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Hausstauballergie: So erfolgt die Diagnose durch den Arzt

Allergietest  

Hausstauballergie: So erfolgt die Diagnose durch den Arzt

14.01.2021, 13:10 Uhr | ah (CF), t-online

Hausstauballergie: So erfolgt die Diagnose durch den Arzt. Arzt führt einen Pricktest durch: Häufig wird dieser Test zur Diagnose einer Hausstauballergie eingesetzt. (Quelle: Getty Images/ AlexRaths)

Arzt führt einen Pricktest durch: Häufig wird dieser Test zur Diagnose einer Hausstauballergie eingesetzt. (Quelle: AlexRaths/Getty Images)

Hausstaubmilben können Allergikern ganz schön zusetzen. Doch wie findet man heraus, ob man allergisch ist? Eine Hausstauballergie-Diagnose lässt sich relativ simpel von einem Hautarzt oder Allergologen stellen. Wir stellen Ihnen die gängigen Allergietests vor.

Symptome: Wie äußert sich eine Hausstauballergie?

Eine Hausstauballergie-Diagnose sollten Sie im Idealfall von einem Hautarzt oder Allergologen stellen lassen. Zunächst wird abgeklärt, wann und wo die Allergie-Symptome auftreten. Es ist wahrscheinlich, dass Sie allergisch auf Hausstaubmilben reagieren, wenn Sie Beschwerden wie gereizte Augen, Schnupfen, Niesen, Hautrötungen oder Husten haben und diese nachts oder am frühen Morgen am schlimmsten auftreten. Um sicherzugehen, ob Sie tatsächlich an der Allergie leiden, sollten Sie sich einem Allergietest unterziehen.

Was ist eine Allergie? Eine Allergie ist eine Überreaktion des Körpers, genauer des Immunsystems. Diese übermäßige Immunreaktion wird durch Allergene ausgelöst, das sind eigentlich harmlose körperfremde Substanzen. Allergene können beispielsweise Hausstaub aber auch Pollen oder andere Substanzen sein.

Hausstauballergie-Diagnose via Pricktest

Der sogenannte Pricktest ist die am häufigsten angewandte Methode, um eine Hausstauballergie-Diagnose zu stellen, wie das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ in einem Bericht zum Thema schreibt: Hierbei werden verschiedene Testlösungen, bestehend aus unterschiedlichen Allergenen, auf die Innenseite Ihres Unterarms geträufelt und anschließend vom Arzt mithilfe einer Pinzette in die Haut gedrückt.

Nach 15 bis 20 Minuten untersucht Ihr Arzt die "geprickten" Stellen nach Rötungen und Quaddeln – haben Sie an der Stelle, wo Sie eine Hausstauballergie-Lösung abbekommen haben, eine derartige Reizung, ist eine Hausstauballergie sehr wahrscheinlich. Wird durch den Pricktest kein eindeutiges Ergebnis erzielt, kann auch ein Intrakutan-Test durchgeführt werden. Dieser ist empfindlicher als der Pricktest. Testlösungen der verdächtigen Allergene werden mit einer kleinen Spritze in die oberste Hautschicht gespritzt. Nach etwa 20 Minuten kann das Ergebnis abgelesen werden.

Diplom-Oecotrophologin Sonja Lämmel

Drei Fragen an

Sonja Lämmel

Sonja Lämmel ist Diplom-Oecotrophologin und arbeitet seit über 20 Jahren für den Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB).

Die Symptome einer Hausstaubmilbenallergie treten ganzjährig auf, sind aber häufig unspezifisch und „schleichend“. Es tritt ein Gewöhnungseffekt auf. Die Beschwerden werden meist nicht als so akut empfunden wie bei einer saisonalen Allergie. Häufig entzündet sich die Nasenschleimhaut, die Nase ist dauerhaft verstopft. Es kann zu Niesreiz (z.B. bei Staubentwicklung), aber auch häufigem Husten kommen. Einige Symptome werden meist nicht mit der Hausstaubmilbenallergie in Verbindung gebracht wie ein gestörter Schlaf, anhaltende Atemwegs-Infekte oder ein ständiges Räuspern. Auch Juckreiz, Hautreaktionen oder Reaktionen an den Augen können bestehen. Da Hausstaubmilben ganzjährig auftreten, ist das Risiko für die Entwicklung eines allergischen Asthmas noch höher als bei einer saisonalen Allergie. Daher sollte eine Hausstaubmilbenallergie frühzeitig erkannt und richtig behandelt werden.

Darüber gibt es leider keine verlässlichen Daten. Wie  und warum Allergien entstehen, bleiben und in seltenen Fällen auch wieder verschwinden, darüber wissen wir aktuell noch zu wenig, als dass man sich darauf verlassen sollte.

Eine Hyposensibilisierung kann durchgeführt werden, allerdings gilt es hierbei einige Aspekte zu beachten. Da die Behandlung einige Zeit dauert, sollte trotzdem als Erstes die wichtigste Maßnahme der Behandlung einer Hausstaubmilben-Allergie im Fokus stehen, die Sanierung des Wohnumfeldes. Die wichtigste Maßnahme ist die Sanierung der Matratze! Diese sollte mit einem möglichst allergendichten Matratzenüberzug, dem so genannten Encasing, versehen werden. Bettdecke und Kopfkissen regelmäßig waschen und für eine gute Belüftung unterm Bett sorgen. Staubfänger aus dem Schlafbereich entfernen und einen Staubsauger mit HEPA-Filter wählen. Ob eine Hyposensibilisierung in Frage kommt, sollte mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Besteht die Allergie noch nicht so lange, bieten die Extrakte, die eingesetzt werden, eine gute Behandlungsmöglichkeit. Doch nicht alle Allergieauslöser der Hausstaubmilbe sind in den Präparaten enthalten. Betroffenen sollten also erst noch einmal getestet werde, ob die Allergie auch wirklich auf die entsprechenden Allergene besteht.

Die IgE-Konzentration im Blut bestimmen

Ob Sie allergisch auf Hausstaubmilben reagieren, lässt sich auch über eine Blutuntersuchung feststellen. Anhand der Probe lässt sich die sogenannte IgE-Konzentration in Ihrem Blut bestimmen. Der Name setzt sich aus den Begriffen Antikörper (Immunglobuline, kurz Ig) und Klasse E (folglich IgE) zusammen – die Antikörper der Klasse E können gegen Hausstaubmilben gerichtet sein und lösen gegebenenfalls eine allergische Reaktion bei Hausstauballergikern aus. Wenn der IgE-Wert erhöht ist, ist eine Allergiebereitschaft wahrscheinlich.

Wichtig zu wissen ist, dass diese Tests lediglich die Allergiebereitschaft beziehungsweise die Sensibilisierung anzeigen und nur die Überempfindlichkeit gegenüber Allergenen der Parasiten bestätigen, so der Hinweis der "Apotheken Umschau". Es muss aber nicht automatisch bedeuten, dass grundsätzlich Allergiesymptome bei Ihnen auftreten.

Nasaler Provokationstest

Bei dem nasalen Provokationstest wird versucht, eine Hausstauballergie-Diagnose, durch Reizung der Nasenschleimhaut zu erzwingen. Hierbei wird Ihnen zunächst eine Kochsalzlösung zum Säubern in die Nase gespritzt, bevor dann ein Hausstaubmilben-Extrakt auf die Schleimhaut gesprüht wird. Sollten Sie auf dieses mit Niesen oder Nasenlaufen reagieren, reagieren Sie tatsächlich auf Hausstauballergene.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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