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Ja, die Redaktion hat f├╝r diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Diese Krankheiten k├Ânnen die Blase befallen

t-online, Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 18.09.2018Lesedauer: 3 Min.
Die Blase kann unangenehme Beschwerden ausl├Âsen.
Die Blase kann unangenehme Beschwerden ausl├Âsen. (Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Im Alltag bemerken wir die Blase meist nur, wenn sie unangenehm dr├╝ckt und uns zur n├Ąchsten Toilette treibt. Ansonsten verh├Ąlt sich das Organ mit der dehnf├Ąhigen Muskulatur unauff├Ąllig. Es sei denn, sie ist krank. Dann lassen uns Symptome wie Blut im Urin, Schmerzen oder Brennen aufmerksam werden. Welche Blasenerkrankungen es gibt und wo die Ursachen liegen.

Sch├Ątzungen zufolge leidet jede zweite Frau einmal in ihrem Leben unter einer Blasenentz├╝ndung. Viele trifft es immer wieder. Die Erkrankung der Blase wird durch unterschiedliche Erreger hervorgerufen. Meist sind allerdings Darmkeime schuld, wenn st├Ąndiger Harndrang und Brennen beim Wasserlassen qu├Ąlen und es zu unangenehmen Unterleibsschmerzen kommt.


Neun Fakten zur Blasenentz├╝ndung

K├Ânnen kalte F├╝├če eine Blasenentz├╝ndung verursachen? Das ist m├Âglich. Kalte F├╝├če, auf kaltem Untergrund sitzen, ungesch├╝tzte Nierengegend: Viele Menschen reagieren darauf mit einer Blasenentz├╝ndung. Durch die Unterk├╝hlung wird das Immunsystem geschw├Ącht und Bakterien k├Ânnen sich leichter in der Harnr├Âhre vermehren.
Kann Sex zur Blasenentz├╝ndung f├╝hren? Ja. Sex erh├Âht zumindest das Risiko f├╝r eine Harnwegsinfektion. Kolibakterien aus dem Darm gelangen auch von allein ├╝ber die Harnr├Âhre in die Blase, Geschlechtsverkehr unterst├╝tzt den Transport. Vorbeugen k├Ânnen anf├Ąllige Frauen, indem sie nach dem Sex eine gr├╝ndliche Intimw├Ąsche durchf├╝hren.
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Weit verbreitete Blasenerkrankung: die Zystitis

Damit die Keime gar nicht erst in die Harnblase gelangen, ist die wichtigste Ma├čnahme, ausreichend zu trinken, damit die Harnwege regelm├Ą├čig gesp├╝lt werden. Dies ist auch nach dem Geschlechtsverkehr wichtig, denn durch die Reibung beim Sex gelangen Darmbakterien ├╝ber die bei Frauen nur vier Zentimeter lange Harnr├Âhre schnell in die Blase und l├Âsen dort eine Infektion aus. Manchmal ist aber auch nur die Harnr├Âhre von den Bakterien befallen. Dann spricht man von einer Harnr├Âhrenentz├╝ndung (Urethritis).

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Ein typisches Symptom f├╝r eine Harnwegsinfektion ist die so genannte Pollakisurie. Sie zeichnet sich durch eine deutlich gesteigerte Frequenz von Blasenentleerungen mit meist geringem Harnverlust aus.

Auch Unterk├╝hlung und zu viel Hygiene sind nicht gut: Seifen, Duschgele, Lotionen und Intimsprays f├Ârdern Blasenentz├╝ndungen und Harnr├Âhrenentz├╝ndungen ebenfalls, da sie die nat├╝rliche Schutzfunktion der Intimflora schw├Ąchen. Experten empfehlen deshalb, mit klarem Wasser zu waschen.

Ist es trotz aller Vorsichtma├čnahmen zu einer Blasenentz├╝ndung gekommen, k├Ânnen viel trinken und Warmhalten die Entz├╝ndung oftmals zur├╝ckzudr├Ąngen. Verschlimmern sich die Symptome des Harnwegsinfekts allerdings, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Blasenschw├Ąche geh├Ârt zu den Tabuthemen

Probleme mit der Blase kennen auch Betroffene mit Harninkontinenz (umgangssprachlich Blasenschw├Ąche). Ihnen f├Ąllt es schwer, den Harn zur├╝ckhalten. Die Blase entleert sich ungewollt, entweder in kleineren oder gr├Â├čeren Mengen. Es gibt viele Formen der Inkontinenz. H├Ąufig ist etwa die Belastungsinkontinenz. Nimmt der Druck im Bauchraum zu, zum Beispiel beim Husten, Lachen oder Heben schwerer Gegenst├Ąnde, geht Urin ab.

