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Wenn der Schuh drĂŒckt, droht der Nagelpilz

Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 28.08.2018Lesedauer: 3 Min.
Wenn der Schuh drĂŒckt, ist das Nagelpilzrisiko erhöht.
Wenn der Schuh drĂŒckt, ist das Nagelpilzrisiko erhöht. (Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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FĂŒr Fadenpilze sind FĂŒĂŸe ein gefundenes Fressen: Sie ernĂ€hren sich von der Hornsubstanz der obersten Hautschicht sowie dem Nagel. Fast tĂ€glich haben unsere FĂŒĂŸe unbemerkt Kontakt mit den Sporen. Zu einer Infektion kommt es nur dann, wenn die natĂŒrliche Schutzbarriere von Haut und NĂ€geln geschĂ€digt ist. Besonders falsches Schuhwerk ist eine ideale Eintrittspforte fĂŒr die Sporen.

Zu 90 Prozent sind die FußnĂ€gel von dem Befall betroffen. Der Grund: Die FĂŒĂŸe stecken den ganzen Tag in Schuhen. Daher spielt die Wahl des Schuhwerks eine bedeutende Rolle bei der Vorbeugung – auch von Fußpilz. Denn hĂ€ufig geht eine Fußpilzinfektion, die meist in den ZehenzwischenrĂ€umen beginnt, dem Nagelpilz voraus.

Zu enges Schuhwerk erhöht das Nagelpilzrisiko

Alles was den Fuß einengt, auf ihn drĂŒckt, an ihm reibt oder ihn verletzt, erhöht das Infektionsrisiko. Dazu zĂ€hlen neben unbequemen und spitz zulaufenden Frauenschuhen wie beispielsweise Pumps oft auch Sicherheitsschuhe, Wanderstiefel und Sportschuhe. Das Schuhwerk sollte immer bequem sein, gut sitzen, den Fußzehen genĂŒgend Platz bieten und nicht reiben.

Pilzsporen mögen SchweißfĂŒĂŸe

Doch nicht nur mechanische Belastungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit fĂŒr einen Nagelpilzbefall. StĂ€ndiges Schwitzen schwĂ€cht die FĂŒĂŸe ebenfalls. Das feucht-warme Klima lĂ€sst nicht nur die oberste Schicht von Haut und NĂ€geln aufquellen und stört so die natĂŒrliche Abwehrfunktion der Haut. Es lĂ€sst auch die Pilzsporen sprießen. Besonders in Schuhen und StrĂŒmpfen aus Synthetik-Materialien und in Sportschuhen schwitzen die FĂŒĂŸe.

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Sportschuhe immer gut trocknen lassen

Am besten wĂ€hlt man Schuhe aus Leder oder anderen atmungsaktiven natĂŒrlichen Stoffen. Auch Baumwollsocken saugen Feuchtigkeit gut auf. Nach dem Sport ist es zudem wichtig, die Schuhe ausreichend zu lĂŒften und vollstĂ€ndig trocknen zu lassen. Viele HautĂ€rzte raten sogar, dasselbe Paar Schuhe nie an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zu tragen.

Nagelpilz: Desinfektionsmittel schwÀchen die Hautbarriere

Desinfektionssprays können ebenfalls eine sinnvolle ErgĂ€nzung fĂŒr die Schuhpflege sein. Aber Achtung: Auf der Haut haben die Mittel nichts zu suchen. Sie schwĂ€chen die natĂŒrliche Schutzbarriere der FĂŒĂŸe. Auch die im Schwimmbad oft vorhandenen Desinfektionsspender sollte man meiden. Besser ist es, zu Sandalen zu greifen, um den Kontakt mit den Sporen zu umgehen. Das gilt auch fĂŒr Sportduschen und Saunen.

HandtĂŒcher und Socken bei mindestens 65 Grad waschen

Da sich Pilzsporen sehr schnell verbreiten und hochansteckend sind, sollten HandtĂŒcher, Socken und Badematten vorbeugend bei mindestens 65 Grad gewaschen werden. Außerdem ist es ratsam, immer ein eigenes Handtuch zu benutzen und Nagelschere und -feile nicht mit anderen zu teilen.

Feuchte ZehenzwischenrÀume vermeiden

Damit die Sporen nicht ĂŒber die aufgeweichte Haut eindringen können, ist es wichtig, die FĂŒĂŸe nach dem Duschen gut abzutrocknen. Tipp: Wer einen Föhn zu Hilfe nimmt, trocknet mit der warmen Luft auf die ZehenzwischenrĂ€ume zuverlĂ€ssig. Empfehlenswert ist zudem, vor dem Schlafengehen die FĂŒĂŸe mit einer pflegenden Creme zu versorgen und darauf zu achten, die NĂ€gel immer kurz zu schneiden.

Fußfehlstellungen erhöhen das Nagelpilzrisiko

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es dennoch zu einer Nagelpilzinfektion kommen. Etwa aufgrund erblicher Veranlagung oder einem geschwĂ€chtem Immunsystem. Auch Diabetes, Durchblutungsstörungen sowie Fußfehlstellungen erhöhen das Risiko

Nagelpilz erkennen

Hinweise auf einen Befall geben VerĂ€nderungen des Nagels. So wird dieser spröde und splittert. HĂ€ufig treten weiße oder gelbliche VerfĂ€rbungen auf. Bei vielen Betroffenen verdickt sich der Nagel. Im schlimmsten Fall kann die gesamte Nagelplatte von dem Pilz zerstört werden. Schmerzhaft ist Nagelpilz allerdings nicht.

Bereits eine Spore kann zu einer Neuansteckung fĂŒhren

Bei Nagelpilz sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann am besten einschĂ€tzen, wie weit der Befall bereits fortgeschritten ist und welche Behandlung am erfolgversprechendsten ist. Je nach AusprĂ€gung mĂŒssen neben der Ă€ußerlichen Anwendung von Salben manchmal auch Medikamente eingenommen werden. Nur eine konsequente Behandlung ĂŒber viele Monate hinweg kann den Pilz abtöten. Bereits eine Spore kann zu einer Neuansteckung fĂŒhren.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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