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Keuchhusten bei Baby und Säugling: Das sollten Sie wissen

Pertussis  

Keuchhusten bei Baby und Säugling: Das sollten Sie wissen

05.01.2015, 11:52 Uhr | tl (CF)

Keuchhusten bei Baby und Säugling: Das sollten Sie wissen. Keuchhusten kann für Babys lebensbedrohlich sein, weshalb sie möglichst stationär im Krankenhaus behandelt werden sollten (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Keuchhusten kann für Babys lebensbedrohlich sein, weshalb sie möglichst stationär im Krankenhaus behandelt werden sollten (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Keuchhusten beim Baby oder Säugling ist eine ernst zu nehmende Erkrankung. Die Pertussis kann in diesem Alter lebensbedrohlich sein. Hier erfahren Sie die wichtigsten Fakten.

Komplikationen und Behandlung der Pertussis

Bei Kindern verläuft die Pertussis oft in drei charakteristischen Phasen. Der Keuchhusten beim Baby oder Säugling zeigt sich hingegen nicht so offensichtlich. „Säuglinge erkranken meist schwer, jedoch ohne die typischen Hustenanfälle“, erläutert Dr. Roswitha Bruns, Oberärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Greifswald, auf dem Portal „Familie.de“. „Vielmehr kann es bei ihnen zu lebensbedrohlichen Atemstillständen, sogenannten Apnoen, kommen“, ergänzt die Oberärztin.

Sobald die Kleinen blau anlaufen, besteht akute Erstickungsgefahr. Außerdem kann der Sauerstoffmangel das Gehirn dauerhaft schädigen. Säuglinge und Babys sollten daher bei einer Keuchhustenerkrankung immer in ein Krankenhaus eingeliefert werden: Dort wird unter anderem der Schleim abgesaugt, den der Nachwuchs nicht alleine abhusten kann, und im Notfall ein Beatmungsgerät zur Hilfe genommen. Die Krankheit wird zusätzlich mit Antibiotika behandelt.

Impfschutz bietet keine hundertprozentige Sicherheit

Carl-Heinz Wirsing von König, Professor für Mikrobiologie, betont zudem im Magazin „Focus“, dass bei Säuglingen „die Krankheit oft schlimmer“ verlaufe, als bei älteren Kindern. „Sie können Lungenentzündung bekommen und eine Veränderung im Gehirn, die Krämpfe bewirkt, ähnlich epileptischen Anfällen.“

Sie sollten Ihren Nachwuchs daher so gut es geht schützen, etwa mit der sogenannten Sechsfach-Grundimpfung in den ersten Lebensmonaten. Allerdings setzt der Impfschutz erst nach der dritten Impfung ein, die am Ende des vierten Lebensmonats stattfindet, warnt Dr. Bruns.

Auch durch den sogenannten "Nestschutz" sind Babys vor Keuchhusten nicht geschützt, so das Deutsche Grüne Kreuz. Bei anderen Infektionskrankheiten wie Masern oder Röteln, werden die Antikörper, die die Mutter in sich trägt, an das Baby weitergegeben und wirken auch noch nach der Geburt. Bei Keuchhusten wirkt dieser Schutz nicht, weshalb Neugeborene besonders gefährdet sind.

Keuchhusten beim Baby und Säugling vermeiden

Um Keuchhusten beim Baby und Säugling zu vermeiden, sollten sich auch Erwachsene und Jugendliche in unmittelbarer Umgebung der Kleinen impfen lassen, das heißt auch die Großeltern, Geschwister und Babysitter.

Denn eine Impfung gegen Keuchhusten hält nur zehn Jahre und muss aufgefrischt werden – auch wenn eine Keuchhustenerkrankung bereits überstanden ist, hält die Immunität nur eine Dekade. Mütter lassen sich am besten drei Monate vor oder direkt nach der Geburt impfen. Zwar können auch geimpfte Personen die Träger der Bakterien sein, dennoch wird das Risiko einer Übertragung erheblich gesenkt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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