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So erkennt man allergieauslösende Pflanzen

Von dpa-tmn, t-online
Aktualisiert am 07.02.2022Lesedauer: 2 Min.
Birkenpollen: Wer auf Birke allergisch reagiert, sollte sie nicht im Garten haben.
Birkenpollen: Wer auf Birke allergisch reagiert, sollte sie nicht im Garten haben. (Quelle: Argument/getty-images-bilder)
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Mehr als 15 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind betroffen von einer Pollenallergie – Tendenz steigend. Allergiker, die gern im Garten sitzen oder darin arbeiten, sollten genau darauf achten, welche Pflanzen und Bäume sie anbauen.

Manche Gartencenter und Gärtnereien preisen Pollenallergikern Pflanzen an, die dank Züchtung pollenfrei sind. Allergieexperten sind allerdings nur eingeschränkt von ihnen überzeugt.


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Man muss zwei Pflanzengruppen unterscheiden: So gibt es jene, die ihre Pollen in die Luft abgeben und vom Wind wegtragen lassen. Das sind die sogenannten Windblütler. Man erkennt sie oft daran, dass ihre Blüten unauffällig sind. Und es gibt die sogenannten Insektenblütler. Sie locken Insekten mit schönen Blüten an, damit die Tiere die schweren, großen Pollen zu anderen Blüten bringen.

Diese Gartenpflanzen eignen sich für Allergiker

Für Pollenallergien sind vorwiegend Windblütler verantwortlich – wie Haselnuss, Erle und Birke. "Ein Garten ohne Birke kann aber trotzdem nicht ganz vor allergischen Reaktionen auf Birkenpollen schützen", erklärt Anja Schwalfenberg vom Deutschen Allergie- und Asthmabund.

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Denn der Wind kann die Pollen windblütiger Pflanzen sehr weit verbreiten. Zwar könnten auch Insektenblütler Allergien auslösen. Das komme aber eher selten vor. Deshalb habe das Setzen von sterilen Pflanzen für Pollenallergiker nur begrenzt eine Wirkung.

Wer auf Birke allergisch reagiert, sollte sie nicht im Garten haben. Das gilt auch für Pflanzen dieser Familie: "Verwandte Arten können ähnliche Allergene aufweisen und dann zu Kreuzreaktionen führen", erläutert Schwalfenberg. Als Alternativen empfehlen Experten etwa Weißdorn oder Kornelkirsche. Und statt einer Geranie sollte man etwa einen Blut-Storchschnabel oder die Wilde Malve pflanzen.

Pflanzennamen verraten Verwandtschaft

Birkenallergiker können auch Probleme mit der Hasel haben. Denn die beiden sind verwandt. Das trifft auf viele gängige Gartenpflanzen zu, die Pollenallergiker plagen. Betroffene sollten daher vor dem Kauf einer Pflanze recherchieren, ob sie sich nicht ein weiteres schwarzes Schaf einer Pflanzenfamilie auf ihr Grundstück holen. Das erkennen sie an den gemeinsamen biologischen Namen.

Biologische Pflanzennamen bestehen aus der Gattung an erster Stelle und der Art an zweiter Stelle. Manchmal gibt es auch noch eine Sortenangabe an dritter Stelle. Letztere wird meist in einfache Anführungszeichen gesetzt. Ein Beispiel: Die Birke gehört in die Gattung Betula, die Hasel in Corylus.

Hier findet man noch keine Gemeinsamkeiten. Daher muss man sich die höhere Kategorie anschauen: Die Verwandtschaft von Hasel und Birke zeigt sich im Familiennamen, der der Gattung übergeordnet ist. Bei den beiden Pflanzen lautet er Betulaceae.

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Leider findet man diesen Familiennamen oftmals nicht bei den Informationen, die der Handel zu einer Pflanze gibt. Allerdings sind die Angaben so gängig, dass man sie über eine Suchmaschine im Internet schnell recherchieren kann. Dafür reicht es, den deutschen Pflanzennamen einzugeben.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Anna Manz
Deutschland

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