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Cholesterin: Hohe Werte lassen sich am Auge ablesen.


Ringe und Knötchen  

Was Augen über hohe Cholesterinwerte verraten können

18.11.2019, 13:06 Uhr | ag, t-online.de, mwe

Cholesterin: Hohe Werte lassen sich am Auge ablesen.. Weißliche Ringe auf der Hornhaut können auf einen erhöhten Cholesterinspiegel hinweisen und sollten vom Arzt abgeklärt werden. (Quelle: Getty Images/shironosov)

Weißliche Ringe auf der Hornhaut können auf einen erhöhten Cholesterinspiegel hinweisen und sollten vom Arzt abgeklärt werden. (Quelle: shironosov/Getty Images)

Weißliche Ringe rund um die Iris sind bei Menschen unter 50 meist ein Hinweis auf zu hohe Blutfettwerte. Hellhörig sollte man auch werden, wenn sich kleine, gelbliche Knötchen am Augenlid bilden. Die sogenannten Xanthelasmen sind ebenso wie die Cholesterinringe gutartige Fettablagerungen und ein Zeichen für einen gestörten Fettstoffwechsel.

Wenn sich ein weißlicher Ring (Arcus lipiodes) auf der Hornhaut vor dem 50. Lebensjahr bildet, liegt meist eine Hypercholesterinämie vor. Hierbei handelt es sich um eine Fettstoffwechselstörung, die mit hohen Cholesterinwerten einhergeht.

Cholesterinringe erhöhen das Herzinfarktrisiko

Bei dieser oft erblich bedingten Erkrankung sind die Cholesterinwerte stark erhöht, wodurch das Risiko für Gefäßerkrankungen und Herzinfarkt erheblich steigt. Wer solche Cholesterinringe auf der Hornhaut entdeckt, sollte daher unverzüglich einen Arzt aufsuchen und die Ursachen abklären lassen. 

Bei Menschen im Rentenalter sind weißliche Ringe im Randbereich der Hornhaut jedoch nicht weiter beunruhigend. Es handelt sich dabei meist um Kalk- und Fettablagerungen. Die Ursache dieser "Greisenringe" ist unklar, das Phänomen gilt jedoch nicht als krankhaft. Auch die Sehkraft wird nicht weiter eingeschränkt.

Hoher Cholesterinspiegel kann Knötchen sprießen lassen

Xanthome nennen Mediziner die gelblichen Fettknoten, die sich auf der Haut bilden können. Befinden sie sich am Ober- und Unterlid, werden sie als Xanthelasmen bezeichnet. Schätzungen zufolge sind rund fünf Prozent der erwachsenen Bundesbürger davon betroffen. Häufig finden sich die kleinen Wucherungen zeitgleich an beiden Augen.

Warum sich Xanthelasmen bevorzugt am Augenlid bilden, konnte von Seiten der Wissenschaft bisher nicht geklärt werden. Meist treten sie um das 50. Lebensjahr auf. Die Knötchen selbst sind zwar harmlos, können aber wertvolle Hinweise geben, was Ihren Cholesterinhaushalt angeht.

Auch schlanke Menschen betroffen

Experten zufolge liegt bei etwa der Hälfte der Betroffenen eine Fettstoffwechselstörung beziehungsweise ein zu hoher Cholesterinspiegel vor. Auch zu hohe Werte des "bösen“ LDL-Cholesterins können der Auslöser sein. In Folge sammeln sich mikroskopisch kleine Fetttröpfchen in der Haut an.

Dabei haben die Knötchen nicht zwangsläufig etwas mit Übergewicht zu tun. Auch bei schlanken Menschen kann die Veränderung an den Augenlidern auftreten.

Ursache der Cholesterinablagerung am Auge immer untersuchen lassen

Bei der anderen Hälfte der Patienten lässt sich nicht immer eine klare Ursache finden. Teilweise spielen genetische Faktoren eine Rolle. Manchmal entwickeln sich die Xanthelasmen aufgrund anderer Erkrankungen, darunter Diabetes, Pankreatitis oder Lebererkrankungen wie eine alkoholische Fettleber oder Leberzirrhose.

Wer die Knötchen bei sich feststellt, sollte daher zuerst zu einem Arzt gehen, um herauszufinden, warum sich die Knötchen gebildet haben und erst dann über eine Behandlung, wie etwa eine Entfernung der Xanthelasmen aus ästhetischen Gründen nachdenken.

Methoden für die operative Entfernung der Xanthelasmen

Ein operativer Eingriff mittels Skalpell war lange Zeit die gängige Methode, um die Cholesterinablagerungen am Auge zu entfernen.

Weitere Verfahren sind:

Gesunde Ernährung fördert häufig die Rückbildung

Sind die Cholesterinwerte erhöht, können in vielen Fällen bereits eine Anpassung der Ernährungsgewohnheiten sowie die Einnahme geeigneter Medikamente dazu führen, dass sich mit Verbesserung der Blutfettwerte auch die Xanthelasmen zurückbilden. Am besten lässt man sich von seinem Arzt beraten.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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