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Peyronie: Symptome und Behandlung der Penisverkrümmung

Immer mehr Männer betroffen  

Peyronie-Krankheit – wenn sich der Penis verkrümmt

16.01.2020, 11:34 Uhr | mwe, t-online.de

Peyronie: Symptome und Behandlung der Penisverkrümmung. Verkrümmter Penis: Für Männer kann die Peyronie-Krankheit zu einem ernsten Problem werden. (Quelle: Getty Images/sasun1990)

Verkrümmter Penis: Für Männer kann die Peyronie-Krankheit zu einem ernsten Problem werden. (Quelle: sasun1990/Getty Images)

Für viele Männer ist es ein Tabuthema, wenn der Penis nicht die optimale Form hat. Bei einer Penisverkrümmung kommt es häufig zu sexuellen Problemen. Doch medizinische Hilfe ist möglich.

Leichte Krümmungen des Penis sind völlig normal. Wenn jedoch Ärzte von einer starken Penisverkrümmung sprechen, kann die Peyronie-Krankheit dahinterstecken. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Penisschwellkörper, die zu sexuellen Problemen führen kann. Etwa jeder 20. bis 30. Mann ist betroffen.

Was ist die Peyronie-Krankheit? Bei der Peyronie-Krankheit – medizinisch Induratio penis plastica (IPP) – bildet sich aufgrund einer Entzündung im Penis Narbengewebe. Da sich dieses Narbengewebe bei einer Erektion nicht vergrößern kann, ist der erigierte Penis gekrümmt.


Peyronie-Krankheit: Welche Symptome sind typisch?

Betroffene der Penisverkrümmung klagen oft über:

  • schmerzhafte Erektion mit Biegung des Penis (meist nach oben, aber auch nach unten oder zu einer Seite)
  • zunehmende Verkürzung des Penis
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Erektionsprobleme bis hin zur erektilen Dysfunktion
  • psychische Probleme wie nachlassendes Selbstwertgefühl oder depressive Verstimmung 

Wie kommt es zur Penisverkrümmung?

Die genaue Ursache der Peyronie-Krankheit ist bislang unklar. Mediziner vermuten, dass in manchen Fällen kleine Verletzungen am Schwellkörper zu einer Vernarbung führen, die dann später in einer Penisverkrümmung mündet. Die Schädigungen könnten beim Sport oder beim Geschlechtsverkehr verursacht werden.

Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Testosteronmangel werden ebenfalls als Auslöser diskutiert. Bei einigen Männern soll das Krankheitsbild auch genetisch bedingt sein. Am häufigsten tritt die Verkrümmung des Penis zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auf. Die meisten Männer bemerken die Erkrankung durch das Ertasten von knotigen Verhärtungen im Penis.

Geht die Krümmung wieder weg?

Eine Penisverkrümmung ist nichts, mit dem sich Männer einfach abfinden sollten. Denn in der Regel bildet sie sich nicht allein zurück. Eine frühe Behandlung kann die Peyronie-Krankheit aber aufhalten und Begleitsymptome lindern. Männer sollten sich dazu rechtzeitig an einen Urologen wenden. Ist die Erkrankung bei der Diagnose allerdings schon stark ausgeprägt, kann nur – mithilfe einer individuellen Behandlung – versucht werden, die Beschwerden zu verringern.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Grundsätzlich ist die Peyronie-Krankheit durch Medikamente oder eine Operation behandelbar. Abhängig von den jeweiligen Symptomen des Patienten kann der Urologe aus verschiedenen Therapien wählen:

  • Medikamentöse Behandlung: Im Anfangsstadium der Erkrankung, wenn die Knoten noch nicht verkalkt sind, können Medikamente angewendet werden. Auch die Einnahme von Vitamin E wird empfohlen. Dieses soll die Wundheilung unterstützen und Vernarbungen mindern.
  • Ultraschallbehandlung: Mittels Ultraschall kann die Durchblutung gefördert und so weiterer Narbenbildung vorbeugt werden.
  • Mechanische Traktion (Zug): Ziel der Penistraktionstherapie ist es, durch kontinuierlichen Zug den Penis zu begradigen und zu verlängern.
  • Operation: Ein chirurgischer Eingriff wird nur empfohlen, wenn der Penis so sehr gekrümmt ist, dass kein Geschlechtsverkehr mehr möglich ist. Dabei wird die Vernarbung beseitigt und der Penis verkürzt. Um dem Mann eine Penetration beim Geschlechtsverkehr zu ermöglichen, kann anschließend eine Penisprothese implantiert werden.
Verwendete Quellen:
  • Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.
  • männergesundheit.info
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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