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