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Was tun bei einem Schlaganfall?

dpa, Sabine Meuter

Aktualisiert am 05.03.2022Lesedauer: 3 Min.
Ein Mann hat einen Schlaganfall auf der Straße, eine Frau ruft Hilfe: Bis der Notarzt kommt, können Sie einiges tun.
Ein Mann hat einen Schlaganfall auf der Straße, eine Frau ruft Hilfe: Bis der Notarzt kommt, können Sie einiges tun. (Quelle: McPHOTO/imago-images-bilder)
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Bei einem Verdacht auf einen Schlaganfall ist sofort schnelles Handeln angesagt. Zögern Sie nicht: WÀhlen Sie sofort die 112. Was Sie tun können, wÀhrend Sie auf den Notarzt warten.

Das Wichtigste im Überblick


  • Erste Hilfe bei einem Schlaganfall
  • Was ist ein Schlaganfall?
  • Wie erkennt man einen Schlaganfall?
  • Wie sieht die Therapie bei Schlaganfall aus?
  • Wie lebt es sich nach einem Schlaganfall?
  • Was kann man vorbeugend gegen einen Schlaganfall tun?

Verdacht auf einen Schlaganfall? Dann ist sofort schnelles Handeln angesagt. Zögern Sie nicht: WĂ€hlen Sie sofort die 112 und fordern Sie einen Rettungswagen mit Notarzt an. Je zĂŒgiger die Behandlung im Krankenhaus erfolgt, desto besser sind die Chancen, dass die SchĂ€den am Hirn möglichst gering bleiben.


Schlaganfall: Mit dem FAST-Test Leben retten

FAST-Test zur Schnellerkennung eines Schlaganfalls
Ein Schlaganfall kann das Gesicht lÀhmen
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Erste Hilfe bei einem Schlaganfall

Bis der Krankenwagen eintrifft, kann wertvolle Zeit vergehen. Folgendes sollten Sie tun, wenn Sie glauben, jemand habe einen Schlaganfall:

  • Helfen Sie dem betroffenen Menschen, sprechen Sie mit ihm und beruhigen Sie ihn. Lassen Sie ihn nicht allein.
  • Merken Sie sich die Uhrzeit, wann welche Symptome aufgetreten sind. Dies ist wichtig fĂŒr die Rettungsmannschaft und die Ärzte.
  • Lockern Sie enge Kleidung und entfernen Sie etwaige Zahnprothesen.
  • Ist der Betroffene wach, sollte er eine bequeme Haltung einnehmen. Dabei kann der Oberkörper leicht erhöht sein, zum Beispiel auf einem Sofa mit einem Kissen im RĂŒcken.
  • Bei Bewusstlosigkeit bringen Sie die Person in die stabile Seitenlage: Dabei wird der nahe Arm nach oben angewinkelt und der andere Arm ĂŒber die Brust gelegt. Dann greifen Sie das ferne Knie, winkeln es an und ziehen den Körper zu sich hin, sodass die Person auf der Seite zum Liegen kommt.
  • Kontrollieren Sie die Atmung und den Puls. Sind diese nicht zu hören oder zu fĂŒhlen, legen Sie den Betroffenen auf einer harten Unterlage auf den RĂŒcken. Beginnen Sie sofort damit, ihn wiederzubeleben.

Was ist ein Schlaganfall?

Bei einem Schlaganfall wird ein Bereich des Gehirns nicht mehr mit Sauerstoff versorgt. In den allermeisten FĂ€llen ist eine Durchblutungsstörung die Ursache – ein BlutgefĂ€ĂŸ ist verstopft. Dazu kommt es entweder durch eine GefĂ€ĂŸverengung, die sogenannte Arteriosklerose, oder durch das Einschwemmen eines Blutgerinnsels ins Gehirn. Es kann aber auch eine Hirnblutung eingetreten sein.

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Wie erkennt man einen Schlaganfall?

Die hĂ€ufigsten Symptome sind plötzlich einsetzende LĂ€hmungen auf einer Körperseite oder GefĂŒhlsstörungen. Typisch ist der hĂ€ngende Mundwinkel. Weitere Anzeichen sind Seh- und Sprachstörungen. Mitunter tritt Schwindel mit Gangunsicherheit auf. Auch plötzlich einsetzende, sehr starke Kopfschmerzen können auf einen Schlaganfall hindeuten.

Hilfreich zur Erkennung ist auch der einfach auszufĂŒhrende FAST-Test. Die Buchstaben stehen fĂŒr Englisch Face-Arms-Speech-Time, also Gesicht-Arme-Sprache-Zeit. Bei diesem Test soll jemand bei Verdacht auf Schlaganfall zugleich beide Arme heben, lĂ€cheln und einen einfachen Satz nachsprechen. Gelingt dies nicht, muss umgehend der Notarzt gerufen werden.

Wie sieht die Therapie bei Schlaganfall aus?

Das hĂ€ngt von der Ursache ab. Im Krankenhaus wird per Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) der Kopf des Patienten untersucht. Ist ein BlutgefĂ€ĂŸ durch ein Gerinnsel verstopft, dann bekommen die Betroffenen Medikamente verabreicht, die das Gerinnsel auflösen.

Bei zu langer Dauer der Durchblutungsstörung sind die unterversorgten Gehirnzellen unwiederbringlich defekt – der Patient hat dann oft dauerhaft etwa Bewegungs- oder Sprachstörungen. Oder er stirbt. Bei VerschlĂŒssen großer hirnversorgender Arterien wird das GefĂ€ĂŸ mit einem Katheter wieder geöffnet. Ein Katheter kann auch dazu dienen, grĂ¶ĂŸere Gerinnsel zu entfernen.

Wie lebt es sich nach einem Schlaganfall?

Je nachdem, wie schwer der Schlaganfall war und ob der Betroffene Vorerkrankungen hat, können SchĂ€den wie LĂ€hmungen, Koordinationsstörungen oder kognitive EinschrĂ€nkungen zurĂŒckbleiben – bei einem leichten Schlaganfall können aber auch alle SchĂ€den wieder verschwinden.

So frĂŒh wie möglich erhalten Betroffene Krankengymnastik, Sprach- und Ergotherapie. Damit es möglichst nicht zu einem weiteren Schlaganfall kommt, versucht der Hausarzt, mit entsprechenden Therapien Risikofaktoren zu minimieren.

Was kann man vorbeugend gegen einen Schlaganfall tun?

Sehr viel. Die meisten SchlaganfĂ€lle gehen auf den Lebensstil oder auf Krankheiten zurĂŒck, die sich behandeln lassen. Zu den Risikofaktoren zĂ€hlen Bluthochdruck, Bewegungsmangel, erhöhte Blutfettwerte, ungesunde ErnĂ€hrung, Übergewicht, Rauchen, Herzkrankheiten, Alkohol, Stress und Diabetes.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Geraldine Nagel
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