Was ist eine Reizblase? Bei der Reizblase ÔÇô auch ├╝beraktive Blase genannt ÔÇô handelt es sich um eine St├Ârung der Blasenfunktion, die sich durch einen pl├Âtzlich auftretenden, dringenden Harndrang trotz nur wenig gef├╝llter Blase auszeichnet. Vor allem Frauen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr sind h├Ąufig davon betroffen.

Von Dranginkontinenz sprechen Mediziner, wenn trotz fast leerer Harnblase ganz pl├Âtzlich ein starker Harndrang auftritt und die Betroffenen es oftmals nicht mehr rechtzeitig zur Toilette schaffen. Unter anderem kann eine geschw├Ąchte Beckenbodenmuskulatur die Ursache sein oder Verletzungen, etwa nach Operationen. Nervenreizungen und -sch├Ąden k├Ânnen ebenfalls zu Inkontinenz f├╝hren. Auch wenn Inkontinenz zu den Tabuthemen geh├Ârt: Nur das offene Gespr├Ąch beim Arzt kann helfen, die passende Therapie f├╝r den ungewollten Harnverlust zu finden.

Blasensenkung als Ursache f├╝r Inkontinenz

Oftmals ist eine Blasensenkung schuld daran, dass es zu Inkontinenz und Harndrang kommt. Von der Erkrankung sind h├Ąufig Frauen betroffen. Bei einer Blasensenkung verlagert sich die Blase nach unten in Richtung Beckenboden. Verschiedene Muskeln und B├Ąnder halten normalerweise die Blase an ihrem Platz im Becken. Sie k├Ânnen aber beispielsweise in Folge einer Geburt oder Bindegewebeschw├Ąche ├╝berdehnt sein.

Der Behandlung einer Blasensenkung stehen verschiedene Therapiem├Âglichkeiten zur Verf├╝gung. Leichte Formen eines Descensus k├Ânnen durch Beckenbodengymnastik deutlich gemildert werden. Bei schwereren Formen ist auch eine Operation m├Âglich.

Blasensteine k├Ânnen starke Schmerzen verursachen

Harnsteine oder Harnleitersteine k├Ânnen die Blase ebenfalls plagen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft f├╝r Urologie bilden sich Blasensteine meist aufgrund von Entleerungsst├Ârungen, wie sie beispielsweise bei einer vergr├Â├čerten Prostata entstehen k├Ânnen. Ist die Harnr├Âhre verengt, bleibt immer etwas Restharn in der Blase zur├╝ck. Zuerst bilden sich kleine Kristalle. Klumpen sie zusammen, wachsen sie zu einem Stein heran. Das Risiko nimmt zu, wenn die t├Ągliche Trinkmenge zu gering ist, um die ableitenden Organe ausreichend zu sp├╝len. Oftmals bilden sich die Steine allerdings nicht in der Blase selbst, sondern in den Nieren. Irgendwann wandern sie ├╝ber die Harnleiter in die Blase, bleiben dort aufgrund einer Blasenentleerungsst├Ârung liegen und nehmen weiter an Gr├Â├če zu.

Unangenehm wird es vor allem, wenn der Stein vor den Blasenausgang rutscht und diesen blockiert. Mediziner sprechen dann von einer Harnsperre. Zu den typischen Warnsignalen z├Ąhlen: erschwertes und unterbrochenes Wasserlassen, eine gereizte Harnblase, verst├Ąrkter Harndrang sowie krampfartige Unterleibsschmerzen. Auch Blut im Urin kann ein Hinweis sein: Setzen sich die kleinen, spitzen Kristalle fest, kommt es h├Ąufig zu Verletzungen.

Doch Blasensteine k├Ânnen sich auch unauff├Ąllig verhalten. Oftmals werden sie im Zuge einer Ultraschalluntersuchung zuf├Ąllig entdeckt.

Gef├Ąhrlichste Blasenerkrankung: Blasenkrebs

An Blasenkrebs erkranken nach Sch├Ątzungen des Robert-Koch-Institutes in Deutschland jedes Jahr etwa 29.000 Menschen, die Mehrheit sind M├Ąnner. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei etwa 73 Jahren. Der wesentliche Risikofaktor ist laut der Deutschen Krebshilfe das Rauchen.

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Ein verst├Ąrkter Harndrang, St├Ârungen bei der Blasenentleerung sowie sp├Ąter Unterbauchschmerzen geh├Âren zu den m├Âglichen Symptomen eines Blasentumors und sollten immer abgekl├Ąrt werden. Auch Blut im Urin ist ein wichtiges Warnsignal. Bei 80 Prozent aller Patienten mit Blasenkrebs oder anderen b├Âsartigen Tumoren der ableitenden Harnwege trete dieses Symptom auf, so die Deutsche Krebshilfe. Generell gilt: Blut im Urin ist immer ein Warnzeichen, das vom Urologen abgekl├Ąrt werden muss.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte ├ärzte. Die Inhalte von t-online k├Ânnen und d├╝rfen nicht verwendet werden, um eigenst├Ąndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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